Aktuelle Informationen
Wasserstoff: Fortschritte bei Neom, deutsches Großprojekt gestoppt
Die internationale Wasserstoffwirtschaft entwickelt sich weiterhin sehr unterschiedlich. Während in Saudi-Arabien eines der weltweit größten Projekte für grünen Wasserstoff in die Inbetriebnahmephase geht, wurde ein geplantes deutsches Großprojekt abgesagt. Gleichzeitig schreiten Projekte in Belgien, Indien und Italien voran. (mehr …)
Solarstrom deckt erstmals drei Monate in Folge mehr als 20 Prozent des EU-Strombedarfs
Photovoltaik hat in der Europäischen Union einen neuen Meilenstein erreicht. Nach Daten der Energy-Charts-Plattform des Fraunhofer ISE deckte Solarenergie im Mai, Juni und Juli erstmals drei Monate in Folge mehr als 20 Prozent des Strombedarfs der EU. Der Anteil lag bei 20,3 Prozent im Mai, 21,1 Prozent im Juni und vorläufig 21,5 Prozent im Juli. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich 17,3 bis 18,8 Prozent. (mehr …)
Bundesregierung beschließt EEG-Novelle und Netzpaket
Das Bundeskabinett hat den Entwurf für das EEG 2027 sowie das neue Netzanschlusspaket verabschiedet. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigte damit einen grundlegenden Kurswechsel bei der Förderung erneuerbarer Energien an. Die bisherigen Referentenentwürfe wurden weitgehend übernommen, während Vorschläge aus der Verbändeanhörung kaum Eingang fanden. (mehr …)
Erneuerbares Stromsystem zeigt höhere Widerstandsfähigkeit in Energiekrisen
Ein Stromsystem mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien kann extreme Energiepreiskrisen deutlich besser abfedern als ein stark fossil geprägtes System. Aktuelle Analysen und Modellierungen zeigen, dass insbesondere Wind- und Solarenergie dazu beitragen können, Börsenstrompreise zu stabilisieren und extreme Preisspitzen zu reduzieren. (mehr …)
Energiepositives Elektroauto: Clemson University und BMW präsentieren „Deep Orange 17“
Die Clemson University im US-Bundesstaat South Carolina hat gemeinsam mit dem Forschungs- und Entwicklungsteam von BMW das Konzeptfahrzeug „Deep Orange 17“ entwickelt. Das Elektroauto kombiniert integrierte Photovoltaik, konsequenten Leichtbau und intelligente Fahrzeugsteuerung. Unter geeigneten Bedingungen soll es dadurch im täglichen Pendelverkehr mehr Energie erzeugen können, als es verbraucht. (mehr …)
Studie: Erneuerbare Energien schützen vor Energiepreiskrisen
Eine neue Kurzstudie von Montel Analytics im Auftrag des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zeigt, dass ein hoher Anteil von Wind- und Solarenergie die Auswirkungen fossiler Energiepreiskrisen deutlich reduzieren kann. Erneuerbare Energien tragen demnach nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern können auch Strompreise stabilisieren und extreme Preisspitzen abfedern. (mehr …)
Verbände fordern Nachbesserungen bei Netzentgeltreform AgNes
Die Bundesnetzagentur hat ihren neuen Entwurf zur Reform der Allgemeinen Netzentgeltsystematik (AgNes) vorgelegt. Mehrere Branchenverbände begrüßen die Weiterentwicklung grundsätzlich, sehen jedoch weiterhin Nachbesserungsbedarf – insbesondere bei der Belastung von Prosumern, Speichern und Erneuerbare-Energien-Anlagen.
Der Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) bewertet positiv, dass die Bundesnetzagentur regulatorische Fragen zu Netzentgelten, Speichern und Netzanschlüssen zunehmend gemeinsam betrachtet. Für Stromspeicher soll weiterhin ein moderates Kapazitätsentgelt gelten, während dynamische Netzentgelte langfristig vorgesehen sind. Kritik äußert der Verband jedoch am fehlenden Vertrauensschutz für bestehende Speicherprojekte und am geplanten Prosumer-Aufschlag. Zudem sei das Zusammenspiel mit flexiblen Netzanschlussvereinbarungen und Baukostenzuschüssen noch nicht ausreichend geklärt.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt, dass Netzentgelte künftig anhand der vereinbarten Einspeisekapazität und nicht der installierten Leistung berechnet werden sollen. Dies könnte die Überbauung und gemeinsame Nutzung von Netzverknüpfungspunkten attraktiver machen.
Kritisch sieht der BEE dagegen die geplanten Einspeiseentgelte für Erzeugungsanlagen oberhalb von 30 Kilowatt. Vorgesehen ist ein kapazitätsbezogenes Entgelt, für das bislang ein Korridor von vier bis sieben Euro pro Kilowatt genannt wurde. Dadurch würden Erzeuger unabhängig von ihrer tatsächlichen Netzwirkung an den Kosten beteiligt. Die zusätzlichen Fixkosten könnten die Wirtschaftlichkeit neuer Wind- und Photovoltaikprojekte belasten.
Auch die verzögerte Einführung dynamischer Netzentgelte wird kritisiert. Für Speicher sollen diese frühestens 2030, für Einspeiser erst ab 2032 gelten.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) warnt zudem vor der technischen Komplexität vollständig dynamischer Netzentgelte. Vor der Einführung sollten Praktikabilität und Auswirkungen genauer untersucht werden. Gleichzeitig benötige die Branche ausreichend Vorlauf für notwendige Anpassungen bei IT-Systemen, Abrechnung und Marktkommunikation.
Bis zum 18. September 2026 können die Verbände Stellung zum Entwurf nehmen.
(Quelle: 07.08.2026 BEE)
Whitepaper: Netzanschlusskosten bremsen Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern
Wärmepumpen sind ein wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Bei der Nachrüstung von Mehrfamilienhäusern können jedoch hohe und regional stark unterschiedliche Netzanschlusskosten zum Hindernis werden. Ein neues Whitepaper des Fraunhofer IEE zeigt, dass Baukostenzuschüsse je nach Netzgebiet zwischen null und mehr als 50.000 Euro liegen können. (mehr …)
MiSpeL soll flexibleren Betrieb von Speichern und Ladepunkten ermöglichen
Die Bundesnetzagentur hat einen neuen Arbeitsstand zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten (MiSpeL) veröffentlicht. Die geplante Festlegung soll künftig ermöglichen, Stromspeicher und Ladepunkte für Elektrofahrzeuge flexibler zu betreiben und sowohl Netzstrom als auch geförderten Solarstrom zu nutzen, ohne dadurch automatisch finanzielle Ansprüche nach dem EEG zu verlieren. (mehr …)
Erste US-Fabrik für netzskalige Natrium-Ionen-Speicher geplant
Das US-Unternehmen Peak Energy plant in Sacramento den Aufbau einer nach eigenen Angaben ersten amerikanischen Produktionsstätte speziell für netzskalige Natrium-Ionen-Energiespeicher. Die rund 17.000 Quadratmeter große Anlage soll eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 4 GWh erreichen. Produktionsbeginn und erste Auslieferungen sind für das erste Quartal 2027 vorgesehen. (mehr …)
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