Neues aus der Forschung
Internationale Forschungsergebnisse zu Klimaangst werden präsentiert
Eine Metaanalyse bringt neue Erkenntnisse hervor. 94 Studien aus 27 Ländern und einer beeindruckenden Versuchspersonenzahl von 170.747 wurde von Forschenden der Universität Leipzig und der TU Dortmund zusammengefasst.
Kosten der Wasserstoffproduktion bleiben hoch
Nach Einschätzung der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) sind die bislang von der Internationalen Energieagentur und dem Wuppertal-Institut genannten Wasserstoff-Gestehungskosten von 2,50 bis 4,50 Euro pro Kilogramm deutlich zu niedrig angesetzt – sie erscheinen nahezu „idealisiert“. Basierend auf eigenen Berechnungen und Gesprächen mit Projektentwicklern geht die FfE kurzfristig von Kosten in Höhe von 9,80 Euro pro Kilogramm aus. Selbst im Jahr 2040 rechnet das Münchner Institut noch mit einem Preis von rund 7,40 Euro pro Kilogramm.
Diese Zahlen stammen aus einer aktuellen Analyse der FfE, die dem Tagesspiegel Background vorab vorliegt. Ein wesentlicher Grund für die höheren Werte seien laut FfE deutlich unterschätzte Investitionskosten. In bisherigen Studien würden häufig indirekte Aufwendungen außer Acht gelassen – beispielsweise für Projektmanagement, Detailplanung, Flächenerschließung, Installation der Elektrolyseure sowie für Mess- und Regeltechnik. Auch Systemkosten blieben oft unberücksichtigt: beim Strom etwa für Netzanschlüsse, Transformatoren und Gleichrichter, beim Gas für Leitungen und Kompressoren. Hinzu kommen notwendige Wasserleitungen zu den Elektrolyseanlagen, die ebenfalls nicht in allen Berechnungen enthalten sind.
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(Quelle: Tagesspiegel vom 24.06.25)
Grüner Wasserstoff Import aus Afrika nicht preiswerter als aus Europa
Um Europas Bedarf an grünem Wasserstoff zu decken, setzen Politik und Wirtschaft auf eine Produktion in Afrika. Eine von der Technischen Universität München (TUM) geleitete Studie kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass die Finanzierungskosten für Produktionsanlagen in vielen afrikanischen Ländern deutlich höher sind als bisher angenommen. Von den rund 10.000 untersuchten Standorten gelten lediglich etwa zwei Prozent – also rund 200 – als wettbewerbsfähig für den Export nach Europa. Diese befinden sich in Algerien, Kenia, Mauretanien, Marokko, Namibia und dem Sudan. Die Studie berücksichtigt allerdings nur nationale Sicherheitsrisiken. Da viele potenziell geeignete Standorte in politisch instabilen Regionen liegen, könnte sich die Zahl tatsächlich nutzbarer Standorte weiter verringern.
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(Quelle: Photon.info vom 03.06.25)
Sonnenbatterie aus wässrigem organischen Material entwickelt
Drei Forschungsinstitute (TUM School of Natural Sciences, Universität Stuttgart und Max-Planck-Institut für Festkörperforschung) präsentieren neue Ergebnisse ihres Exzellenzclusters e-conversion. Eine zweidimensionale, organische Gerüststruktur basierend auf Naphtalendiimid ist in der Lage die Ladungen absorbierten Sonnelichts für 48 Stunden im einem wässrigen Medium zu speichern. Die Ladungen sind stabil und unmittelbar für externe Endgeräte nutzbar. Damit werden Solarzelle und Batterie in einer Einheit kombiniert.
Agrivoltaics World Conference 2025, 1.-3. Juli in Freiburg
Vom 1.-5 Juli können sich Interessierte der Agri-PV für die hybrid ausgerichtete Agrivoltaics World Conference 2025 in Freiburg anmelden.
Wasserstoff-Potenzial-Atlas entwickelt
Das Fraunhofer ISE hat in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern einen Wasserstoff-Potenzial-Atlas entwickelt.
Der Wasserstoff-Potenzial-Atlas bietet eine räumlich differenzierte Darstellung geeigneter Standorte für die Wasserstoffproduktion. Dabei werden verschiedene Szenarien und Geschäftsmodelle berücksichtigt. Die Projektpartner analysierten insbesondere das Potenzial für Wasserstoffanwendungen in der Industrie sowie im Verkehrssektor – mit Fokus auf Bus- und Zugverbindungen. Zudem flossen die regionale Verfügbarkeit erneuerbarer Energien sowie die Verwertungsmöglichkeiten der bei der Elektrolyse entstehenden Nebenprodukte, Sauerstoff und Wärme, in die Bewertung ein. So kann beispielsweise der Sauerstoff in Kläranlagen genutzt werden, während die entstehende Abwärme in lokale Wärmenetze eingespeist oder für industrielle Prozesse verwendet werden kann.
Hier kann der der Wasserstoff-Potenzial-Atlas eingesehen werden: https://www.h2-powerd.de/
Quelle: H2-powerd, vom 16.05.2025)
Innovation vertikale Landwirtschaft?
Die vertikale Landwirtschaft (engl. vertical farming) beschreibt eine Innovation in der landwirtschaftlichen Praxis, die sich dadurch auszeichnet, dass Nutzpflanzen in und an Gebäuden wie Warenhäusern, Schiffscontainern oder Hochhäusern kultiviert werden, wobei sie sich durch den Wechsel des Anbaus vom horizontalen, landgebundenen Anbau hin zu einer vertikalen, nicht-landgebundenen Kultivierung unterscheidet.
Als vielversprechender Lösungsansatz für die Herausforderungen, mit denen sich die herkömmliche Landwirtschaft konfrontiert sieht, sind wesentliche Faktoren die zunehmende Weltbevölkerung (die bis 2050 laut Hochrechnungen die 9-Milliarden-Grenze überschreiten wird), die eine entsprechende zunehmende Nahrungsmittelverfügbarkeit erfordert und aus ländlichen Gebieten in urbane migriert, die begrenzte Verfügbarkeit an Landfläche und der Notwendigkeit, Emissionen und den Wasserverbrauch mit Blick auf den Klimawandel zu minimieren.
Jetzt Anmelden zum Symposium Zukunft Wärme vom 20.-22. Mai 2025 im Kloster Banz in Bad Staffelstein!
Das Symposium Zukunft Wärme ist die zentrale Plattform für innovative Wärmesysteme in Deutschland – mit über 35 Jahren Erfahrung, neuem thematischem Fokus und starkem Praxisbezug.
Warum sollte ich teilnehmen?
- Ganzheitlicher Blick auf den Wärmesektor: Fach- und Praxiswissen auf höchstem Niveau – für Industrie, Gewerbe und Wohngebäude
- Technikoffen & lösungsorientiert: Wärmepumpe, Solarthermie, PVT, Biomasse, Biogas und mehr im Zusammenspiel
- Praxis im Mittelpunkt: Konkrete Anwendungsbeispiele, Erfahrungen und übertragbare Lösungen
- Starkes Partnernetzwerk: Mit BWP, BSW, BDH und weiteren Akteuren der Branche
- Raum für Austausch & Innovation: Vernetzen Sie sich mit Expert*innen, Anwender*innen und Technologieanbietern
Bringen Sie Ihre Wärmewende voran – beim zentralen Branchentreffen für klimafreundliche Wärme!
Alle Informationen zum Programm:
https://www.symposiumzukunftwaerme.de/konferenz/programm
Die Anmeldung erfolgt über die folgende Seite:
https://conexiopse.univents.world/events/77758
(Quelle: Symposium Zukunft Wärme)
Haushalts-Batterien zeigen geringere Wahrscheinlichkeit eines elektrischen Brandes als Elektrofahrzeuge und Haushaltsgeräte
Wissenschaftliche Daten zur Häufigkeit elektrischer Brände in Heimspeichersystemen (HSSs) im Vergleich zu anderen häufig auftreten Brandereignissen, zum Beispiel in Photovoltaikanlagen, Elektrofahrzeugen, Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, allgemeinen Hausbränden und Bränden durch Haushaltsgeräte liegen derzeit nicht vor. Dies veranlasste Forschende aus Deutschland Informationen der lokalen Medien und online verfügbaren Feuerwehrberichten zu sammeln.
Im Ergebnis zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Brandes in einem Heimspeichersystem (HSS) 50-mal geringer sei im Vergleich zu einem normalen Hausbrand und 18-mal geringer als bei Verbrennungsmotoren.
(Quelle: pv-magazine vom 23.04.2025)
Trina Solar stellt leistungsstarkes 808-Watt-Tandemmodul vor
Der chinesische Solarkonzern Trina Solar Co. Ltd. hat ein leistungsstarkes Perowskit-Silizium-Tandemmodul mit einer Spitzenleistung von über 800 Watt entwickelt. Das innovative Modul weist eine Fläche von 3,1 Quadratmetern auf und besteht aus Halbzellen mit den Maßen 210 mal 105 Millimeter. In unabhängigen Tests des TÜV SÜD erreichte es eine beeindruckende Spitzenleistung von 808 Watt.
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