IRENA: Elektrifizierung wird zum Schlüssel der globalen Energiewende
IRENA: Elektrifizierung wird zum Schlüssel der globalen Energiewende
Ein neuer Bericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) zeigt, dass die globale Energiewende in eine neue Phase eintritt. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten, steigender Stromnachfrage und des schrittweisen Ausstiegs aus fossilen Energieträgern rücken die praktische Umsetzung und der Ausbau der Energieinfrastruktur zunehmend in den Mittelpunkt.
Nach dem 1,5-Grad-Szenario der IRENA soll der Anteil von Strom am weltweiten Endenergieverbrauch von derzeit rund 23 Prozent auf 35 Prozent bis 2035 und auf über 50 Prozent bis 2050 steigen. Eine stärkere Elektrifizierung, kombiniert mit dem Ausbau erneuerbarer Energien, moderner Stromnetze und höherer Energieeffizienz, gilt dabei als zentraler Baustein für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.
Für Bereiche wie Luft- und Schifffahrt sowie Teile der Industrie sieht IRENA zudem nachhaltige Kraftstoffe wie grünen Wasserstoff, Bioenergie und deren Derivate als unverzichtbar an, da diese Sektoren nur schwer direkt elektrifiziert werden können.
Als größte Herausforderung identifiziert der Bericht den Ausbau der Energieinfrastruktur. Neben einer deutlichen Erweiterung der Stromnetze werden zusätzliche Speicher, mehr Systemflexibilität und eine stärkere Integration der Energiesysteme erforderlich sein. Daher empfiehlt IRENA ein globales Elektrifizierungsziel von 35 Prozent bis 2035 sowie eine Verdopplung der Investitionen in Stromnetze bis 2035, um den weltweiten Ausbau erneuerbarer Energien erfolgreich zu unterstützen.
(Quelle 01.07.2026 IRENA)
<< Zurück zu "Alle Meldungen"