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Globale Photovoltaik wächst weiter, Integration wird zur größten Herausforderung

Globale Photovoltaik wächst weiter, Integration wird zur größten Herausforderung

Die weltweite Photovoltaikbranche hat 2025 einen weiteren Meilenstein erreicht: Die global installierte PV-Leistung stieg laut dem Bericht „Snapshot of Global PV Markets“ des IEA Photovoltaic Power Systems Programme auf rund 2.974 Gigawatt. Allein im Jahr 2025 wurden weltweit etwa 698 Gigawatt neue PV-Leistung installiert. Damit wächst der Solarmarkt weiterhin stark, auch wenn sich die Dynamik im Vergleich zu den Rekordjahren 2023 und 2024 etwas abgeschwächt hat.

China bleibt der mit Abstand wichtigste Markt und war 2025 für rund 60 % des weltweiten Zubaus verantwortlich. Mit bis zu 415 Gigawatt installierter Leistung übertraf China erneut alle anderen Märkte deutlich. Dahinter folgen die Europäische Union mit rund 66 Gigawatt sowie Indien mit 56 Gigawatt, das vor allem durch den Ausbau großer Solarparks stark zulegen konnte. Die USA fielen mit 43 Gigawatt erstmals seit mehreren Jahren aus den Top Drei heraus. Gründe dafür sind steigende Kosten, Netzanschlussprobleme, höhere Zinsen und politische Unsicherheiten.

Gleichzeitig zeigt sich eine zunehmende Diversifizierung des Weltmarktes. Insgesamt installierten 39 Länder im Jahr 2025 jeweils mindestens ein Gigawatt Photovoltaikleistung. Neue Wachstumsregionen wie Saudi-Arabien gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung, während Länder wie Pakistan vor allem im Bereich dezentraler Solaranlagen stark wachsen.

Ein zentraler Trend des Berichts ist der massive Preisverfall bei Solarmodulen. In China sanken die Modulpreise seit Anfang 2023 um mehr als 60 %. Dies erleichtert zwar den weltweiten Ausbau von Photovoltaik, setzt die Hersteller jedoch wirtschaftlich massiv unter Druck. Laut Bericht summieren sich die Verluste chinesischer Modulproduzenten inzwischen auf mehrere Milliarden US-Dollar. Dadurch gewinnen Themen wie Garantiesicherheit, Bankfähigkeit und langfristige Wartung zunehmend an Bedeutung.

Mit steigenden Installationszahlen verschieben sich zudem die größten Herausforderungen der Branche. Während Solarmodule immer günstiger werden, entwickeln sich Netzanschlüsse, Genehmigungsverfahren, Netzengpässe sowie Abregelungen und negative Strompreise zunehmend zu zentralen Problemen vieler Märkte. Besonders Länder mit hohen PV-Anteilen erleben verstärkt Auswirkungen auf Netzstabilität und Strommärkte.

Der Bericht zeigt außerdem, dass Photovoltaik inzwischen einen erheblichen Anteil an der weltweiten Stromversorgung erreicht. Die theoretische globale PV-Durchdringung liegt mittlerweile bei rund 10,5 % des Strombedarfs. Länder wie Griechenland und Spanien erreichen bereits Werte von über 30 %. Auch Deutschland, Australien und Chile weisen inzwischen sehr hohe Solarstromanteile auf.

Mit diesen hohen Anteilen rücken Speicherlösungen, flexible Stromtarife und intelligente Netzsteuerung stärker in den Fokus. Viele Länder koppeln neue Solarprojekte inzwischen direkt mit Batteriespeichern. Gleichzeitig verändern sich Stromabnahmeverträge und Geschäftsmodelle, da große Industrieunternehmen, Rechenzentren und Technologiekonzerne verstärkt langfristige Solarstromverträge abschließen.

Die Studie macht deutlich, dass sich der Solarmarkt in eine neue Phase bewegt. Nicht mehr allein der Ausbau der Kapazitäten steht im Mittelpunkt, sondern vor allem die Frage, wie immer größere Mengen Solarstrom zuverlässig und wirtschaftlich in bestehende Energiesysteme integriert werden können.

(Quelle: IEAPVPS 03.05.2026)

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