Wasserstoff
Metallhydrid-Speicher erweitert Wasserstoffforschung in Braunschweig
Am Forschungsflughafen Braunschweig wurde ein neuer Metallhydrid-Speicher für Wasserstoff installiert. Die Technologie ermöglicht es, Wasserstoff in speziellen Metallstrukturen zu binden und dadurch platzsparend sowie langfristig bei vergleichsweise niedrigem Druck zu speichern. Neben einer hohen Speicherdichte bietet das Verfahren auch Vorteile hinsichtlich Sicherheit und Handhabung. (mehr …)
Cyanobakterien als Wasserstofffabrik: Forschende entwickeln neuen Ansatz für grünen Wasserstoff
Ein internationales Forschungsteam der Universität Kassel, der Ruhr-Universität Bochum und der Universidade Nova de Lisboa hat eine neue Methode entwickelt, um die biologische Wasserstoffproduktion mithilfe von Cyanobakterien deutlich zu verbessern. Die in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie International Edition veröffentlichte Studie könnte langfristig einen Beitrag zur nachhaltigen Herstellung von grünem Wasserstoff leisten. (mehr …)
Energiewende im Untergrund: Große Wasserstoffspeicher in Bayern möglich
Bayern verfügt über ein bislang unterschätztes Potenzial zur geologischen Speicherung von Wasserstoff und könnte damit künftig eine wichtige Rolle in der Wasserstoffwirtschaft einnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine laufende Studie der Technische Universität München in Zusammenarbeit mit der Montanuniversität Leoben im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Der Zwischenbericht zeigt, dass insbesondere geologische Formationen im Alpenvorland große Mengen Wasserstoff aufnehmen könnten. Die Untersuchung läuft noch bis 2027.
Cottbus testet erste Wasserstoffbusse im Öffentlichen Nahverkehr
Der ÖPNV-Betreiber „Cottbusverkehr“ betreibt erstmals Wasserstoffbusse im regulären Linienverkehr im Einsatz. Zunächst werden vier Fahrzeuge des Typs Kite Hydroliner unter Alltagsbedingungen getestet, um Erkenntnisse zu Reichweite, Betrieb und Betankung zu gewinnen.
Förderbescheide für Brennstoffzellenbusse
Das Bundesverkehrsministerium (BMV) hat Förderbescheide an Verkehrsunternehmen im ganzen Land überreicht, darunter auch an die Ruhrbahn, die rund 11,6 Millionen Euro (13,7 Millionen US-Dollar) für die Anschaffung von 52 modernen Brennstoffzellenbussen erhält. „Wasserstoff bietet große Reichweiten, kurze Betankungszeiten und große betriebliche Flexibilität, insbesondere in dicht vernetzten Regionen“, sagte Geschäftsführer Ahmet Avsar und kommentierte die Auswirkungen auf das Ruhrgebiet. Seit 2025 sind im Einsatzgebiet der Ruhrbahn 19 wasserstoffbetriebene Linienbusse im Einsatz, weitere sieben werden bis Ende 2026 erwartet.
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Quelle: PV Magazin vom 27.02.2026
Wasserstoffgasturbine ohne Kompressor in Karlsruhe entwickelt
Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben mit einer kompressorlosen Wasserstoffgasturbine einen neuen Laufzeitrekord aufgestellt. Der Brenner, der mit einer Verbrennungstechnologie mit Druckverstärkung ausgestattet ist, lief 303 Sekunden lang und übertraf damit den bisherigen Rekord der NASA von 250 Sekunden. „Diese Leistung setzt neue Maßstäbe für den Einsatz von Wasserstoff in der Energieversorgung“, erklärte das KIT und fügte hinzu, dass das Team Anfang dieses Jahres erstmals erfolgreich Strom mit einer Wasserstoff-Gasturbine ohne mechanischen Kompressor erzeugt habe.
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Quelle: PV Magazin vom 27.02.26
„Solarbatterie“ liefert bei Bedarf Wasserstoff aus Sonnenenergie – Copolymer ermöglicht eine zeitlich flexible Energienutzung
Forscher aus Jena haben in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anorganische Chemie I der Universität Ulm ein Material entwickelt, das Sonnenenergie mehrere Tage lang speichern und als Wasserstoff wieder abgeben kann. „Man kann sich das als eine Kombination aus Solarzelle und Batterie auf molekularer Ebene vorstellen“, sagte Sven Rau, der Leiter des deutschen Instituts. Die Forscher nutzten ein wasserlösliches, redoxaktives Copolymer zur temporären Speicherung von Energie bzw. Elektronen. Copolymere sind Makromoleküle, die aus verschiedenen organischen Bausteinen bestehen und ein stabiles Gerüst bilden, das mit funktionellen Einheiten mit verstärkter Redoxaktivität ausgestattet ist. Das System erreicht einen Ladewirkungsgrad von über 80 % und hält diesen Zustand mehrere Tage lang aufrecht. Durch Zugabe einer Säure und eines Wasserstoffentwicklungs-Katalysators verbinden sich die gespeicherten Elektronen mit Protonen, um bei Bedarf Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von 72 % zu erzeugen.
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Quelle: PV Magazin vom 27.02.26
The Hydrogen Stream: Das 220-MW-ACES-Projekt in Utah steht kurz vor der Fertigstellung
Laut HydrogenPro steht das 220-MW-ACES-Delta-Projekt in Utah kurz vor der Fertigstellung; alle Elektrolyseure laufen bereits unter Volllast, während der Hub Wasserstoff in Salzkavernen speichern wird, deren Energiekapazität zwei- bis dreimal so groß ist wie die aller netzgebundenen Batterien in den USA zusammen.
HydrogenPro teilte mit, dass das 220-MW-ACES-Projekt in Utah, USA, kurz vor der Fertigstellung steht. HydrogenPro ist der exklusive Lieferant der Elektrolyseure. „Dieses Projekt ist eines der weltweit größten Projekte für erneuerbaren Wasserstoff und wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Stromversorgung Kaliforniens haben“, erklärte das norwegische Unternehmen und fügte hinzu, dass alle 40 Elektrolyseure in allen Anlagen bereits unter Volllast laufen. Der Advanced Clean Energy Storage Hub (ACES Delta) wird gemeinsam von Chevron New Energies Company und Mitsubishi Power entwickelt, um täglich bis zu 100 Tonnen grünen Wasserstoff zu produzieren und zu speichern. Der Wasserstoff wird in zwei Salzkavernen mit einer Energiekapazität von jeweils 150 Gigawattstunden (GWh) gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist. „Der Energy Hub verfügt über eine Speicherkapazität, die zwei- bis dreimal so groß ist wie die aller netzgekoppelten Batteriespeicheranlagen in den gesamten Vereinigten Staaten zusammen“, so HydrogenPro.
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Quelle: PV Magazin vom 27.02.2026
Veröffentlichung Wasserstoffleitfäden des h2-well Markthubs
Im Rahmen des Projekts h2-well Markthub wurden umfassende Wasserstoff-Leitfäden entwickelt. Diese stehen auf der Webseite des SolarInput e.V. sowie über die H2-Thek zum Download bereit.
Die Leitfäden entstanden im Projektzeitraum von März 2023 bis Dezember 2025 in enger Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern – der Bauhaus-Universität Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Ziel der Ausarbeitung ist die verständliche Aufbereitung und Vermittlung zentraler Ergebnisse sowie konkreter Empfehlungen für Thüringen und darüber hinaus.
Inhaltlich befassen sich die Leitfäden mit folgenden Sektoren: Grüner Kalk, Abwasserreinigung, Wärmeversorgung, Stahlindustrie sowie Schwerlastverkehr und Logistik.
H2med: Kommerzielle Inbetriebnahme der Pipelines im Jahr 2032
Im Rahmen von H2med sind zwei Pipelines geplant, die die Wasserstoffinfrastruktur in Europa ausbauen sollen. Die Leitung CelZa (Celorico–Zamora) soll Portugal und Spanien verbinden, BarMar (Barcelona–Marseille) soll zwischen Spanien, Frankreich und Deutschland verlaufen. Im Jahr 2025 hat die Initiative diverse Förderungen erhalten. Für das Jahr 2026 sind die Unterzeichnung unverbindlicher Absichtserklärungen sowie eine kommerzielle Entwicklungsvereinbarung vorgesehen.
Die Initiative H2med hat den Ausbau eines europaweiten Wasserstoffkorridorszum Ziel. Der Korridor wird von fünf Unternehmen aus vier europäischen Ländern entwickelt, darunter der deutsche Energieversorger Open Grid Europe GmbH, der spanische Netzbetreiber Enagás SA, die französischen Gastransporteure Natran SA und Teréga SA sowie der portugiesische Fernleitungsnetzbetreiber Redes energéticas nacionais S.A.
Mittlerweile zählt die Initiative 49 Mitglieder aus der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette.
Abnehmer in Deutschland und Frankreich
Der Wasserstoffkorridor hat eine Länge von etwa 6.000 Kilometern, von denen 35 Prozent aus umgenutzten Pipelines bestehen. Er soll die Produktionszentren in Portugal und Spanien mit den Abnehmern in Deutschland verbinden. Frankreich will sowohl Produzent als auch Abnehmer sein.
Portugal und Spanien sollen durch die Leitung CelZa verbunden werden, die vom portugiesischen Celorico da Baeira bis zum spanischen Zamora verläuft. Die zweite Pipeline ist BarMar, die das spanische Barcelona und das französische Marseille verbinden werde. Sie soll sich bis zum Übergangspunkt in Medelsheim erstrecken, wo das französische Netz an das deutsche Wasserstoff-Kernnetzangeschlossen werde.
Die Unternehmen sehen eine Kapazität von zwei Millionen Tonnen Wasserstoff pro Jahr vor.
Teile des Korridors auf PCI-Liste
Gefördert wird H2med sowohl von den nationalen Regierungen als auch von der Europäischen Union. So wurden zum zweiten Mal Teile des Korridors in die PCI-Liste aufgenommen. PCI sollen zum Ausbau der Infrastruktur des europäischen Energienetzes beitragen und haben einen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nutzen für zwei oder Mitgliedstaaten.
Zudem wurden im Jahr 2025 CEF-E-Fördervereinbarungen unter anderem für BarMar und CelZa unterzeichnet (H2News berichtete). Insgesamt konnten mehr als ein Drittel der bereitgestellten Mittel für Projekte entlang des H2med-Korridors in Höhe von insgesamt 97,2 Millionen Euro vergeben werden.
Machbarkeitsstudien umgesetzt
Im Rahmen der Initiative wurden im November 2025 geophysikalische Prospektionskampagnen abgeschlossen. Dazu gehörten auch technische Analysen, die im Anschluss an geophysikalische Vermessungskampagnen durchgeführt wurden.
Insbesondere die Kampagnen aus den Jahren 2024 und 2025 haben laut Unternehmensangaben bestätigt, dass der geplante Korridor für die BarMar-Wasserstoffpipeline aus technischer Sicht realisierbar ist. Somit konnte das Datum der kommerziellen Inbetriebnahme von BarMar und CelZa auf das Jahr 2032 gelegt werden.
Marktanforderungen im Fokus
Um den Korridor entsprechend den Marktanforderungen zu bauen, wollen H2med und interessierte Unternehmen Anfang 2026 unverbindliche Absichtserklärungen unterzeichnen. Die Erklärungen sollen dabei helfen, die Bedürfnisse der Produzenten und Abnehmer besser einzuschätzen.
Im zweiten Quartal 2026 ist eine kommerzielle Entwicklungsvereinbarung vorgesehen, die den Weg für den kommerziellen Betrieb des Korridors ebnen soll. Zur Ausarbeitung der Vertragsbedingungen werde Ende 2026 eine Tarifschätzung veröffentlicht. Anfang 2027 ist die Allokierung der Kapazitäten und die Veröffentlichung des Term Sheets geplant.
Quelle: H2-News vom 25.02.2026
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