Klimaforscher im parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung: Entschlossenes Handeln zur Abwendung gravierendster Klimawandelfolgen von Bundesregierung gefordert
Klimaforscher im parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung: Entschlossenes Handeln zur Abwendung gravierendster Klimawandelfolgen von Bundesregierung gefordert
Zwei Forscher, beide Mitglieder zweier Institutionen zur Klimaerforschung, haben vor dem Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung ein schnelles und wirkungsvolles Programm gefordert, welches die anthropogenen Klimaveränderungen eindämmt.
Professor Gunther Seckmeyer forscht am Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover und spricht im Namen der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft und der Deutschen Physikalischen Gesellschaft wie auch sein Kollege Frank Kaspar, der Leiter der Abteilung für Hydrometeorologie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist.
Maßnahmen zur Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaabkommens müssten jetzt unternommen werden, nicht in eine unbestimmte Zukunft verschoben werden. Die vorhandenen Daten sprechen dafür, dass 2032 die Zwei-Grad-Erderwärmung überschritten würden und bis 2050 drei Grad wahrscheinlich wären. Die Forschung zeige sich überrascht angesichts der Schnelligkeit dieser potenziellen Ereignisse. Herr Seckmeyer macht jedoch deutlich, dass es keine unumstößliche Vorhersage sei, sondern eine Prognose, die dann wahrscheinlicher wird, wenn nichts unternommen würde. Wir hätten es in der Hand, das zu verhindern, und Mut mache ihm die globale Energierevolution; dass immer mehr Solar- und Windenergie weltweit aufgestellt würde. In erster Linie geschehe dies nicht, um das Klima zu schützen, sondern weil es billiger sei.
Meteorologische Parameter überschreiten bisher gemessene Konzentrationen in der Atmosphäre. Kohlenstoffdioxid würde durch Verbrennung fossiler Stoffe jedes Jahr in die Atmosphäre eingetragen. Diese Zunahme und Ansammlung des CO2 und anderer meteorologischer Parameter führe zu zunehmender Sorge in der Forschung, da fraglich sei, wie damit umzugehen ist.
Die beiden Forscher stellten einen 10-Punkte-Katalog, der im Sommer 2025 durch die Deutsche Meteorologische Gesellschaft und die Deutsche Physikalische Gesellschaft veröfffentlicht worden war, vor. Der erste Punkt des Plans besteht in der Aufforderung, sich der „realen Gefährdungslage durch die fortschreitende, menschengemachte, globale Erwärmung“ und der Dringlichkeit des Handelns bewusst zu werden. Auf Grundlage bisher erreichter Ziele sollten darüber hinaus Entscheidungen für eine weitere „drastische Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen getroffen werden“. Die davon besonders betroffenen Bereiche seien die Mobilität., die industrielle Produktion, das Bauen und die Landwirtschaft. Klimaschutz könne nur international gedacht erfolgreich umgesetzt werden und müsse daher in internationalen Verhandlungen von der Bundesregierung vertreten werden, um eine konsequente Begrenzung der Treibhausgasemissionen unter Beachtung des Pariser Klimaabkommens zu stärken.
Außerdem könnte es notwendig sein, dass sich die Bevölkerung aus Küstenregionen der Nord- und Ostsee zurückzieht, sollten im Szenario des Nicht-Handelns drei Grad erreicht werden. Im letzten Punkt der Forderungen wird die Politik aufgefordert, „sicherzustellen, dass wissenschaftsbasierte Meinungsäußerungen weiterhin möglich seien, da Wissenschaftler in vielen Ländern aktuell unter Druck gerieten“.
(Quelle:Bundestag, vom 16.10.2025)
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