Wasserstoff
Anmeldung zum 5. Mitteldeutschen Wasserstoffkongress am 21. August 2025
Zur zentralen Wasserstoffveranstaltung der Region erwartet die rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein spannendes Programm rund um die Themenkomplexe Infrastruktur, Leuchtturmprojekte sowie Förderung und Finanzierung von grünem Wasserstoff. Freuen Sie sich auf hochkarätig besetzte Sessions und Podiumsdiskussionen.
Datum & Ort
21. August 2025 (10:00-17:00 Uhr)
Volkspark | Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
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Die Anmeldung zum 5. Mitteldeutschen Wasserstoffkongress ist ab sofort über die Ticket-Plattform Eveeno möglich. Dort finden Sie alle weiteren Informationen zur Veranstaltung.
Kosten der Wasserstoffproduktion bleiben hoch
Nach Einschätzung der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) sind die bislang von der Internationalen Energieagentur und dem Wuppertal-Institut genannten Wasserstoff-Gestehungskosten von 2,50 bis 4,50 Euro pro Kilogramm deutlich zu niedrig angesetzt – sie erscheinen nahezu „idealisiert“. Basierend auf eigenen Berechnungen und Gesprächen mit Projektentwicklern geht die FfE kurzfristig von Kosten in Höhe von 9,80 Euro pro Kilogramm aus. Selbst im Jahr 2040 rechnet das Münchner Institut noch mit einem Preis von rund 7,40 Euro pro Kilogramm.
Diese Zahlen stammen aus einer aktuellen Analyse der FfE, die dem Tagesspiegel Background vorab vorliegt. Ein wesentlicher Grund für die höheren Werte seien laut FfE deutlich unterschätzte Investitionskosten. In bisherigen Studien würden häufig indirekte Aufwendungen außer Acht gelassen – beispielsweise für Projektmanagement, Detailplanung, Flächenerschließung, Installation der Elektrolyseure sowie für Mess- und Regeltechnik. Auch Systemkosten blieben oft unberücksichtigt: beim Strom etwa für Netzanschlüsse, Transformatoren und Gleichrichter, beim Gas für Leitungen und Kompressoren. Hinzu kommen notwendige Wasserleitungen zu den Elektrolyseanlagen, die ebenfalls nicht in allen Berechnungen enthalten sind.
Weiter Informationen finden Sie hier
(Quelle: Tagesspiegel vom 24.06.25)
Eröffnung einer Elektrolyseur-Gigafactory in Erfurt
ANDRITZ hat seine neue Elektrolyseur-Gigafactory in Erfurt, Deutschland, im Beisein von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt eröffnet.
Die neue Anlage hat eine anfängliche Produktionskapazität von etwa einem Gigawatt – dies entspricht etwa 160 bis 200 Elektrolyseuren pro Jahr. Am Standort werden bereits seit März dieses Jahres Schlüsselkomponenten für die Erzeugung von grünem Wasserstoff hergestellt, darunter Elektrolyse-Stacks und Phasenseparatoren, die im Anschluss einem Drucktest und einer Qualitätskontrolle unterzogen werden. Je nach Kundennachfrage lässt sich die Ausbringung flexibel hochskalieren.
Ministerpräsident Mario Voigt erklärte anlässlich der Eröffnung: „Die Entscheidung von ANDRITZ für Erfurt ist vorausschauend: Der Standort überzeugt mit Infrastruktur, Fachkräften und einem starken industriellen Umfeld. Dieses Projekt ist ein klares Signal für Wertschöpfung und Zukunftssicherheit in Thüringen. Als ‚Grünes Herz Deutschlands‘ bietet unser Freistaat beste Voraussetzungen für industrielle Innovation. Wasserstoff ist dabei mehr als ein Energieträger – er ist Speicher und ein Katalysator für industrielle Erneuerung. Als eine der ersten Einrichtungen dieser Art in Thüringen und eine der großen Produktionsstandorte von Elektrolyseuren in Deutschland unterstreicht die neue Gigafactory die Rolle von ANDRITZ bei der Entwicklung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in Europa.“
Grüner Wasserstoff Import aus Afrika nicht preiswerter als aus Europa
Um Europas Bedarf an grünem Wasserstoff zu decken, setzen Politik und Wirtschaft auf eine Produktion in Afrika. Eine von der Technischen Universität München (TUM) geleitete Studie kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass die Finanzierungskosten für Produktionsanlagen in vielen afrikanischen Ländern deutlich höher sind als bisher angenommen. Von den rund 10.000 untersuchten Standorten gelten lediglich etwa zwei Prozent – also rund 200 – als wettbewerbsfähig für den Export nach Europa. Diese befinden sich in Algerien, Kenia, Mauretanien, Marokko, Namibia und dem Sudan. Die Studie berücksichtigt allerdings nur nationale Sicherheitsrisiken. Da viele potenziell geeignete Standorte in politisch instabilen Regionen liegen, könnte sich die Zahl tatsächlich nutzbarer Standorte weiter verringern.
Mehr Information finden Sie hier.
(Quelle: Photon.info vom 03.06.25)
Bauhaus Universität Weimar lädt zur Woche des Wasserstoffs
Die Bauhaus Universität Weimar lädt zur Fachveranstaltung Digitalisierung und Antriebswende im öffentlichen Verkehr, am 26. und 27. Juni 2025.
Die 1,5-tägige Fachveranstaltung findet im offiziellen Rahmen der Woche des Wasserstoffs statt und richtet sich an Fachleute aus dem ÖPNV, der Verwaltung, Forschung, Politik und Technologiebranche. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen rund um die Digitalisierung und Antriebswende im öffentlichen Verkehr. Neben spannenden Fachvorträgen zum Thema Antriebswende, Rohstofflieferketten und Wasserstoffbedarf im ÖPNV erwartet die Teilnehmenden u. a. eine Fahrt mit dem Wasserstoffbrennstoffzellenbus der SWG Weimar sowie eine Führung über den Busbetriebshof, inkl. H2-Tankstelle und H2-Werkstatt.
Alle Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung finden Sie hier:
👉 Zukunftswerkstatt
Das detaillierte Programm zur Veranstaltung wird auf der Veranstaltungsseite in Kürze veröffentlicht.
Grüner Wasserstoff für Ghana: EXI-Projekt GH2GH nimmt Pionieranlage in Betrieb
Am 20. Februar 2025 wurde in Tema, Ghana, feierlich das erste grüne Wasserstoffsystem Westafrikas in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil eines Mini-Grids auf dem Bildungscampus „Don Bosco“ in der Hafenstadt und beinhaltet neu installierte Wasserstoff- und Brennstoffzellenkomponenten.
Mehr als 100 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft nahmen an der Eröffnungsfeier teil und konnten den Betrieb der innovativen Anlage live miterleben. Ziel des Systems ist es, eine vollständig regenerative und zuverlässige Energieversorgung am Standort zu gewährleisten.
Der deutsche Botschafter in Ghana, Daniel Krull, betonte in seiner Rede die Relevanz des Projekts. Es sei ein bedeutendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ghana im Bereich erneuerbarer Energien und ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen, emissionsfreien Energiezukunft. Auch die ghanaische Energy Commission hob hervor, dass Wasserstofftechnologien künftig eine Schlüsselrolle in der nationalen Energiepolitik spielen sollen.
Prof. Dr.-Ing. Semih Severengiz von der Hochschule Bochum, Projektleiter von GH2GH, erklärte, dass das System nicht nur eine technologische Neuerung sei, sondern vor allem dem Aufbau lokaler Fachkompetenzen diene. Durch praxisorientierte Schulungsangebote sollen langfristig die Voraussetzungen für eine nachhaltige Energieversorgung vor Ort geschaffen werden.
EU-Kommission stellt Rückforderungsklausel für Solarpaket I
Trotz drängeder Frist bis zum Ende des Jahres 2026 um das Eneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu novellieren, müssen zunächst von der EU-Kommission vorgegebene Rückzahlungsverpflichtungen nicht nur durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) zu einer adäquaten Anpassung der EEG-Novelle vorgelegt, sondern auch vom Bundestag abgesegnet werden. Die 2024 beschlossene EEG-Novelle müsste vom Parlament neu verhandelt werden.
Wasserstoff-Potenzial-Atlas entwickelt
Das Fraunhofer ISE hat in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern einen Wasserstoff-Potenzial-Atlas entwickelt.
Der Wasserstoff-Potenzial-Atlas bietet eine räumlich differenzierte Darstellung geeigneter Standorte für die Wasserstoffproduktion. Dabei werden verschiedene Szenarien und Geschäftsmodelle berücksichtigt. Die Projektpartner analysierten insbesondere das Potenzial für Wasserstoffanwendungen in der Industrie sowie im Verkehrssektor – mit Fokus auf Bus- und Zugverbindungen. Zudem flossen die regionale Verfügbarkeit erneuerbarer Energien sowie die Verwertungsmöglichkeiten der bei der Elektrolyse entstehenden Nebenprodukte, Sauerstoff und Wärme, in die Bewertung ein. So kann beispielsweise der Sauerstoff in Kläranlagen genutzt werden, während die entstehende Abwärme in lokale Wärmenetze eingespeist oder für industrielle Prozesse verwendet werden kann.
Hier kann der der Wasserstoff-Potenzial-Atlas eingesehen werden: https://www.h2-powerd.de/
Quelle: H2-powerd, vom 16.05.2025)
BMWK veröffentlicht Weißbuch Wasserstoffspeicher
Das BMWK hat das Weißbuch Wasserstoffspeicher veröffentlicht. Es konkretisiert die im Rahmen der Konsultation des Grünbuchs Wasserstoffspeicher aufgeworfenen Themenfelder Speicherbedarfe und potenziale. Das Weißbuch geht auf die Forderungen der Branche nach einer Beschleunigung von Planungs und Genehmigungsverfahren und einem langfristig planbaren Marktdesign ein. Außerdem setzt es sich mit der Fördernotwendigkeit zur Überwindung der mit der Unsicherheit verbundenen Investitionsrisiken im Markthochlauf auseinander.
Das Weißbuch sowie die Rückmeldungen der Branche hierzu können so die Grundlage für die Arbeit der Bundesregierung in der 21. Legislaturperiode in diesem Bereich bilden.
Den Link zum Weißbuch Wasserstoffspeicher finden Sie hier.
(Quelle: BMWK veröffentlicht Weißbuch Wasserstoffspeicher, vom 17.04.25)
Niedersachsen fordert Wasserstoff-Infrastruktur-Offensive vom Bund
Niedersachsen drängt die Bundesregierung, den Aufbau einer Hafen- und Transportinfrastruktur für Wasserstoff und seine Derivate schneller voranzutreiben. In einem Antrag für die nächste Ministerpräsidentenkonferenz fordert das Land konkrete Förderprogramme, bundeseinheitliche Regelungen sowie ein zügiges Wasserstoff-Zertifikatesystem.
Als potenzieller Hauptstandort für Seeimporte sieht Niedersachsen dringenden Handlungsbedarf – auch auf EU-Ebene. Der Bund solle, analog zum Netzausbau, die gesamte Import- und Verteilinfrastruktur als „überragend öffentliches Interesse“ einstufen.
Im Koalitionsvertrag bekennen sich CDU/CSU und SPD zum Ausbau der Wasserstoff-Importwege, inklusive der Anbindung aller deutschen und europäischen Häfen.
(Quelle: Tagesspiegel 30.04.2025)
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