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Agri-Photovoltaik

41. PV-Symposium | 03.-05. März 2026 | Kloster Banz, Bad Staffelstein

Das PV-Symposium ist seit Jahren das Austauschforum der angewandten PV-Forschung mit Blick auf das System. Mit dem Motto: Energieversorgung neu denken: PV, Netze, Speicher und Sektorenkopplung stehen vom 03.-05. März 2026 die aktuellen technischen Entwicklungen, regulatorische Weichenstellungen sowie praxisnahe Lösungen für Planung, Montage und Anwendung im Mittelpunkt. Abgerundet wird das Programm durch BIPV, Energiemeteorologie und Qualitätsthemen.

Solarprojektierer Solarmotion realisiert ohne Förderung den Bau drei Agri-Photovoltaikanlagen

Der Solarprojektierer Solarmotion hat in Süddeutschland mit dem Bau von drei Agri-Photovoltaikanlagen begonnen, obwohl viele vergleichbare Projekte derzeit wegen fehlender EU-Genehmigungen ins Stocken geraten sind. Die Anlagen werden ohne zusätzliche staatliche Förderung realisiert und erreichen zusammen eine Leistung von über 15 Megawatt. Sie entstehen auf Ackerflächen in Baden-Württemberg und liefern jährlich große Mengen Solarstrom.

Möglich wird dies durch eine besonders effiziente Projektplanung, moderne Technik und eine durchdachte Vermarktungsstrategie. Zentrale Elemente sind integrierte Batteriespeicher, die eine flexible Einspeisung des Stroms ermöglichen und höhere Erlöse am Strommarkt erlauben. Zusätzlich steigern nachgeführte Modulträger und bifaziale Module den Energieertrag und erleichtern gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen.

Durch diesen Ansatz macht sich das Unternehmen unabhängig von politischen Förderentscheidungen und setzt weiterhin auf Agri-Photovoltaik als Zukunftslösung. Solarmotion verfügt inzwischen über eine umfangreiche Projektpipeline und bietet Beratungen an, um auch scheinbar unwirtschaftliche Projekte neu zu bewerten, weist jedoch darauf hin, dass insbesondere sehr kleine Anlagen wirtschaftlich oft nicht tragfähig sind.

(Quelle: ErneuerbareEnergien, 19.12.2025)

Positionspapier des Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt die Erhöhung des PV-Zubaus bei gleichzeitiger Reduktion von Energiepflanzen

Das Umweltbundesamt kommt zu dem Ergebnis, dass ein schneller und umfangreicher Ausbau der Solarenergie in Deutschland möglich ist, ohne Natur und Landwirtschaft erheblich zu beeinträchtigen. Um die Ziele des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu erreichen, seien Photovoltaikanlagen auf Freiflächen jedoch notwendig.

Besonders empfohlen wird, den Anbau von Bioenergiepflanzen deutlich zu verringern und stattdessen stärker auf Photovoltaik zu setzen, da diese pro Fläche ein Vielfaches an Strom erzeugt. Ein großes Potenzial sieht das Umweltbundesamt in Agri-Photovoltaik, bei der landwirtschaftliche Nutzung und Stromerzeugung kombiniert werden. Diese Form der Nutzung ermöglicht eine effizientere Flächennutzung und kann gleichzeitig Landwirte vor klimatischen Risiken schützen, indem sie Pflanzen und Tiere vor extremen Wetterereignissen bewahrt. Insgesamt wird darin eine umweltverträgliche und zukunftsfähige Nutzung von Agrarflächen gesehen.

(Quelle: PHOTON, 19.12.2025)

EnBW eröffnet Schnellladepark mit integriertem Photovoltaik-System in Klipphausen

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat in Klipphausen, Sachsen, einen neuen Schnellladepark eröffnet, der direkt an einen Solarpark mit über 1,7 MW Leistung angeschlossen ist. Die Photovoltaikanlagen befinden sich auf den Dächern von fünf lokalen Fabrikhallen.

Der Ladepark bietet derzeit 20 Ladepunkte mit Leistungen von bis zu 400 kW, die E-Fahrzeuge in rund 15 Minuten auf bis zu 400 Kilometer Reichweite bringen können. Die Anlage ist auf eine Erweiterung auf bis zu 40 Ladepunkte ausgelegt, um steigender Nachfrage gerecht zu werden. Überschüssiger Solarstrom wird ins Netz eingespeist, während bei Mehrbedarf Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen wird.

Der Standort in Klipphausen ist bereits der vierzehnte EnBW-Ladepark in ostdeutschen Bundesländern. EnBW plant, künftig weitere Ladeparks direkt an Photovoltaik- und andere nachhaltige Stromerzeugungsanlagen anzuschließen und so das größte Schnellladenetz Deutschlands weiter auszubauen – von aktuell über 7.000 Ladepunkten auf mehr als 20.000 bis 2030.

(Quelle EnBW 24.10.2025)

Inbetriebnahme neuer 17,4 MW Agri-PV-Anlage am Flughafen Frankfurt

Am Flughafen Frankfurt hat Fraport an der Startbahn West eine Photovoltaikanlage mit senkrecht stehenden Modulen in Betrieb genommen. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 17,4 Megawatt und soll nach Angaben des Installationsunternehmens Next2Sun rund 17,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Die erzeugte Solarenergie wird vorrangig für die Terminalklimatisierung und die Versorgung der wachsenden Flotte an Elektrofahrzeugen am Flughafen genutzt.

Die bifacialen Module ermöglichen eine besonders effiziente Stromproduktion, da sie sowohl direktes als auch reflektiertes Licht nutzen. Fraport plant, den Flughafen Frankfurt bis 2045 CO₂-neutral zu betreiben, wobei der Ausbau erneuerbarer Energien einen zentralen Hebel darstellt. Bereits heute stammen etwa 90 Prozent des Strombedarfs aus Grünstrom, unter anderem durch kleinere Windstromkontingente. Ab Mitte 2026 wird ein Power-Purchase-Agreement mit EnBW für 85 Megawatt grüne Leistung greifen, womit der gesamte Strombedarf des Konzerns am Standort Frankfurt vollständig aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden soll.

Die senkrecht installierten Module wurden zuvor in einer Demonstrationsanlage getestet, um Wartung, Grünflächenpflege und Leistungsfähigkeit der Technologie zu prüfen, was positive Ergebnisse erbrachte.

(Quelle: Fraport 24.10.2025)

Agri-Photovoltaikanlage soll Strom für bis zu 40.000 Haushalte liefern

In der Gemeinde Schönefeld im Landkreis Dahme-Spreewald entsteht in den kommenden Monaten eine der größten Agri-Photovoltaikanlagen Deutschlands. Das Projekt vereint die Stromerzeugung durch Solarmodule mit der landwirtschaftlichen Nutzung derselben Fläche.

Nach jahrelanger Planung haben am Donnerstag die Bauarbeiten begonnen. Entlang der südlichen Landebahn des Flughafens BER werden Solarpaneele installiert, die auf etwa drei Meter hohen Ständern montiert sind. Dadurch bleibt der Raum unter den Modulen für Ackerbau oder Tierhaltung nutzbar. Die Anlage erstreckt sich über rund 70 Hektar und bietet neben der Stromproduktion auch Vorteile für die Landwirtschaft: Sie spendet Schatten und schützt die Pflanzen vor Extremwetter wie Hagel.

„Der besondere Vorteil liegt darin, dass bis zu 95 Prozent der Fläche weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden können“, erklärte Richard Härtel, Projektleiter beim Berliner Unternehmen Elysium Solar. „Dadurch haben wir einen höheren Stromertrag und erzeugen Strom auch an den Tagesrandzeiten.“ Mit einem Reihenabstand von elf Metern sei ausreichend Platz vorhanden, um weiterhin konventionelle Landmaschinen einzusetzen.

Die Inbetriebnahme der Anlage ist für April geplant. Dann soll sie Strom für bis zu 40.000 Haushalte liefern. Zum Einsatz kommt eine neuartige Technologie: Die Solarmodule sind beweglich und folgen dem Sonnenstand im Tagesverlauf, um den Energieertrag zu maximieren.

Landesbauernpräsident Henrik Wendorff sieht in Agri-Photovoltaikanlagen eine vielversprechende zusätzliche Einkommensquelle für landwirtschaftliche Betriebe. „Das eröffnet völlig neue Perspektiven“, sagte er. Allerdings müsse sich erst noch zeigen, ob die landwirtschaftliche Nutzung zwischen den Solarmodulen genauso effizient bleibt wie bisher. „Ich bin aber zuversichtlich, dass sich diese Kombination langfristig bewährt“, so Wendorff weiter. Auch Projektleiter Richard Härtel betonte: „Wir bringen diese Anlagen nun flächendeckend in die Landschaft – bisher handelte es sich meist um kleinere Pilotprojekte.“ Der Trend zur Agri-Photovoltaik nehme derzeit besonders im Süden Deutschlands deutlich Fahrt auf.

(Quell: RBB vom 19.09.2025)

Agri-Photovoltaik-Anlage mit 76 Megawatt in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb genommen

Vattenfall hat Anfang September in Tützpatz in Mecklenburg-Vorpommern eine Agri-Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 76 MW in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von 93 Hektar befinden sich 146.000 bifaziale 550 Watt-Solarmodule des Herstellers GCL und versorgen über 240 Sungrow SG250 HX String-Wechselrichter das Stromnetz. Der Netzanschluss wird von der Firma Edis bereitgestellt. Hinzu kommt ein Grossbaterrienspeicher mit einer Gesamtleistung von  50,4 Megawatt und 109 Megawattstunden, die noch geplant sind.

Eine Besonderheit: die Realisierung der Anlage kommt ohne EEG-Förderung aus. (mehr …)

Feldenergy erhält über 10 Millionen Euro für Ausbau von Agri-PV-Lösungen

Die Feldenergy GmbH, ein junges Unternehmen mit Fokus auf Agrar-Photovoltaik (Agri-PV), hat erfolgreich eine Seed-Finanzierungsrunde über mehr als 10 Millionen Euro abgeschlossen. Beteiligt sind neben dem führenden Investor HV Capital auch Future Energy Ventures, AENU und Angel Invest. Mit den Mitteln will das Start-up sein Team vergrößern und die Weiterentwicklung sowie den Roll-out seiner Lösungen beschleunigen.

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Monitoringbericht zur Energiewende: Ergebnisse, Maßnahmenvorschläge und Kritik

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den aktuellen Monitoringbericht zur Energiewende vorgestellt. Die Analyse zeigt: Während die Photovoltaik bis 2030 ihr Ziel von 215 GW erreichen könnte, droht die Windenergie ihre Ausbauziele deutlich zu verfehlen. Der Strombedarf wird auf 600–700 TWh geschätzt, könnte aber durch E-Mobilität und Industrie deutlich höher ausfallen, der Handlungsdruck bleibt damit hoch. Bundesministerin Katherina Reiche präsentierte zehn Maßnahmen für eine marktorientierte, kosteneffiziente Weiterentwicklung der Energiewende. Umweltverbände und Oppositionsparteien kritisieren jedoch, die Vorschläge könnten den Ausbau der Erneuerbaren bremsen und neue fossile Abhängigkeiten schaffen. Der Bericht macht damit deutlich: Die Energiewende steht an einem entscheidenden Scheideweg.

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Vattenfall eröffnet mit 76 MWp Deutschlands größten Agri-PV-Park in Tützpatz

Am 10. September wurde in Tützpatz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ein Meilenstein der Energiewende gesetzt: Mit einer Nennleistung von 76 Megawatt (MWp) ging dort der aktuell größte deutsche Agri-PV-Park offiziell in Betrieb. Das Projekt zeigt, wie die Kombination von Stromerzeugung und landwirtschaftlicher Nutzung neue Perspektiven für den ländlichen Raum eröffnet und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet.

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