Wasserstoff
Veröffentlichung Wasserstoffleitfäden des h2-well Markthubs
Im Rahmen des Projekts h2-well Markthub wurden umfassende Wasserstoff-Leitfäden entwickelt. Diese stehen auf der Webseite des SolarInput e.V. sowie über die H2-Thek zum Download bereit.
Die Leitfäden entstanden im Projektzeitraum von März 2023 bis Dezember 2025 in enger Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern – der Bauhaus-Universität Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Ziel der Ausarbeitung ist die verständliche Aufbereitung und Vermittlung zentraler Ergebnisse sowie konkreter Empfehlungen für Thüringen und darüber hinaus.
Inhaltlich befassen sich die Leitfäden mit folgenden Sektoren: Grüner Kalk, Abwasserreinigung, Wärmeversorgung, Stahlindustrie sowie Schwerlastverkehr und Logistik.
H2med: Kommerzielle Inbetriebnahme der Pipelines im Jahr 2032
Im Rahmen von H2med sind zwei Pipelines geplant, die die Wasserstoffinfrastruktur in Europa ausbauen sollen. Die Leitung CelZa (Celorico–Zamora) soll Portugal und Spanien verbinden, BarMar (Barcelona–Marseille) soll zwischen Spanien, Frankreich und Deutschland verlaufen. Im Jahr 2025 hat die Initiative diverse Förderungen erhalten. Für das Jahr 2026 sind die Unterzeichnung unverbindlicher Absichtserklärungen sowie eine kommerzielle Entwicklungsvereinbarung vorgesehen.
Die Initiative H2med hat den Ausbau eines europaweiten Wasserstoffkorridorszum Ziel. Der Korridor wird von fünf Unternehmen aus vier europäischen Ländern entwickelt, darunter der deutsche Energieversorger Open Grid Europe GmbH, der spanische Netzbetreiber Enagás SA, die französischen Gastransporteure Natran SA und Teréga SA sowie der portugiesische Fernleitungsnetzbetreiber Redes energéticas nacionais S.A.
Mittlerweile zählt die Initiative 49 Mitglieder aus der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette.
Abnehmer in Deutschland und Frankreich
Der Wasserstoffkorridor hat eine Länge von etwa 6.000 Kilometern, von denen 35 Prozent aus umgenutzten Pipelines bestehen. Er soll die Produktionszentren in Portugal und Spanien mit den Abnehmern in Deutschland verbinden. Frankreich will sowohl Produzent als auch Abnehmer sein.
Portugal und Spanien sollen durch die Leitung CelZa verbunden werden, die vom portugiesischen Celorico da Baeira bis zum spanischen Zamora verläuft. Die zweite Pipeline ist BarMar, die das spanische Barcelona und das französische Marseille verbinden werde. Sie soll sich bis zum Übergangspunkt in Medelsheim erstrecken, wo das französische Netz an das deutsche Wasserstoff-Kernnetzangeschlossen werde.
Die Unternehmen sehen eine Kapazität von zwei Millionen Tonnen Wasserstoff pro Jahr vor.
Teile des Korridors auf PCI-Liste
Gefördert wird H2med sowohl von den nationalen Regierungen als auch von der Europäischen Union. So wurden zum zweiten Mal Teile des Korridors in die PCI-Liste aufgenommen. PCI sollen zum Ausbau der Infrastruktur des europäischen Energienetzes beitragen und haben einen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nutzen für zwei oder Mitgliedstaaten.
Zudem wurden im Jahr 2025 CEF-E-Fördervereinbarungen unter anderem für BarMar und CelZa unterzeichnet (H2News berichtete). Insgesamt konnten mehr als ein Drittel der bereitgestellten Mittel für Projekte entlang des H2med-Korridors in Höhe von insgesamt 97,2 Millionen Euro vergeben werden.
Machbarkeitsstudien umgesetzt
Im Rahmen der Initiative wurden im November 2025 geophysikalische Prospektionskampagnen abgeschlossen. Dazu gehörten auch technische Analysen, die im Anschluss an geophysikalische Vermessungskampagnen durchgeführt wurden.
Insbesondere die Kampagnen aus den Jahren 2024 und 2025 haben laut Unternehmensangaben bestätigt, dass der geplante Korridor für die BarMar-Wasserstoffpipeline aus technischer Sicht realisierbar ist. Somit konnte das Datum der kommerziellen Inbetriebnahme von BarMar und CelZa auf das Jahr 2032 gelegt werden.
Marktanforderungen im Fokus
Um den Korridor entsprechend den Marktanforderungen zu bauen, wollen H2med und interessierte Unternehmen Anfang 2026 unverbindliche Absichtserklärungen unterzeichnen. Die Erklärungen sollen dabei helfen, die Bedürfnisse der Produzenten und Abnehmer besser einzuschätzen.
Im zweiten Quartal 2026 ist eine kommerzielle Entwicklungsvereinbarung vorgesehen, die den Weg für den kommerziellen Betrieb des Korridors ebnen soll. Zur Ausarbeitung der Vertragsbedingungen werde Ende 2026 eine Tarifschätzung veröffentlicht. Anfang 2027 ist die Allokierung der Kapazitäten und die Veröffentlichung des Term Sheets geplant.
Quelle: H2-News vom 25.02.2026
Erstes wasserstoffbetriebenes Luftheizsystem in Offenbach in Betrieb
Im Februar 2026 hat die Hyting GmbH ein 10-kW-Luftheizsystem in Betrieb genommen, das mit Wasserstoff betrieben wird. Der Kunde des Projekts ist die Flusys GmbH. Die Anlage basiere auf einem katalytischen Verfahren und sei mit einer Wärmepumpe zu einem hybriden Heizsystem kombiniert.
Das Technologieunternehmen Hyting hat Anfang Februar 2026 eine Anlage für den Industrieanlagenanbieter Flusys in Betrieb genommen. Nach Unternehmensangaben handelt es sich dabei um das weltweit erste katalytische, wasserstoffbetriebene Luftheizsystem im Einsatz. Die Anlage befindet sich in der Produktionsstätte von Flusys in Offenbach.
Das 10-kW-Heizsystem beheize einen rund 1.000 Kubikmeter großen Produktionsbereich mithilfe von Wasserstoff. Der Wasserstoff werde von einem nahe gelegenen Lieferanten bezogen.
Hybrides Heizsystem mit Wärmepumpe
Die Technologie sei mit einer Wärmepumpe zu einem hybriden Heizsystem kombiniert. Während die Wärmepumpe die Grundlast abdecke, übernehme die Anlage die Spitzenlast bei erhöhter Wärmenachfrage oder niedrigen Außentemperaturen.
Nach Angaben des Unternehmens lässt sich die Anlage auch mit weiteren Wärmequellen kombinieren, etwa mit industrieller Abwärme. Das modulare Designermögliche zudem die Kombination mehrerer Einheiten zur Erhöhung der Nennleistung.
Katalytisches Verfahren als Grundlage
Die Technologie basiere auf einem flammenlosen, katalytischen Verfahren. Dabei reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft und setzt Wärme frei. Bei dieser Reaktion entstehen keine CO₂-, NOx- oder Feinstaubemissionen. Das einzige Nebenprodukt ist Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit.
Dauerlauftest und Zertifizierung
Hyting gibt an, dass ein 2.500-Stunden-Dauerlauftest der Technologie durch einen technischen Dienstleister abgeschlossen wurde. Bei dem Test, der zehn Jahre Realbetrieb simuliert habe, seien keine Ausfälle oder messbarer Verschleiß an Komponenten aufgetreten (H2News berichtete). Zudem verfüge die Anlage über eine Zertifizierung gemäß Gasgeräteverordnung und sei damit für den Feldtestbetrieb zugelassen.
Quelle: H2-News vom 24.02.2026
Fertigstellung H2-well Markthub
Am 01. März 2023 startete das Projektvorhaben „h2-well Markthub“ in der zweiten Förderphase des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten WIR!-Projekts h2-well – Wasserstoffquell- und Wertschöpfungsregion Main-Elbe-Link. Das Projekt lief bis zum 31. Dezember 2025.
Die SolarInput übernahm die Rolle des Projektkoordinators im Verbund mit der Bauhaus-Universität Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Ziel des h2-well Markthubs war der Aufbau eines zentralen Knotenpunktes für eine dezentrale, grüne Wasserstoffwirtschaft. Hierzu wurde eine digitale und analoge Plattform geschaffen, die als Informations-, Austausch- und Diskussionsraum für regionale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft dient.
Im Rahmen der Projektlaufzeit wurden zahlreiche inhaltliche und organisatorische Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählten unter anderem Expertenpanels in Form von Interviews, umfangreiche Deskrecherchen zu Marktregularien auf europäischer, Bundes- und Landesebene sowie die Erstellung einer Akteurslandkarte, die in den digitalen Markthub integriert wurde. Die digitale Plattform wurde kontinuierlich mit Inhalten befüllt und weiterentwickelt.
Darüber hinaus wurden verschiedene Veranstaltungsformate realisiert, darunter ein Runder Tisch zur Wärmewende mit Wasserstoff in Nordhausen sowie die Veröffentlichung erster Projektergebnisse beim Bürgerenergieforum in Jenaund an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der digitale Markthub wurde im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 11. September in der IHK offiziell vorgestellt. Ergänzend wirkte das Projekt an der Woche des Wasserstoffs mit.
Mit dem h2-well Markthub wurde damit eine nachhaltige Grundlage für Vernetzung, Wissenstransfer und zukünftige Aktivitäten im regionalen Wasserstoffökosystem geschaffen.
Auf der H2-Thek kann sich ein Eindruck über die Erkenntnisse und Ergebnisse verschafft werden.
Besondere Aufmerksamkeit sollte den Akteurslandkarten und die Leitfäden gewidmet werden.
Zugang zur H2-Thek finden Sie hier.
Viel Spaß beim durchstöbern,
Ihr SolarInput-Team
Wasserstoff-Wirtschaft in Thüringen: Globale Hemmnisse, nationale Potentiale und regionale Handlungsempfehlungen
Unter dem Titel „Wasserstoff-Wirtschaft in Thüringen: Globale Hemmnisse, nationale Potentiale und regionale Handlungsempfehlungen“ präsentieren Fabian Pflügler, Anna Mehlis und Stephan Humbert vom h2-well Markthub aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Projekt im öffentlichen Forschungskolloquium des Arbeitsbereichs Arbeits- und Wirtschaftssoziologie am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Der Vortrag beleuchtet die komplexen Zusammenhänge zwischen globalen Entwicklungen, nationalen Rahmenbedingungen und den spezifischen Möglichkeiten für dezentrale Wasserstoffstrukturen in unserer Region. Weitere Informationen finden Sie in der H2Thek.
Datum: Donnerstag, 5. Februar 2026, 18:00–20:00 Uhr
Ort: Fürstengraben 1, Video-Aufnahmeraum im 2.OG, 07743 Jena
Onlineteilnahme: https://uni-jena-de.zoom-x.de/j/69068010723
(Meeting-ID: 690 6801 0723| Kenncode: 486293)

Wood Mackenzie sieht Wasserstoff in 2026 vor einem „Jahr der Entscheidung“
Wood Mackenzies Marktprognose für Wasserstoff für das Jahr 2026 geht davon aus, dass Wasserstoff nicht-biologischen Ursprungs an Bedeutung gewinnen und Ammoniak-Cracker kommerzielle Größenordnung erreichen werden, prognostiziert jedoch einen Rückgang des Marktes im Nahen Osten und die Aufgabe der industriellen Wasserstoffvorgaben durch die EU.
Wood Mackenzie hat fünf Prognosen für den globalen Wasserstoffmarkt im Jahr 2026 veröffentlicht.
Der Bericht „Wasserstoff: 5 Dinge, auf die man 2026 achten sollte” der Analysten besagt, dass nach dem Optimismus von 2024 und der ernüchternden Realität von 2025 das Jahr 2026 ein „Jahr der Abrechnung für den Wasserstoffsektor” sein wird, das von einer „grundlegenden Neubewertung der Triebkräfte der Projektwirtschaft” geprägt sein wird.
„Projekte kommen dort voran, wo Politik und Absatz übereinstimmen, und kommen dort zum Stillstand, wo eines von beiden ungewiss bleibt”, erklärte Murray Douglas, Vizepräsident für Wasserstoff- und Derivateforschung bei Wood Mackenzie. „2026 wird sich zeigen, welche Wasserstoffmärkte tragfähig sind und welche nur auf politischen Ambitionen beruhen.”
Die Weichen für die Wasserstoffproduktion gestellt
Lubmin soll sich zu einem zentralen Drehkreuz für Wasserstoff entwickeln und damit eine wichtige Rolle für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland spielen. Eine ehemalige Nord-Stream-Pipeline soll künftig Wasserstoff bis in den Raum Berlin transportieren.
Am 11. Dezember im Industriehafen von Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) lodert noch eine große Flamme über dem Gelände. Mithilfe einer meterhohen Heißgasfackel werden die letzten Reste Erdgas aus der OPAL-Pipeline verbrannt. Diese Leitung war früher Teil des Nord-Stream-Projekts, soll jedoch künftig Wasserstoff in Richtung Berlin transportieren und dort in das geplante bundesweite Wasserstoffkernnetz eingespeist werden. Dieses Netz soll mit einer Gesamtlänge von mehr als 9.000 Kilometern Wasserstoff durch ganz Deutschland leiten.
Nahe der Fackel haben sich an diesem Morgen mehrere Mitarbeiter des Pipeline-Betreibers Gascade versammelt. In neongelben Jacken und weißen Schutzhelmen beobachten sie gespannt den Moment, in dem der Wasserstoff das verbleibende Erdgas aus der Leitung verdrängt. Rund 140 Kilometer entfernt, im brandenburgischen Schönermark bei Schwedt, wird der Wasserstoff in die Pipeline eingespeist. Schrittweise vermischt er sich mit dem Erdgas, bis dieses vollständig aus der Leitung gedrückt ist. In Lubmin wird die Flamme dann unsichtbar – denn Wasserstoff verbrennt farblos und ist nur noch mit einer Wärmebildkamera erkennbar. (mehr …)
NTPC nimmt solar-wasserstoffbasiertes Mikronetz in Indien in Betrieb
NTPC hat ein eigenständiges Solar-Mikronetzsystem entwickelt, das Wasserstoff als Speichermedium nutzt, um das ganze Jahr über rund um die Uhr 200 kW Strom zu liefern. Das System wurde als Ersatz für Dieselgeneratoren an netzfernen Standorten der Armee konzipiert und bietet eine zuverlässige und nachhaltige Stromversorgung selbst unter rauen Winterbedingungen, bei denen die Temperaturen in 4.500 Metern Höhe auf bis zu –40 °C fallen können.
Der staatliche indische Stromerzeuger NTPC gab bekannt, dass er eine 3,7-MW-Solaranlage in Betrieb genommen hat, die ein wichtiger Bestandteil des auf Solarenergie, Wasserstoff und Batteriespeichersystemen (BESS) basierenden Mikronetzprojekts in Chushul, Ladakh, Nordindien, ist.
Das Projekt wurde gemeinsam von NTPC und der indischen Armee entwickelt. Das Mikronetz umfasst eine 3,7-MW-Solar-PV-Anlage zur Stromversorgung der 200-kW-Last und zur Wasserstofferzeugung, einen Protonenaustauschmembran-Elektrolyseur (PEM) zur Wasserstofferzeugung, Wasserstoffspeicheranlagen, ein Batterie-Energiespeichersystem (BESS) für die kurzzeitige kontinuierliche Stromversorgung und den Notbetrieb sowie ein Brennstoffzellensystem, das 200 kW elektrische Leistung erzeugen kann.
NTPC stellte fest, dass das Projekt trotz des schwierigen Geländes in großer Höhe in einer Rekordzeit von acht Monaten in Betrieb genommen wurde.
Das solar- und wasserstoffbasierte Mikronetz wird die derzeit an abgelegenen Standorten der Armee verwendeten Dieselgeneratoren ersetzen, wodurch die CO2-Emissionen reduziert werden und eine sauberere, zuverlässigere Energieversorgung für die Region ermöglicht wird. Durch die Unterstützung der lokalen Produktion und Nutzung von grüner Energie macht das Projekt den Transport von Kraftstoff aus den Ebenen überflüssig, stärkt die Energiesicherheit und verringert die logistischen Belastungen, so der indische Energieversorger.
Pro drei erzeugten Energieeinheiten wird ein Liter Diesel eingespart, der sonst zu diesen abgelegenen Standorten im Himalaya transportiert werden müsste.
„NTPC hat ein eigenständiges Mikronetz entwickelt, das Wasserstoff als Speichermedium nutzt, um zu jeder Tageszeit und das ganze Jahr über 200 kW Strom zu liefern. Mit einer Lage auf 4.500 m Höhe, wo die Temperaturen im Winter auf bis zu –40 °C fallen, ist dies das weltweit einzigartigste Projekt seiner Art“, erklärte das Unternehmen. „Sobald es voll funktionsfähig ist, dürfte es einen wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung des Verteidigungssektors in Höhenregionen darstellen.“
Quelle PV Magazin vom 01.12.2025
Industrie vor radikalem Wandel – Wasserstoff kommt trotz Startproblemen
Chemie, Düngemittel, Stahl und Glas stehen vor einem tiefgreifenden Wandel ihrer Produktionsprozesse. Nach Einschätzung von Forschenden wird Wasserstoff bis 2050 eine zentrale Rolle übernehmen – sowohl als Energieträger für industrielle Hochtemperaturprozesse als auch als Ersatz fossiler Rohstoffe. Das Projekt Transhyde zeigt diese Entwicklung auf und warnt zugleich vor falschen Investitionen. Europa könne noch eine wirtschaftliche Wasserstoffversorgung aufbauen, so ein Forschungskonsortium – allerdings nur, wenn innerhalb der nächsten fünf Jahre entscheidende Weichen richtig gestellt werden.
Vor allem die Industrie, künftig größter Wasserstoffabnehmer, steht vor einer umfassenden Transformation. Wie sich diese in einzelnen, für Deutschland wichtigen Branchen vollziehen könnte, beschreibt die neue Systemanalyse des Projekts Transhyde, die am Freitag veröffentlicht wird. An dem Projekt sind unter anderem Fraunhofer-Institute, Hochschulen, die Dechema und die Forschungsstelle für Energiewirtschaft beteiligt.
Europa prognostiziert bis 2040 Investitionen in Höhe von 240 Milliarden Euro für Wasserstoffnetze
Die Europäische Kommission gab bei der Vorstellung ihres Europäischen Netzpakets bekannt, dass bis 2040 1,2 Billionen Euro für die Stromnetze der EU benötigt werden, darunter 240 Milliarden Euro für Wasserstoffnetze. Das Paket enthält Pläne zur Stärkung der grenzüberschreitenden Infrastrukturplanung, zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren, zur Verbesserung der Kosten- und Nutzenverteilung sowie zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Sicherheit. Darüber hinaus kündigte die Kommission eine vereinfachte Genehmigung für 100 Wasserstoff- und Elektrolyseurprojekte in ganz Europa an. Unabhängig davon genehmigte die Kommission auch ein italienisches staatliches Beihilfeprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zur Erweiterung der Produktionskapazitäten für saubere Technologien, einschließlich der Unterstützung der industriellen Dekarbonisierung durch Elektrifizierung, Energieeffizienz und erneuerbaren oder strombasierten Wasserstoff. „Dies kann durch Elektrifizierung, Energieeffizienz und die Umstellung auf erneuerbaren und strombasierten Wasserstoff geschehen, der bestimmte Bedingungen erfüllt, mit erweiterten Möglichkeiten zur Unterstützung der Dekarbonisierung industrieller Prozesse, die auf aus Wasserstoff gewonnene Brennstoffe umgestellt werden“, erklärte die europäische Exekutive.
Quelle PV Magazin vom 12.12.25
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