Menü

Aktuelle Informationen

Schwimmende PV-Anlage für raue Meeresbedingungen entwickelt

Das norwegische Unternehmen Fred. Olsen 1848 hat einen wichtigen Meilenstein bei der Entwicklung seines schwimmenden Photovoltaiksystems Brizo erreicht. Die Technologie wurde von der Klassifikations- und Zertifizierungsgesellschaft DNV validiert und ist speziell für den Einsatz in dynamischen Meeresumgebungen ausgelegt. (mehr …)

Forschungsprojekt zeigt positive Auswirkungen von Agri-PV auf Wildbienen

Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts „BiodivAgriPV“ zeigen, dass Agri-Photovoltaikanlagen einen positiven Beitrag zur Biodiversität leisten können. Auf einer ökologisch bewirtschafteten Agri-PV-Fläche im sächsischen Gut Krauscha wurden im ersten Untersuchungsjahr deutlich mehr Wildbienenarten nachgewiesen als auf einer vergleichbaren Referenzfläche ohne Photovoltaik.

(mehr …)

DIHK-Studie fordert verlässlichen Fahrplan für den Wasserstoffhochlauf

Eine neue Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt, dass der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland langsamer voranschreitet als geplant. Trotz ambitionierter Klimaziele fehlen vielerorts wirtschaftliche Anreize, verlässliche Rahmenbedingungen und eine abgestimmte Infrastruktur. Die Analyse leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen bis 2040 ab. (mehr …)

IDEEMATEC präsentiert Agri-PV-Tracker mit Erntemodus

Der deutsche Trackerhersteller IDEEMATEC hat auf der Intersolar Europe 2026 seinen L:TEC Agri-PV-Tracker vorgestellt. Das System wurde erstmals in einer großformatigen Outdoor-Ausstellung präsentiert und soll die gleichzeitige Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für Pflanzenbau und Solarstromerzeugung ermöglichen.

(mehr …)

Bundestag verabschiedet Gebäudemodernisierungsgesetz – Kritik hält an

Der Bundestag hat das umstrittene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verabschiedet, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzt. Künftig dürfen beim Heizungstausch wieder Öl- und Gasheizungen eingebaut werden. Gleichzeitig werden die Fördermittel für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizsysteme reduziert.

(mehr …)

Energie AG startet Bau ihrer größten Agri-PV-Anlage in Oberösterreich

Mit dem Spatenstich in Pennewang hat die Energie AG den Bau ihrer bislang größten Agri-Photovoltaikanlage begonnen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Das Projekt verbindet die Erzeugung erneuerbarer Energie mit der landwirtschaftlichen Nutzung und soll einen weiteren Beitrag zur Energiewende in Oberösterreich leisten. (mehr …)

MaxSolar und Sungrow realisieren netzdienliches Batteriespeicher-Cluster in Bayern

MaxSolar und Sungrow treiben gemeinsam den Ausbau netzdienlicher Batteriespeicher in Bayern voran. Mit dem Projekt Wutzldorf entsteht nach § 11a EnWG das erste netzdienliche Speicherprojekt Bayerns. Die Speicherlösung PowerTitan 2.0 von Sungrow für den 25-MWh-Großspeicher wurde bereits vollständig ausgeliefert, die Inbetriebnahme ist in den kommenden Wochen geplant. (mehr …)

ÖBB und Burgenland Energie nehmen innovative Agri-PV-Anlage für Bahnstrom in Betrieb

Die ÖBB und Burgenland Energie haben in Donnerskirchen die nach eigenen Angaben weltweit erste Agri-Photovoltaikanlage mit Trackersystem zur Erzeugung von 16,7-Hertz-Bahnstrom in Betrieb genommen. Die Anlage verbindet die Produktion erneuerbarer Energie mit landwirtschaftlicher Nutzung und soll einen Beitrag zu einer klimafreundlichen Mobilität leisten.

(mehr …)

Deutschland verfehlt EU-Klimaziele deutlich

Deutschland wird seine Vorgaben im Rahmen der Europäischen Lastenteilungsverordnung (Effort Sharing Regulation, ESR) bis 2030 voraussichtlich deutlich verfehlen. Nach aktuellen Projektionsdaten droht eine kumulierte Überschreitung von rund 255 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten, wie aus einem vom Bundeskabinett verabschiedeten Bericht hervorgeht.

Besonders betroffen sind die Bereiche Verkehr und Gebäude, die nicht unter den europäischen Emissionshandel (ETS I) fallen. Während im Verkehrssektor der Umstieg auf klimafreundliche Antriebe langsamer als erforderlich verläuft, bremsen im Gebäudebereich Verzögerungen bei energetischen Sanierungen und dem Heizungstausch den Emissionsrückgang. Zudem weisen Experten darauf hin, dass neu beschlossene Klimaschutzmaßnahmen ihre Wirkung häufig erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung entfalten.

Nach den EU-Vorgaben müsste Deutschland die überschrittenen Emissionsmengen grundsätzlich durch den Zukauf von Emissionsrechten aus anderen Mitgliedstaaten ausgleichen. Da jedoch zahlreiche EU-Länder ihre ESR-Ziele ebenfalls voraussichtlich nicht erreichen, könnte das Angebot entsprechender Zertifikate knapp werden. Fachleute sehen das bestehende System deshalb zunehmend unter finanziellem und politischem Druck.

Der Expertenrat für Klimafragen fordert Bund und Bundestag auf, zeitnah zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Nach dem reformierten Klimaschutzgesetz muss sich der Bundestag künftig regelmäßig mit der Einhaltung der europäischen Klimavorgaben befassen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen beschließen.

(Quelle: 23.07.2026 Tagesspiegel)

Branche kritisiert EEG-Novelle und Netzpaket

Die geplante EEG-Novelle und das neue Netzpaket aus dem Bundeswirtschaftsministerium stoßen bei der Erneuerbaren-Branche auf deutliche Kritik. Verbände wie der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) sehen die geplanten Regelungen als erhebliches Risiko für den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie.

Ein zentraler Kritikpunkt ist die vorgesehene Pflicht zur Direktvermarktung für kleinere Photovoltaikanlagen. Betreiber neuer Dachanlagen sollen nach einer Übergangsphase ihren Strom selbst vermarkten müssen. Nach Einschätzung der Branche fehlen dafür bislang geeignete Marktstrukturen und wirtschaftliche Anreize für Kleinanlagen.

Kritisch bewertet wird zudem die geplante Regelung für netzbedingte Abschaltungen neuer Wind- und Solarparks in Regionen mit Netzengpässen. Trotz bereits vorgenommener Anpassungen befürchten Investoren weiterhin erhebliche und schwer kalkulierbare Erlösausfälle. Die Verbände warnen, dass damit das Risiko unzureichender Netzkapazitäten einseitig auf die Anlagenbetreiber verlagert werde, anstatt den Netzausbau zu beschleunigen.

Auch das Gesetzgebungsverfahren selbst stößt auf Kritik. Die Verbändeanhörung erfolgte mit einer sehr kurzen Frist während der Sommerpause, was von mehreren Akteuren als unzureichend für eine sorgfältige Bewertung angesehen wird.

Nach Einschätzung des BSW-Solar könnten die geplanten Regelungen den Ausbau der Photovoltaik insbesondere in Regionen mit bereits bestehenden Netzengpässen deutlich bremsen. Die Branche fordert daher Nachbesserungen, um Investitionssicherheit zu gewährleisten und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien nicht zu gefährden.

(Quelle 22.07.2026 Tagesspiegel)

<< Zurück zu "Alle Meldungen"