Bundestag verabschiedet Gebäudemodernisierungsgesetz – Kritik hält an
Bundestag verabschiedet Gebäudemodernisierungsgesetz – Kritik hält an
Der Bundestag hat das umstrittene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verabschiedet, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzt. Künftig dürfen beim Heizungstausch wieder Öl- und Gasheizungen eingebaut werden. Gleichzeitig werden die Fördermittel für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizsysteme reduziert.
Kritik kommt unter anderem von Agora Energiewende. Deutschland-Direktorin Julia Bläsius bezeichnet das Gesetz als „klima- und energiepolitisches Eigentor“. Statt eines verlässlichen Rahmens für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors setze die Bundesregierung mit der vorgesehenen Grüngasquote auf unsichere Annahmen. Für einen klimaneutralen Gebäudebestand seien vielmehr attraktive Strompreise, ein zügiger Ausbau der Strom- und Wärmenetze sowie eine langfristig verlässliche Förderung erforderlich.
Der Weiterbetrieb von Öl- und Gasheizungen soll künftig durch eine schrittweise steigende Grüngasquote bis 2045 ausgeglichen werden. Kritiker bezweifeln jedoch, dass ausreichend klimaneutrale Gase zu wirtschaftlich vertretbaren Preisen verfügbar sein werden. Dadurch könnten Haushalte und Unternehmen langfristig mit höheren Kosten konfrontiert werden.
Auch die Deutsche Umwelthilfe kündigte erneut an, nach Inkrafttreten des Gesetzes Verfassungsbeschwerde einzulegen. Nach Ansicht des Verbands steht das Gesetz im Widerspruch zu den deutschen Klimaschutzzielen.
(Quelle 10.07.2026 Agora, DUH)
<< Zurück zu "Alle Meldungen"