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DIHK-Studie fordert verlässlichen Fahrplan für den Wasserstoffhochlauf

DIHK-Studie fordert verlässlichen Fahrplan für den Wasserstoffhochlauf

Eine neue Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) zeigt, dass der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland langsamer voranschreitet als geplant. Trotz ambitionierter Klimaziele fehlen vielerorts wirtschaftliche Anreize, verlässliche Rahmenbedingungen und eine abgestimmte Infrastruktur. Die Analyse leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen bis 2040 ab.

Zwar ist das geplante Wasserstoff-Kernnetz regulatorisch weit fortgeschritten, doch aufgrund unsicherer Angebots- und Nachfragesignale droht eine zunächst geringe Auslastung. Gleichzeitig fehlen verbindliche Konzepte für regionale Verteilnetze und großskalige Wasserstoffspeicher. Auch die Kosten bleiben eine Herausforderung: Der Großhandelspreis für grünen Wasserstoff liegt derzeit bei über acht Euro pro Kilogramm und wird durch Transport-, Speicher- und Zertifizierungskosten zusätzlich erhöht.

Als wichtigste Sofortmaßnahmen fordert die DIHK eine Reform der europäischen RFNBO-Kriterien, um die Produktion von grünem Wasserstoff wirtschaftlicher zu gestalten. Zudem müsse schnell Klarheit über die Netzentgelte für Elektrolyseure geschaffen sowie ein Book-and-Claim-System eingeführt werden, das den Handel mit den Eigenschaften von grünem Wasserstoff auch ohne flächendeckendes Wasserstoffnetz ermöglicht.

Langfristig empfiehlt die Studie eine verbindliche Wasserstoff-Roadmap, den beschleunigten Aufbau regionaler Verteilnetze sowie eine bessere Verzahnung von Infrastruktur, Regulierung und Förderinstrumenten. Ergänzend sollen gezielte Risikoabsicherungen Investitionen erleichtern und den Markthochlauf beschleunigen.

Nach Einschätzung der Autoren könnte sich ein belastbarer Wasserstoffmarkt ab Mitte der 2030er-Jahre entwickeln – vorausgesetzt, die politischen und regulatorischen Voraussetzungen werden zeitnah geschaffen.

(Quelle: 08.07.2026 DIHK )

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