Menü

Amerikanische Umweltbehörde streicht 7 Milliarden Dollar für Zugang und Förderung von Solarstrom

Amerikanische Umweltbehörde streicht 7 Milliarden Dollar für Zugang und Förderung von Solarstrom

Die US Umweltbehörde, die Environmental Protection Agency (EPA), aktuell unter Leitung von Lee Zeldin, widerruft 7 Milliarden Dollar, die in der Biden-Regierung zugesichert wurden, um 900.000 Privat-Haushalte von Mehrausgaben für ihre Stromrechnungen über 400 Dollar jährlich, respektive 33 Dollar pro Monat zu entlasten.

Die Förderung war unter dem Förderprogramm „Solar for All“ im Juni 2023 herausgekommen und hatte das Ziel, Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen zu entlasten, indem ihnen der Zugang zu bezahlbarer, nachhaltiger und zuverlässiger solarer Energie ermöglicht werden sollte. Insgesamt hätten 4 Gigawatt elektrischer Energie benachteiligten Gemeinden zukommen können. Bis heute wurden bereits 53 Millionen US-Dollar für das Förderprogramm ausgegeben. Die Zahlungen und Verträge sollen jetzt jedoch aufgekündigt werden, obwohl Prognosen davon ausgingen, dass die Einsparungen der Haushalte in der Gesamtheit auf ein Jahr gerechnet mehr als 350 Millionen US-Dollar betragen würden. Die angenommenen, kumulierten Einsparungen für ein Solarprojekt mit einer Standard-Laufzeit über 25 Jahre werden mit 8 Milliarden US-Dollar angegeben.

Die Ersparnisse, auf die die Haushalte verzichten müssen, sind nur eine Auswirkung dieser Entscheidung der Trump-Regierung. Höhere Strompreise und Jobverluste werden zudem erwartet. Die Solar-Programme hätten demgegenüber tausende Jobs generieren können. Eine Erhöhung der Strompreise stellt für 5 Millionen Haushalte eine beträchtliche finanzielle Belastung dar. Bei Betrachtung der klimaschädlichen CO2-Emissionen und deren Äquivalenten fällt auf, dass auch dieser gesamtgesellschaftliche Auftrag um potenzielle 30 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verfehlt werden könnte. Zum Vergleich: dies entspräche laut EPA den Emissionen von 7 Millionen Fahrzeugen des Individualverkehrs.

Dieser Boykott ist allerdings ein Streitpunkt und eine abschließende Entscheidung wurde noch nicht getroffen. Der Beauftragte für Rechtsstreitigkeiten des Southern Environmental Law Centers, Kym Meyer, sieht einen Rechtsstreit mit Vertretern der Trump-Regierung vor, sollten diese die notwendige Förderung weiterhin ersatzlos abbauen.

(Quelle: pv magazine, 13.08.2025)

<< Zurück zu "Alle Meldungen"