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Agri-Photovoltaik

Agri-PV: Mehr als nur eine Kostenrechnung – Eine Replik zur Thünen-Studie von SolarInput e.V.

Die kürzlich veröffentlichte Studie von Böhm et al. (2026) zur Wirtschaftlichkeit der Agri-Photovoltaik (Agri-PV) weist aufgrund der Aktualität, Repräsentativität und Validität der verwendeten ökonomischen Einschätzungen eine Divergenz auf, die methodische Zweifel an der Belastbarkeit der Ergebnisse aufwirft.  Wer Agri-PV rein über Investitions- (CAPEX) und Betriebskosten (OPEX) definiert, übersieht den eigentlichen Systemwert dieser Technologie.

Als Netzwerk SolarInput e.V. betrachten wir die Ergebnisse der Studie kritisch, da wesentliche Synergieeffekte und strategische Vorteile unberücksichtigt bleiben:

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EPD-Zertifizierung für Solartracker: Mehr Transparenz und Wettbewerbsvorteile im EU-Markt

Der Solartracker-Hersteller TrinaTracker hat für seine Produktserie FixOrigin eine Environmental Product Declaration (EPD) erhalten und reagiert damit auf steigende Anforderungen an Transparenz und Nachhaltigkeit im Energiesektor. Die durch Bureau Veritas Germany Holding GmbH verifizierte Zertifizierung basiert auf einer Lebenszyklusanalyse und liefert belastbare Daten zu Umweltwirkungen wie CO₂-Emissionen, Energieeinsatz und Ressourcenverbrauch über den gesamten Produktlebenszyklus.

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Neue Entwicklungen im Bereich Moor-PV 1,75 Milliarden Euro für Paludikulturen: Förderprogramm für nasse Landwirtschaft gestartet

Mit einer neuen Förderrichtlinie will Bundesumweltminister Carsten Schneider die nachhaltige Nutzung von Moorflächen in Deutschland deutlich voranbringen. Nach Zustimmung der EU stellt die Bundesregierung bis Ende 2029 rund 1,75 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit, um die Wiedervernässung trockengelegter Moorböden zu fördern.

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Gleiche bis verbesserte Nährstoffqualität und Ertrag von Grünfutterpflanzen unter Agri-PV – Studienergebnisse der University of Minnesota

Eine Studie der University of Minnesota zeigt, dass Agri-Photovoltaik die Qualität von Futterpflanzen für Milchkühe nicht verschlechtert und teilweise sogar verbessern kann.

Untersucht wurden verschiedene Gras- und Leguminosenarten, die unter unterschiedlich konfigurierten Solaranlagen sowie auf Vergleichsflächen ohne PV angebaut wurden. Dabei analysierten die Forschenden sowohl Ertrag als auch Nährstoffgehalt der Pflanzen.

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Österreicher Studie: Agri-PV mit hohem wirtschaftlichen Potenzial bei moderaten Ertragseinbußen

Eine aktuelle Studie von Forschenden der BOKU University und des Federal Institute of Agricultural Economics untersucht das techno-ökonomische Potenzial von Agri-Photovoltaik in Österreich.

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Wie gelingt Second-Life für das Solarmodul

Etwa jedes zweite ausgemusterte Solarmodul kann noch einmal genutzt werden. Das Braunschweiger Startup Better Sol hat ein KI-gestütztes Testsystem entwickelt, mit dem sich sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die elektrische Sicherheit gebrauchter Photovoltaik-Module präzise überprüfen lassen.

Das Unternehmen verfolgt das Ziel, funktionstüchtige Solarmodule vor einer vorzeitigen Entsorgung zu bewahren und so die Menge an Elektroschrott zu reduzieren. Für dieses Konzept wurde Better Sol von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Rahmen ihrer Green-Startup-Förderung mit rund 125.000 Euro unterstützt.

Zur Qualitätsprüfung der gebrauchten Module setzt Better Sol ein teilweise automatisiertes Testsystem ein, das durch eine eigens entwickelte KI-Software ergänzt wird. Zunächst erfolgt eine mehrstufige optische Kontrolle. Dabei werden sowohl sichtbare Schäden als auch jede einzelne Solarzelle genau untersucht. Anschließend wird die tatsächliche Leistung des Moduls getestet. Entscheidend ist dabei, wie viele Watt das Modul im Vergleich zu seiner ursprünglichen Leistung noch erzeugen kann. Zusätzlich wird auch die elektrische Sicherheit gründlich überprüft. (mehr …)

Masterarbeit: Ökobilanzierung von Agri-Photovoltaik in Kombination mit Energiespeichersystemen

Im Rahmen des Abschlusses seines Masterstudiums im Studiengang Erneuerbare Energien Management hat unser Mitarbeiter Leon Bruno Hoffmann im Februar 2026 seine Masterarbeit erfolgreich fertiggestellt. Der Titel der Arbeit lautet: Ökobilanzierung von Agri-Photovoltaik in Kombination mit Energiespeichersystemen – Eine modellhafte Analyse des Umweltfußabdrucks von Agri-Photovoltaik- und Freiflächenanlagen mit Energiespeicherung und Wasserstoffnutzung in Thüringen.

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Agri-PV schützt Salat vor extremer Hitze

Wissenschaftler haben in einem ungewöhnlich heißen kanadischen Sommer unter 13 verschiedenen Arten von PV-Modulen Bio-Römersalat angebaut. Ihre Analyse ergab, dass die Salaterträge im Vergleich zu unbeschatteten Kontrollpflanzen um über 400 % gestiegen sind.

Eine Forschungsgruppe der kanadischen Western University hat die Leistungsfähigkeit von Bio-Römersalat, einer hitzeempfindlichen Kulturpflanze, unter einer Vielzahl von agrivoltaischen Bedingungen untersucht. Der Test wurde im Sommer 2025 in London, Ontario, durchgeführt, wo an 18 Tagen Temperaturen über 30 °C herrschten.

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41. PV-Symposium | 03.-05. März 2026 | Kloster Banz, Bad Staffelstein

Das PV-Symposium ist seit Jahren das Austauschforum der angewandten PV-Forschung mit Blick auf das System. Mit dem Motto: Energieversorgung neu denken: PV, Netze, Speicher und Sektorenkopplung stehen vom 03.-05. März 2026 die aktuellen technischen Entwicklungen, regulatorische Weichenstellungen sowie praxisnahe Lösungen für Planung, Montage und Anwendung im Mittelpunkt. Abgerundet wird das Programm durch BIPV, Energiemeteorologie und Qualitätsthemen.

Solarprojektierer Solarmotion realisiert ohne Förderung den Bau drei Agri-Photovoltaikanlagen

Der Solarprojektierer Solarmotion hat in Süddeutschland mit dem Bau von drei Agri-Photovoltaikanlagen begonnen, obwohl viele vergleichbare Projekte derzeit wegen fehlender EU-Genehmigungen ins Stocken geraten sind. Die Anlagen werden ohne zusätzliche staatliche Förderung realisiert und erreichen zusammen eine Leistung von über 15 Megawatt. Sie entstehen auf Ackerflächen in Baden-Württemberg und liefern jährlich große Mengen Solarstrom.

Möglich wird dies durch eine besonders effiziente Projektplanung, moderne Technik und eine durchdachte Vermarktungsstrategie. Zentrale Elemente sind integrierte Batteriespeicher, die eine flexible Einspeisung des Stroms ermöglichen und höhere Erlöse am Strommarkt erlauben. Zusätzlich steigern nachgeführte Modulträger und bifaziale Module den Energieertrag und erleichtern gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen.

Durch diesen Ansatz macht sich das Unternehmen unabhängig von politischen Förderentscheidungen und setzt weiterhin auf Agri-Photovoltaik als Zukunftslösung. Solarmotion verfügt inzwischen über eine umfangreiche Projektpipeline und bietet Beratungen an, um auch scheinbar unwirtschaftliche Projekte neu zu bewerten, weist jedoch darauf hin, dass insbesondere sehr kleine Anlagen wirtschaftlich oft nicht tragfähig sind.

(Quelle: ErneuerbareEnergien, 19.12.2025)

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