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Neues aus der Forschung

Studie warnt vor Biodiversitätsverlusten durch großflächigen PV-Ausbau

Der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien ist für den Klimaschutz unverzichtbar, kann jedoch mit erheblichen Eingriffen in natürliche Lebensräume verbunden sein. Eine neue Studie untersucht anhand von 2.344 chinesischen Landkreisen zwischen 2014 und 2023, wie sich politische Maßnahmen zur Förderung der Photovoltaik auf die lokale Vogelvielfalt ausgewirkt haben. (mehr …)

Semitransparente organische PV-Module mit industrienahem Fertigungsprozess entwickelt

Forschende der Universität Freiburg und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben semitransparente organische Photovoltaikmodule mit industriell skalierbaren Fertigungsverfahren entwickelt. Die 14,5 × 14,5 Zentimeter großen Module erreichen bei einer durchschnittlichen Lichtdurchlässigkeit von 43,2 Prozent einen Wirkungsgrad von bis zu 9,26 Prozent. (mehr …)

Neue Datengrundlage für Ökobilanzen von Photovoltaikanlagen

Die IEA PVPS Task 12 hat ihre Datengrundlage für Lebenszyklusanalysen (LCA) von Photovoltaiksystemen umfassend aktualisiert. Der neue Bericht berücksichtigt moderne TOPCon- und PERC-Siliziumtechnologien, CdTe-Dünnschichtmodule, Wechselrichter, Montagesysteme sowie aktualisierte Referenzanlagen für private, gewerbliche und große Freiflächenanlagen. Damit steht eine deutlich aktuellere Grundlage für Ökobilanzen und Nachhaltigkeitsbewertungen von PV-Systemen zur Verfügung.

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Moor-PV: Ökologische Auswirkungen bislang kaum erforscht

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) hat zentrale Ergebnisse einer Studie des Bundesamtes für Naturschutz zu Moor-Photovoltaik zusammengefasst. Demnach kommen lediglich 28,6 Prozent der Moorbodenflächen in Deutschland potenziell für Moor-PV infrage. Von bundesweit 18.098 Quadratkilometern organischer Böden sind mehr als 60 Prozent aus fachrechtlichen Gründen grundsätzlich ausgeschlossen, weitere zehn Prozent nur eingeschränkt nutzbar. Das mögliche Stromerzeugungspotenzial wird auf 129 bis 311 GW geschätzt und fällt damit geringer aus als bislang angenommen.

Gleichzeitig bestehen erhebliche Forschungslücken hinsichtlich der ökologischen Auswirkungen. Von 132 identifizierten wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigen sich lediglich 30 direkt mit PV-Anlagen auf Moorböden. Insbesondere Vorher-Nachher-Vergleiche, die belastbare Aussagen über ökologische Veränderungen ermöglichen würden, fehlen weitgehend.

Auch beim rechtlichen Rahmen sieht die Studie Handlungsbedarf. Derzeit besteht kein grundsätzliches Verbot, PV-Anlagen auf entwässerten Moorböden ohne gleichzeitige Wiedervernässung zu errichten. Zudem sind die Vorgaben für Wiedervernässung und Mehrfachnutzung bislang nicht ausreichend geklärt. Raumordnungs-, Bau- und Naturschutzrecht müssten deshalb stärker aufeinander abgestimmt werden.

Die Autoren empfehlen, PV-Anlagen auf trockengelegten Moorböden künftig nur in Verbindung mit einer Wiedervernässung zuzulassen. Anlagen ohne Wiedervernässung sollten zudem von der EEG-Privilegierung ausgeschlossen werden. Vorrang- und Vorbehaltsgebiete könnten dazu beitragen, geeignete Flächen gezielter auszuweisen und Nutzungskonflikte zu reduzieren.

Moor-PV kann nach Einschätzung des KNE grundsätzlich dazu beitragen, Wiedervernässung wirtschaftlich attraktiver zu machen. Dafür seien jedoch klarere rechtliche Rahmenbedingungen sowie weitere Forschung zu den ökologischen Auswirkungen notwendig.

(Quelle 19.08.2026 BfN )

Agri-PV und Agroforst: Ackerpflanzen vertragen Beschattung besser als gedacht

Eine Feldstudie der Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich zeigt, dass sich klassische Ackerpflanzen deutlich besser an die Teilbeschattung in Agri-PV- und Agroforstsystemen anpassen können als bislang angenommen. Untersucht wurden Gerste, Mais, Kohl, Kartoffeln und Ackerbohnen an fünf Standorten in Deutschland in den Jahren 2023 und 2024. (mehr …)

Energiepositives Elektroauto: Clemson University und BMW präsentieren „Deep Orange 17“

Die Clemson University im US-Bundesstaat South Carolina hat gemeinsam mit dem Forschungs- und Entwicklungsteam von BMW das Konzeptfahrzeug „Deep Orange 17“ entwickelt. Das Elektroauto kombiniert integrierte Photovoltaik, konsequenten Leichtbau und intelligente Fahrzeugsteuerung. Unter geeigneten Bedingungen soll es dadurch im täglichen Pendelverkehr mehr Energie erzeugen können, als es verbraucht. (mehr …)

Studie: Erneuerbare Energien schützen vor Energiepreiskrisen

Eine neue Kurzstudie von Montel Analytics im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt, dass ein hoher Anteil von Wind- und Solarenergie die Auswirkungen fossiler Energiepreiskrisen deutlich reduzieren kann. Erneuerbare Energien tragen demnach nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern können auch Strompreise stabilisieren und extreme Preisspitzen abfedern. (mehr …)

Whitepaper: Netzanschlusskosten bremsen Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern

Wärmepumpen sind ein wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Bei der Nachrüstung von Mehrfamilienhäusern können jedoch hohe und regional stark unterschiedliche Netzanschlusskosten zum Hindernis werden. Ein neues Whitepaper des Fraunhofer IEE zeigt, dass Baukostenzuschüsse je nach Netzgebiet zwischen null und mehr als 50.000 Euro liegen können. (mehr …)

Schwimmende PV-Anlage für raue Meeresbedingungen entwickelt

Das norwegische Unternehmen Fred. Olsen 1848 hat einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung seines schwimmenden Photovoltaiksystems Brizo erreicht. Die Technologie wurde von der Klassifikations- und Zertifizierungsgesellschaft DNV validiert und ist speziell für den Einsatz in dynamischen Meeresumgebungen ausgelegt. (mehr …)

Forschungsprojekt zeigt positive Auswirkungen von Agri-PV auf Wildbienen

Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts „BiodivAgriPV“ zeigen, dass Agri-Photovoltaikanlagen einen positiven Beitrag zur Biodiversität leisten können. Auf einer ökologisch bewirtschafteten Agri-PV-Fläche im sächsischen Gut Krauscha wurden im ersten Untersuchungsjahr deutlich mehr Wildbienenarten nachgewiesen als auf einer vergleichbaren Referenzfläche ohne Photovoltaik.

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