Agri-PV-Gewächshaus steigert Salaterträge deutlich
Agri-PV-Gewächshaus steigert Salaterträge deutlich
Ein internationales Forschungsteam hat ein neuartiges Agri-Photovoltaik-Kaltgewächshaus entwickelt, das den Anbau von Kulturpflanzen mit der Erzeugung von Solarstrom kombiniert. Erste Feldversuche in Kanada zeigen, dass sich durch das System günstige Mikroklimata schaffen lassen, die das Pflanzenwachstum deutlich verbessern.
Für das Projekt wurden Transportkisten ehemaliger E-Ladestationen zu Kaltgewächshäusern umgebaut und mit 55 % transparenten, bifazialen Cadmiumtellurid-Dünnschichtmodulen ausgestattet. Die Forschenden testeten dabei verschiedene Modulfarben sowie eine neutrale Variante. Insgesamt erreichte jedes System eine installierte Leistung von 204 W.
Im Freilandversuch mit Römersalat erzielten alle Agri-PV-Systeme höhere Erträge als die Referenzfläche ohne Überdachung. Die besten Ergebnisse lieferten die neutralen Module mit einer bis zu 300 % höheren Biomasse. Auch grüne, rote und blaue Module steigerten die Erträge deutlich. Ursache hierfür waren die durch die Module geschaffenen Mikroklimata mit reduzierter Hitzebelastung und günstigeren Wachstumsbedingungen.
Neben der Nahrungsmittelproduktion erzeugt jedes Kaltgewächshaus nach Berechnungen der Forschenden jährlich rund 213 kWh Solarstrom. Das System könnte damit insbesondere in Regionen mit zunehmenden Temperaturextremen eine einfache Möglichkeit bieten, Ernteerträge zu steigern und gleichzeitig erneuerbare Energie bereitzustellen. Die Forschenden untersuchen derzeit den Einsatz des Konzepts für weitere Kulturpflanzen.
(Quelle: 03.07.2026 Solar Energy)
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