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Agri-Photovoltaik

Monitoringbericht zur Energiewende: Ergebnisse, Maßnahmenvorschläge und Kritik

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den aktuellen Monitoringbericht zur Energiewende vorgestellt. Die Analyse zeigt: Während die Photovoltaik bis 2030 ihr Ziel von 215 GW erreichen könnte, droht die Windenergie ihre Ausbauziele deutlich zu verfehlen. Der Strombedarf wird auf 600–700 TWh geschätzt, könnte aber durch E-Mobilität und Industrie deutlich höher ausfallen, der Handlungsdruck bleibt damit hoch. Bundesministerin Katherina Reiche präsentierte zehn Maßnahmen für eine marktorientierte, kosteneffiziente Weiterentwicklung der Energiewende. Umweltverbände und Oppositionsparteien kritisieren jedoch, die Vorschläge könnten den Ausbau der Erneuerbaren bremsen und neue fossile Abhängigkeiten schaffen. Der Bericht macht damit deutlich: Die Energiewende steht an einem entscheidenden Scheideweg.

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Vattenfall eröffnet mit 76 MWp Deutschlands größten Agri-PV-Park in Tützpatz

Am 10. September wurde in Tützpatz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ein Meilenstein der Energiewende gesetzt: Mit einer Nennleistung von 76 Megawatt (MWp) ging dort der aktuell größte deutsche Agri-PV-Park offiziell in Betrieb. Das Projekt zeigt, wie die Kombination von Stromerzeugung und landwirtschaftlicher Nutzung neue Perspektiven für den ländlichen Raum eröffnet und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet.

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Floating PV: Nachhaltige Energieerzeugung auf dem Wasser – Neuer Leitfaden des Fraunhofer ISE

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat einen umfassenden Leitfaden zur schwimmenden Photovoltaik (Floating PV) veröffentlicht, um die Markteinführung dieser Technologie zu unterstützen. Dieser bietet praxisnahe Empfehlungen sowie Informationen über das Potenzial schwimmender Photovoltaikanlagen, den aktuellen Technologiestand und den rechtlichen Rahmen. Zudem enthält der Leitfaden Hinweise zur Planung und zum Betrieb von FPV-Anlagen und analysiert deren Nachhaltigkeitspotenzial. Der Leitfaden stützt sich auf Erkenntnisse aus den Projekten »PV2Float« und »FPV4Resilience«, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) sowie das Leistungszentrum Nachhaltigkeit Freiburg (LZN).

Der Leitfaden gibt einen Überblick über die Technologie und deren Potenziale und beschreibt die technischen Komponenten von Floating PV-Anlagen, einschließlich Unterkonstruktionen, PV-Modulen und Wechselrichtern. Darüber hinaus werden neue Ansätze zur Optimierung der Energieerzeugung und zur Minimierung ökologischer Auswirkungen vorgestellt.

»Neben den technologischen Entwicklungen vermittelt der Leitfaden aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen und beantwortet auch Fragen zur Wirtschaftlichkeit von Floating PV-Projekten«, so Karolina Baltins, Gruppenleiterin für PV-Kraftwerke am Fraunhofer ISE. Der Leitfaden richtet sich an Kommunen, Unternehmen, Stadtwerke, Energieversorger sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Potenzial der Technologie

Floating PV-Anlagen, die auf künstlichen Gewässern wie Bagger- und Stauseen installiert werden, haben in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen. Die installierte Gesamtleistung stieg von 10 Megawatt im Jahr 2014 auf über 7,7 Gigawatt im Jahr 2023. Die Technologie bietet nicht nur eine effiziente Nutzung von Wasserflächen, sondern trägt auch zur Reduzierung des Flächenbedarfs an Land bei, was besonders in dicht besiedelten Regionen von Vorteil ist.

In Deutschland gibt es zahlreiche künstliche Gewässer, die sich technisch für die Nutzung schwimmender PV-Anlagen eignen. Besonders vielversprechend erscheinen zum einen industriell genutzte Gewässer, wie Kies- und Baggerseen, da hier der solare Strom direkt zur Dekarbonisierung der Industrie beiträgt. Betrachtet man insbesondere die Umweltverträglichkeit, hat zum anderen die Nachnutzung vormals industriell genutzter Flächen wie stillgelegte, geflutete Tagebauseen ein hohes Potenzial. Schätzungen zufolge könnte die installierbare Leistung bei einer Flächenabdeckung von 15 Prozent zwischen 13,7 und 19,1 Gigawatt liegen.

Nachhaltigkeit der Floating PV-Technologie

Ein zentraler Teil des Leitfadens ist die Analyse des Nachhaltigkeitspotenzials der Floating PV-Technologie. Durch die Installation solcher Anlagen auf Wasserflächen können Landressourcen geschont und gleichzeitig die Energieproduktion gesteigert werden. Um die Nachhaltigkeit der neuen Technologie ganzheitlich zu bewerten, umfasst die Analyse ökologische, wirtschaftliche und soziale Dimensionen.

 

Quelle Fraunhofer ISE vom 15. Juli 205)

Studie zeigt, dass PV-Freiflächenanlagen artenreiches Grünland hervorbringen können

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) hat eine Studie veröffentlicht, die aufzeigt, wie Photovoltaik genutzt werden kann, um Biodiversität zu fördern.

Grünland ist ein essentieller Lebensraum für etwa 40% der gefährdeten Farn- und Blütenpflanzenarten (822 Arten) und 2.000 Pflanzenarten insgesamt in Deutschland. Grünland unter Photovoltaik-Freiflächenanlagen zu kultivieren, bietet daher Synergiepotentiale für Grünlandökosysteme. Resilienz als ein zunehmend wichtiges Kriterium zur Gestaltung eines Bewirtschaftungskonzeptes wird mehr berücksichtigt, da abiotische Stressoren wie klimabedingte Dürren durch die höhere Artenvielfalt besser ausgeglichen werden können.

Doch Artenreichtum und der Einsatz chemischer Pestizide, Düngemittel u.Ä. schließt sich aus. Solarparks verzichten auf die Verwendung dieser externen Inputs und fördern damit auch durch aktive Unterlassung schädlicher landwirtschaftlicher Praktiken die Biodiversität des Grünlandes.

Damit verbunden sind auch Anforderungen an den Solarpark. Die Modultische sollten schmal sein, die Abstände zwischen den Modulpanelen, den Modulreihen und Unterkanten der Module zum Boden müssen ausreichend dimensioniert sein. Hinzu kommt die Erfordernis, dass Freiflächen eingeplant werden.

Die Anlage und Pflege eines artenreichen Grünlandes unter einem Solarpark unter Einhaltung der notwendigen Kriterien wird in dem Leitfaden der KNE erklärt. Der Leitfaden beinhaltet Fragen an das Nutzungskonzept. Diese Fragen beziehen sich auf Vorbereitung der Anlagenfläche, der Einsatz von Maschinen zur Pflege der Grünlandfläche und den Erhalt des Artenbestands.

(Quelle: Solarserver, vom 13.08.2025)

Studie des Fraunhofer ISE: Agri-Photovoltaik in Deutschland mit Potenzial von bis zu 500 GW

Laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) könnte Deutschland bis zu 500 Gigawatt (GW) Photovoltaikleistung auf landwirtschaftlich geeigneten Flächen installieren – und damit das offizielle Ausbauziel von 400 GW bis 2040 deutlich übertreffen. Als wesentliches Hemmnis identifiziert die Studie allerdings den derzeit unzureichenden Netzausbau.

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Partnerschaftliche Zusammenarbeit als entscheidendes Kriterium für die Realisierung von Agri-Photovoltaik – Erkenntnisse aus einem Interview

In einem Interview mit einem Vertreter von CAV Partners, einem Beratungs- und assetmanagement-Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien, wird erörtert, welche Voraussetzungen eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Investoren ausmacht.

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Agrivoltaics World Conference: kritische Diskussionen um Studienergebnisse

Die Doppelnutzung der landwirtschaftlichen Fläche zur Erzeugung von solarer Energie wirft immer wieder die Frage auf, mit welchen Erträgen, sowohl landwirtschaftlich als auch energiewirtschaftlich zu rechnen ist.

Auf der Agrivoltaics World Conference, die heute endet, werden in einem Rahmen von 450 Teilnehmenden aus Industrie, Landwirtschaft und Forschung diese und weitere Fragen zu neuesten Entwicklungen der Agriphotovoltaik diskutiert. Dieses Jahr findet die Konferenz in Freiburg statt und wird erneut von Connexio-PSE organisiert.

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Agrivoltaics World Conference 2025 – Juli 1-3 in Freiburg

 

Die 6. AgriVoltaics World Conference findet vom 01. bis 03. Juli 2025 in Freiburg, Deutschland, statt.

Die AgriVoltaics World Conference bietet hochrangigen wissenschaftlichen Austausch und großartige Vernetzungsmöglichkeiten für Forscher aus den Bereichen PV und Landwirtschaft (einschließlich Biologie und Hydrologie) sowie für diejenigen, die „dazwischen“ arbeiten; Unternehmen wie Hersteller von PV-Modulen, Montagesystemen und Trackern, EPC-Unternehmen, Erzeuger erneuerbarer Energien sowie Landmaschinenhersteller und Saatgutproduzenten; ökologische Anbauverbände, landwirtschaftliche Verbände und ähnliche Interessengruppen sowie Politik- und Finanzexperten, die offen für innovative und zukunftsweisende Ideen sind!

Hard Facts

Wann: 01. – 03.07.2025

Wo: Freiburg im Breisgau

Programm hier

Anmeldung hier

 

Agrivoltaics World Conference 2025, 1.-3. Juli in Freiburg

Vom 1.-5 Juli können sich Interessierte der Agri-PV für die hybrid ausgerichtete Agrivoltaics World Conference 2025 in Freiburg anmelden.

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Agri-Photovoltaik-Anlage über südtiroler Apfelplantage in Betrieb – und wissentschaftlich begleitet.

Ein Forschungsprojekt der zentralen EU-Forschungsprogramme Horizon Europe mit dem Titel „Symbiosyst“ wurde realisiert. In der Gemeinde Auer in Südtirol entstand eine Agri-PV-Anlage über einer Apfelplantage mit einer Leistung von 70 Kilowatt. Diese wurde am 26.05. in Betrieb genommen. Sie umfasst eine Fläche von 3.000 Quadratmetern, 13 Reihen und integriert PV-Module mit unterschiedlichen Transparenzgraden oberhalb breiterer und schmälerer Apfelbaumreihen. Um gute Wachstumsbedingungen bieten zu können, ist die Anlage hoch aufgeständert, wobei die Rotationsachse 4,80 Meter über dem Boden liegt. Das Tragwerk des Unternehmens Convert Italia/ valmont Solar wurde mit besonderem Augenmerk auf seine Witterungsbeständigkeit getestet. Als Stahl wurde daher Cortenstahl verbaut, der auch farblich für Obstgärten von Vorteil ist und die Module im Windkanal gegenüber hohen Windgeschwindigkeiten geprüft.

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