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ERK-Bericht erhöht Druck auf deutsche Klimapolitik

ERK-Bericht erhöht Druck auf deutsche Klimapolitik

Der Expertenrat für Klimafragen (ERK) sieht Deutschland beim Erreichen der Klimaziele für 2030 nicht auf Kurs. In seinem aktuellen Bericht widerspricht das Gremium den bisherigen Einschätzungen des Umweltbundesamtes (UBA) und geht davon aus, dass die zulässigen Gesamtemissionen bis 2030 um 60 bis 100 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente überschritten werden könnten.

Das Bundesumweltministerium reagierte auf die Einschätzung mit dem Bekenntnis zu einem beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien. Bundesumweltminister Carsten Schneider erklärte, die prognostizierte Überschreitung des Emissionsbudgets sei zwar überschaubar, die Warnungen des Expertenrates würden jedoch ernst genommen und sorgfältig geprüft.

Zugleich betonte Schneider die Bedeutung der anstehenden Reformen im Energierecht. Entscheidend sei nun, die Rahmenbedingungen konsequent auf einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien und mehr Energieeinsparung auszurichten. Zusätzliche Hürden oder Verzögerungen beim Ausbau würden nicht nur die Klimaziele gefährden, sondern auch die wirtschaftliche Abhängigkeit von fossilen Energieimporten verstärken.

Nach Einschätzung des Umweltministeriums ist insbesondere der Ausbau von Wind- und Solarenergie ein zentraler Hebel, um die Emissionen schneller zu senken und gleichzeitig die Energieversorgung langfristig stabiler und kostengünstiger zu gestalten. Auch das geplante Klimaschutzprogramm 2026 sei in den aktuellen Berechnungen des Expertenrates noch nicht vollständig berücksichtigt.

Formal handelt es sich um die erste Feststellung einer möglichen Überschreitung des CO₂-Budgets für den Zeitraum 2021 bis 2030. Nach dem Klimaschutzgesetz wäre eine verpflichtende Nachsteuerung erst erforderlich, wenn eine solche Feststellung in zwei aufeinanderfolgenden Prüfungen erfolgt.

(Quelle BMUKN 19.05.2026)

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