Aktuelle Informationen
Agri-PV: Mehr als nur eine Kostenrechnung – Eine Replik zur Thünen-Studie von SolarInput e.V.
Die kürzlich veröffentlichte Studie von Böhm et al. (2026) zur Wirtschaftlichkeit der Agri-Photovoltaik (Agri-PV) weist aufgrund der Aktualität, Repräsentativität und Validität der verwendeten ökonomischen Einschätzungen eine Divergenz auf, die methodische Zweifel an der Belastbarkeit der Ergebnisse aufwirft. Wer Agri-PV rein über Investitions- (CAPEX) und Betriebskosten (OPEX) definiert, übersieht den eigentlichen Systemwert dieser Technologie.
Als Netzwerk SolarInput e.V. betrachten wir die Ergebnisse der Studie kritisch, da wesentliche Synergieeffekte und strategische Vorteile unberücksichtigt bleiben:
Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien
Deutsche Städte und Landkreise können ihre Einnahmen aus erneuerbaren Energien mehr als verdoppeln, wenn sie die Ausbauziele für Wind- und Solaranlagen erreichen: von heute 5,5 auf 12,4 Milliarden Euro jährlich ab dem Jahr 2033. Das belegt eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Consult (IW Consult) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Studienautor:innen empfehlen Bund und Ländern, es den Kommunen durch Beratung und Informationen sowie durch geeignete Rahmenbedingungen zu ermöglichen, ihre regionalwirtschaftlichen Möglichkeiten besser auszuschöpfen.
Kostensenkung und mehr Unabhängigkeit: Kupfer ersetzt Silber in der Photovoltaik
Forschende des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme haben einen bedeutenden Fortschritt bei der Herstellung von Solarzellen erzielt: Durch den Einsatz galvanisierter Kupfer-Kontakte konnte der Silberbedarf von sogenannten TOPCon-Solarzellen um rund 90 % reduziert werden. Statt bislang etwa 10 bis 12 Milligramm Silber pro Watt Spitzenleistung benötigen die Zellen nun nur noch rund 1,1 Milligramm, ein entscheidender Schritt zur Senkung von Kosten und Materialabhängigkeiten.
Erneuerbare Energien als Schlüssel zur Energiesicherheit: IRENA zeigt Wege aus der Energiekrise
Der strategische Ausbau erneuerbarer Energien trägt in vielen Ländern zunehmend dazu bei, die Energieversorgung widerstandsfähiger gegenüber Krisen und Preisschwankungen zu machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue energiepolitische Analyse der International Renewable Energy Agency, die politische Handlungsempfehlungen für den Umgang mit den aktuellen Verwerfungen auf den internationalen Energiemärkten liefert.
EPD-Zertifizierung für Solartracker: Mehr Transparenz und Wettbewerbsvorteile im EU-Markt
Der Solartracker-Hersteller TrinaTracker hat für seine Produktserie FixOrigin eine Environmental Product Declaration (EPD) erhalten und reagiert damit auf steigende Anforderungen an Transparenz und Nachhaltigkeit im Energiesektor. Die durch Bureau Veritas Germany Holding GmbH verifizierte Zertifizierung basiert auf einer Lebenszyklusanalyse und liefert belastbare Daten zu Umweltwirkungen wie CO₂-Emissionen, Energieeinsatz und Ressourcenverbrauch über den gesamten Produktlebenszyklus.
Energiewende im Untergrund: Große Wasserstoffspeicher in Bayern möglich
Bayern verfügt über ein bislang unterschätztes Potenzial zur geologischen Speicherung von Wasserstoff und könnte damit künftig eine wichtige Rolle in der Wasserstoffwirtschaft einnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine laufende Studie der Technische Universität München in Zusammenarbeit mit der Montanuniversität Leoben im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Der Zwischenbericht zeigt, dass insbesondere geologische Formationen im Alpenvorland große Mengen Wasserstoff aufnehmen könnten. Die Untersuchung läuft noch bis 2027.
Entlastung bei Energiekosten: Neuer Industriestrompreis für deutsche Unternehmen beschlossen
Die Europäische Kommission hat den von Deutschland geplanten Industriestrompreis beihilferechtlich genehmigt und damit den Weg für eine gezielte Entlastung energieintensiver Unternehmen freigemacht. Künftig soll für einen Teil des Stromverbrauchs, bis zu 50 %, ein gedeckelter Preis von maximal fünf Cent pro Kilowattstunde gelten. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland angesichts anhaltend hoher Energiepreise zu sichern. (mehr …)
Solarenergie treibt globalen Energiemarkt
Der weltweite Energiebedarf ist im Jahr 2025 trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen weiter gestiegen, allerdings deutlich langsamer als im Vorjahr. Gleichzeitig zeigt sich ein klarer struktureller Trend: Die Nachfrage nach Strom wächst deutlich schneller als der Gesamtenergieverbrauch und wird zunehmend zum zentralen Treiber der globalen Energiewende. Das geht aus dem aktuellen Bericht der International Energy Agency hervor, der die wichtigsten Entwicklungen im Energiesektor zusammenfasst.
Neue Entwicklungen im Bereich Moor-PV 1,75 Milliarden Euro für Paludikulturen: Förderprogramm für nasse Landwirtschaft gestartet
Mit einer neuen Förderrichtlinie will Bundesumweltminister Carsten Schneider die nachhaltige Nutzung von Moorflächen in Deutschland deutlich voranbringen. Nach Zustimmung der EU stellt die Bundesregierung bis Ende 2029 rund 1,75 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit, um die Wiedervernässung trockengelegter Moorböden zu fördern.
Kritik an Wirtschaftsministerin Reiche wegen Nähe zur Gasindustrie
Lobbycontrol, eine Organisation zur Schaffung von Transparenz über Machtstrukturen und Einflussnahme in der deutschen Politik, wirft Katherina Reiche eine zu enge Verbindung zur Energiewirtschaft vor. Anlass ist ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel„, wonach Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) den Energieversorger EnBW um Argumente für den Einsatz von Gaskraftwerken gebeten haben soll.
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