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Länderübergreifende Arbeitsgruppe zu ökologischer Agri-PV in Vorbereitung

Länderübergreifende Arbeitsgruppe zu ökologischer Agri-PV in Vorbereitung

Agri-Photovoltaik (Agri-PV) entwickelt sich derzeit dynamisch und eröffnet neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Landwirtschaft. Dennoch sind insbesondere Bio-Betriebe mit geringen Budgets und Schwerpunkt auf regionaler Gemüse- und Gartenbauerzeugung bislang strukturell benachteiligt. Erste Initiativen in Sachsen, Thüringen und Bayern zeigen, wie sich Agri-PV ökologisch, sozialverträglich und landschaftsintegriert auch für diese Zielgruppen nutzbar machen lässt.

Ein besonders innovativer Ansatz ist die Anerkennung von Agri-PV als Ausgleichsmaßnahme, sofern bestimmte ökologische, agrarische und technische Kriterien erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem die gleichzeitige Nutzung für Lebensmittel- und Energieproduktion, die Förderung von Biodiversität, Bodenschutz und Wasserrückhalt, cradle-to-cradle-taugliche Modulträger sowie die Integration von Bildungs- und Forschungsaktivitäten. Dieses Konzept wird von Fachkreisen als zukunftsweisend für eine klimaangepasste Landwirtschaft bewertet.

Vor diesem Hintergrund ist die Einrichtung einer länderübergreifenden Arbeitsgruppe vorgesehen. Sie soll bestehende Modellprojekte aus verschiedenen Bundesländern vernetzen, Kriterienkataloge für eine ökologische Ausgestaltung von Agri-PV entwickeln, die Anerkennungsfähigkeit als Ausgleichsmaßnahme prüfen und Empfehlungen für länderübergreifende Regelungen oder Bundesvorgaben erarbeiten.

Die fachliche Federführung übernimmt Prof. Dr. Kerstin Wydra (FH Erfurt / SolarInput e. V.), die Prozesskoordination liegt bei Matthias Malok (Leipzig), der bereits mehrere Cradle-to-Cradle-Pilotprojekte in Kombination mit Agri-PV, Bio-Gemüseanbau und Bildungsintegration initiiert hat.

Der offizielle Start des Prozesses ist ab dem 15. August 2025 vorgesehen.

Alle Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz der Bundesländer sind eingeladen, sich frühzeitig über diese Entwicklungen zu informieren und Vertreter:innen in den entstehenden Prozess einzubringen

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