Der weltweit erste Solarpark mit wasserstoffproduzierenden PV-Modulen entsteht in Belgien
Der weltweit erste Solarpark mit wasserstoffproduzierenden PV-Modulen entsteht in Belgien
Ein 2-MW-Solarpark in Wallonien, Belgien, wird auf 50 kW wasserstofferzeugende Solarmodule setzen, die von Solhyd – einem Spin-off der KU Leuven – entwickelt wurden. Die Anlage wird die erste Demonstration der Solhyd-Technologie in einem kommerziell relevanten Maßstab sein.
Ein Konsortium belgischer Unternehmen hat eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um in Wallonien, Belgien, ein Energiesystem mit wasserstoffproduzierenden Solarmodulen zu errichten.Die Anlage, die als weltweit erster Solar-Wasserstoff-Park bezeichnet wird, wird 50 kW wasserstoffproduzierende Solarmodule von Solyhd in einen traditionellen 2-MW-Solarpark integrieren, der an einen Batteriespeicher angeschlossen ist.Die Anlage, die im nächsten Jahr in Betrieb genommen wird, kann sowohl Strom als auch Wasserstoff aus Sonnenenergie erzeugen. Sie soll fünf Jahre lang betrieben werden.Gemäß den Bedingungen der Absichtserklärung ist das in Brüssel ansässige Unternehmen Ether Energy Eigentümer und Betreiber des Projekts, während Solhyd die Wasserstoffmodule liefern und warten wird.
SunBuild ist für die Planung und den Bau des Solar-plus-Speichersystems verantwortlich, während Nippon Gases die Nachbearbeitung, Speicherung und Verteilung des Wasserstoffs übernimmt.Solhyd begann vor über einem Jahrzehnt an der KU Leuven University mit der Entwicklung seiner wasserstoffproduzierenden Module. Die Technologie, die aus einem modularen Design besteht, produziert Wasserstoff direkt aus Sonnenlicht und Luft, ohne dass flüssiges Wasser, seltene Materialien oder eine schwere Netzanbindung erforderlich sind. Es soll in der Lage sein, 250 Liter Wasserstoff pro Tag mit einem Spitzenwirkungsgrad von 15 % zu produzieren.In einer Erklärung von Solhyd heißt es, dass bei zukünftigen Installationen der Anteil der Solhyd-Module im Verhältnis zur Kapazität herkömmlicher Solarmodule steigen wird.
Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2028 ein Projekt mit einer Leistung von 2 MW seiner Module zu realisieren, gefolgt von einer weiteren Einführung in Europa und sonnenreichen Regionen weltweit. Durch die zusätzliche Produktion von grünem Wasserstoff könnten Solarparks neue Einnahmequellen erschließen, Netzüberlastungen reduzieren und ihren Wert in Zeiten niedriger oder negativer Strompreise steigern. Dieses Projekt ist die erste Demonstration in kommerziell relevanter Größenordnung und dient als Referenz für die weitere Einführung“, erklärte Jan Rongé, CEO von Solhyd. „Wir beweisen, dass grüner Wasserstoff auf pragmatische und skalierbare Weise genutzt werden kann. Durch die direkte Nutzung der Sonne senken wir die Kosten und vereinfachen das System drastisch.“
Quelle PV Magazin vom 10.11.25
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