KfW-Umfrage: Bereitschaft zu Investitionen in die Energiewende steigt deutlich
KfW-Umfrage: Bereitschaft zu Investitionen in die Energiewende steigt deutlich
Die Bereitschaft deutscher Haushalte, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen, nimmt wieder zu. Laut dem aktuellen KfW-Energiewendebarometer wollen 66 Prozent der Haushalte persönlich zur Energiewende beitragen – gegenüber 59 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig halten 84 Prozent der Befragten Klimaschutz weiterhin für wichtig oder sehr wichtig.
Auch die tatsächliche Nutzung klimafreundlicher Technologien wächst. Rund 14 Millionen Haushalte beziehungsweise 34 Prozent nutzen inzwischen mindestens eine Energiewendetechnologie. Das sind etwa 1,1 Millionen mehr als im Vorjahr. Weitere fünf Prozent planen innerhalb eines Jahres erstmals eine entsprechende Anschaffung. Berücksichtigt werden unter anderem Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektroautos.
Besonders dynamisch entwickeln sich Elektromobilität und Photovoltaik. Der Anteil der Haushalte mit Elektroauto oder Plug-in-Hybrid stieg innerhalb eines Jahres von sieben auf zehn Prozent. Eine Aufdach-PV-Anlage besitzen mittlerweile 18 Prozent der Haushalte, nach 16 Prozent im Vorjahr. Davon werden bereits 55 Prozent mit einem Batteriespeicher kombiniert – vor drei Jahren waren es lediglich 31 Prozent.
Deutliche Unterschiede bestehen allerdings weiterhin zwischen Eigentümern und Mietern sowie zwischen verschiedenen Einkommensgruppen. Während 59 Prozent der Haushalte im eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus mindestens eine Energiewendetechnologie einsetzen, sind es bei Mietwohnungen lediglich 15 Prozent. Gleichzeitig heizen noch 63 Prozent der Haushalte mit Öl oder Gas, während Wärmepumpen bislang bei neun Prozent zum Einsatz kommen.
KfW Research sieht daher insbesondere bei einkommensschwächeren Haushalten weiteren Handlungsbedarf. Steigende CO₂-Preise könnten diese Gruppen überproportional belasten, während ihnen häufig das Kapital für Investitionen in klimafreundliche Alternativen fehlt. Gezielte Fördermaßnahmen könnten deshalb dazu beitragen, die Energiewende stärker in die Breite zu tragen.
(Quelle: 27.08.2026 KFW)
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