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Umfrage: Bundesregierung unternimmt nicht genug gegen Erhitzung der Erde

Umfrage: Bundesregierung unternimmt nicht genug gegen Erhitzung der Erde

(Quelle: BSW-Solar, 20.11.2018)

Nur 21% der Bundesbürger ist der Ansicht, dass die Bundesregierung genug unternimmt, um die Erhitzung der Erde zu bremsen. 62% der Bundesbürger ist der Meinung, dass die Bundesregierung zu wenig für den Ausbau der Solarenergie unternimmt. Das ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov, die der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. am 20.11.2018 in Berlin vorgestellt hat.

„Die Erwartungen der Menschen an die Politik sind klar: mehr Klimaschutz und mehr Solarenergie“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft. Im Gegensatz zu den Wünschen der Wählerinnen und Wähler stehe das derzeit im Bundestag beratene Energiesammelgesetz und die darin vorgesehenen Einschnitte bei der Förderung von Solardächern. Nach dem derzeit im Bundestag diskutierten Entwurf des Energiesammelgesetzes soll die Förderung für größere Solardächer bereits zum Jahreswechsel außerplanmäßig um rund 20 Prozent gekürzt werden. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde 2012 sogar festgeschrieben, dass die Förderung von Solardächern bei einer installierten Photovoltaik-Leistung von 52 Gigawatt – entspricht rund 8 Prozent des Stromverbrauchs – gestoppt wird. Nur 6 Prozent der Bevölkerung halten das für richtig. Der Solardeckel könne bereits 2020 erreicht werden, so der Solarverband. „Union und SPD sollten eine Politik machen, die den Ausbau der Photovoltaik ermöglicht – nicht behindert“, sagt Carsten Körnig. „Dazu braucht es neben einem ambitionierten Ausbauziel für die Photovoltaik und einem Abbau der Hindernisse Vertrauensschutz und Augenmaß bei der Energie- und Förderpolitik.“ Der sogenannte 52-Gigawatt-Förderdeckel sei aus der Zeit gefallen und selbst für von der Regierung beauftrage Experten nicht nachvollziehbar, wie aus dem EEG-Erfahrungsbericht hervorgeht. Demnach werde dieser Förderstopp unweigerlich einen Markteinbruch zur Folge haben.

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