Forschungsprojekt zeigt positive Auswirkungen von Agri-PV auf Wildbienen
Forschungsprojekt zeigt positive Auswirkungen von Agri-PV auf Wildbienen
Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts „BiodivAgriPV“ zeigen, dass Agri-Photovoltaikanlagen einen positiven Beitrag zur Biodiversität leisten können. Auf einer ökologisch bewirtschafteten Agri-PV-Fläche im sächsischen Gut Krauscha wurden im ersten Untersuchungsjahr deutlich mehr Wildbienenarten nachgewiesen als auf einer vergleichbaren Referenzfläche ohne Photovoltaik.
Während vier Begehungen im Juni und Juli 2025 wurden im Bereich der Agri-PV-Anlage 27 Wildbienenarten erfasst, auf der benachbarten Ackerfläche hingegen nur 11 Arten. Darunter befanden sich auch mehrere gefährdete Arten, darunter die Senf-Blauschillersandbiene (Andrena agilissima). Kuckucksbienen, die auf andere Wildbienen als Wirte angewiesen sind, wurden ausschließlich im Bereich der Agri-PV-Anlage nachgewiesen.
Als Ursache für die höhere Artenvielfalt nennen die Forschenden die zusätzlichen Strukturen unter den Solarmodulen. Nicht bewirtschaftete Bereiche entwickeln sich zu begrünten Brachestreifen und offenen Bodenstellen, die bodennistenden Wildbienen geeignete Nistplätze bieten. Gleichzeitig sorgte eine durch unterschiedliche Verschattung verlängerte Blühphase des angebauten Leindotters für ein über einen längeren Zeitraum verfügbares Nahrungsangebot.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Agri-PV-Anlagen die Artenvielfalt fördern können, indem sie Lebensräume und Nahrungsquellen schaffen. Bis Ende 2027 werden im Projekt neben Wildbienen auch Fledermäuse, Vögel, Laufkäfer und die Vegetationsentwicklung untersucht, um die langfristigen Auswirkungen auf die Biodiversität zu bewerten.
(Quelle 10.07.2026 Sachsen.de)
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