Menü

Erneuerbare Energien decken inzwischen mehr als 60 Prozent des deutschen Stromverbrauchs

Erneuerbare Energien decken inzwischen mehr als 60 Prozent des deutschen Stromverbrauchs

Der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Bruttostromverbrauch ist in den ersten neun Monaten 2026 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen deckten Windkraft, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft zusammen 60,7 Prozent des Verbrauchs. Besonders stark entwickelte sich die Solarstromerzeugung.

Deutschland hat beim Ausbau der erneuerbaren Energien einen weiteren Meilenstein erreicht. Zwischen Januar und September 2026 kamen die erneuerbaren Energien auf einen Anteil von 60,7 Prozent am Bruttostromverbrauch. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht das einem Anstieg um vier Prozentpunkte. Die vorläufigen Zahlen stammen aus Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Insgesamt erzeugten die Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien in den ersten drei Quartalen rund 237,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Damit lag die Erzeugung 8,7 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Neben günstigen Windverhältnissen trug nach Einschätzung von ZSW und BDEW auch der fortgesetzte Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten zum Wachstum bei. Besonders dynamisch entwickelte sich die Photovoltaik. Solarstromanlagen erzeugten von Januar bis September rund 94,7 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht einem Plus von 13,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bezogen auf die gesamte deutsche Bruttostromerzeugung entfielen damit 24,1 Prozent auf die Photovoltaik. Auch die Windenergie leistete einen erheblichen Beitrag. Onshore-Anlagen erzeugten 76,2 Milliarden Kilowattstunden, während Offshore-Windparks weitere 20,8 Milliarden Kilowattstunden beisteuerten.

Nicht alle erneuerbaren Energieträger entwickelten sich positiv. Die Stromproduktion aus Wasserkraft sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,3 Prozent. Als Grund werden die geringeren Niederschlagsmengen genannt. Auch die Stromerzeugung aus Biomasse ging zurück, allerdings deutlich moderater um 2,1 Prozent. Der wachsende Anteil der Erneuerbaren ist dabei nicht auf einen rückläufigen Stromverbrauch zurückzuführen. Im Gegenteil: Der deutsche Bruttostromverbrauch stieg in den ersten neun Monaten um 1,6 Prozent auf 391,6 Milliarden Kilowattstunden. Bezogen auf die gesamte Bruttostromerzeugung lag der Anteil der erneuerbaren Energien bei 60,4 Prozent. Die Zahlen zeigen damit, dass insbesondere der weitere Ausbau von Photovoltaik und Windenergie zunehmend die Struktur der deutschen Stromversorgung verändert.

(Quelle: pv magazine, 02.10.2026)

<< Zurück zu "Alle Meldungen"