Bundesregierung reformiert Nationalen Wasserstoffrat
Bundesregierung reformiert Nationalen Wasserstoffrat
Die Bundesregierung hat eine Reform des Nationalen Wasserstoffrats (NWR) beschlossen und passt das Gremium damit an die nächste Phase des Wasserstoffhochlaufs an. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem technische und regulatorische Grundlagen geschaffen wurden, sollen künftig wirtschaftliche Aspekte stärker in den Mittelpunkt rücken.
Mit der Neuausrichtung wird die wirtschaftliche Expertise des Rates ausgebaut, das Mandat auf Wasserstoffderivate und weitere klimafreundliche Moleküle erweitert sowie die Zusammenarbeit mit den Prioritäten der Bundesregierung verstärkt. Gleichzeitig wird die Gremienstruktur verschlankt, um effizientere und praxisnähere Empfehlungen zu ermöglichen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, dass der Fokus nun stärker auf dem erfolgreichen Markthochlauf liegen müsse. Der Rat solle die Entwicklungen in der Wasserstoffwirtschaft eng begleiten und Impulse für den Aufbau tragfähiger Geschäftsmodelle liefern. Auch die beteiligten Ressorts für Verkehr, Forschung, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit unterstrichen die Bedeutung des Gremiums für die weitere Entwicklung der deutschen Wasserstoffstrategie.
Künftig soll der Nationale Wasserstoffrat noch stärker Erfahrungen aus Industrie, Wissenschaft und Gesellschaft bündeln und Empfehlungen für die praktische Umsetzung des Wasserstoffhochlaufs erarbeiten. Dabei stehen insbesondere die Dekarbonisierung von Industrie und Verkehr, die Versorgungssicherheit sowie die internationale Zusammenarbeit im Fokus.
Die bisherigen Mitgliedschaften enden zum 30. Juni 2026. Auf Grundlage der neuen Satzung, die am 1. Juli 2026 in Kraft tritt, sollen zeitnah neue Mitglieder berufen werden. Mit der Reform will die Bundesregierung den Nationalen Wasserstoffrat als zentrales Beratungsgremium für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wasserstoffwirtschaft in Deutschland weiter stärken.
(Quelle: 10.06.2026 BMWE)
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