Mehr Beschäftigte in den Erneuerbaren Energien
Mehr Beschäftigte in den Erneuerbaren Energien
Die Zahl der Arbeitsplätze in der Erneuerbaren-Energien-Branche ist auch im Jahr 2023 weiter gestiegen. Laut einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) wurden insgesamt 406.200 Brutto-Beschäftigte gezählt, was einem Anstieg von sieben Prozent entspricht. Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche des Jahres 2023 zeigt sich hier ein anhaltendes Wachstum.
Seit Beginn des neuen Jahrtausends sind Daten zu den Beschäftigungszahlen verfügbar. Von 2000 bis 2011 nahm die Zahl der Arbeitsplätze in den Erneuerbaren Energien kontinuierlich zu und erreichte etwa 415.000. Der sogenannte „Altmaier-Knick“ – benannt nach dem damaligen Minister Peter Altmaier – führte jedoch in den Jahren danach zu einem Rückgang um rund 100.000 Arbeitsplätze. Dies resultierte aus dem Zusammenbruch der heimischen PV-Industrie und einem deutlichen Rückgang der Investitionen in neue Anlagen. Seit 2020 sind die Investitionen in Erneuerbare-Energien-Anlagen wieder gestiegen, was auch zu einem Anstieg der Beschäftigung geführt hat. Der Wert von 400.000 Arbeitsplätzen wurde 2023 wieder überschritten.
Etwa 60 Prozent der Bruttobeschäftigung in der Branche im Jahr 2023 entfielen auf die Produktion von Anlagen für die Nutzung erneuerbarer Energien, sowohl im Inland als auch international. Der Export von Komponenten trug mit etwa 5 Prozent zur Beschäftigung bei. Weitere 21 Prozent der Arbeitsplätze waren im Bereich Betrieb und Wartung zu finden, während rund 14 Prozent der Beschäftigten in der Biomassebereitstellung und der Produktion von Biokraftstoffen tätig waren.
Beschäftigungswachstum in der Photovoltaik-Branche: 35 Prozent
Besonders stark war der Anstieg der Bruttobeschäftigung in der Photovoltaik. Diese stieg auf 98.600 Beschäftigte und verzeichnete einen Zuwachs von 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. Die größten Zuwächse gab es im Bereich Betrieb und Wartung. Im Gegensatz dazu gab es im Bereich der Solarthermie einen Rückgang von etwa 2.500 Arbeitsplätzen, bedingt durch den starken Rückgang bei neuen Installationen. Bei der Windenergie an Land blieb die Zahl der Beschäftigten nahezu konstant, mit einem leichten Anstieg von 0,7 Prozent auf rund 99.100 Personen. Die Zahl der Beschäftigten im Bereich Betrieb und Wartung war jedoch etwas niedriger als im Vorjahr.
(Quelle: EnergieZukunft vom 17.02.2025)
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