Metallhydrid-Speicher erweitert Wasserstoffforschung in Braunschweig
Metallhydrid-Speicher erweitert Wasserstoffforschung in Braunschweig
Am Forschungsflughafen Braunschweig wurde ein neuer Metallhydrid-Speicher für Wasserstoff installiert. Die Technologie ermöglicht es, Wasserstoff in speziellen Metallstrukturen zu binden und dadurch platzsparend sowie langfristig bei vergleichsweise niedrigem Druck zu speichern. Neben einer hohen Speicherdichte bietet das Verfahren auch Vorteile hinsichtlich Sicherheit und Handhabung.
Der Speicher ist Teil des Forschungsprojekts „Hydrogen Terminal Braunschweig“, das als Demonstrations- und Forschungsplattform entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette dient. Ziel ist es, verschiedene Technologien für Erzeugung, Speicherung, Transport und Nutzung von Wasserstoff unter realen Bedingungen zu erproben und weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus soll die neue Speicheranlage auch in weiteren Forschungsprojekten eingesetzt werden. Dazu zählt unter anderem das Vorhaben „JaWoll“, das sich mit der Rückgewinnung und Wiederverwertung wasserstoffreicher Restgase aus Forschungs- und Testumgebungen beschäftigt. Durch die Nutzung dieser bislang ungenutzten Gasströme soll die Gesamteffizienz von Wasserstoffsystemen weiter verbessert werden.
Der benötigte Wasserstoff wird direkt vor Ort am Hydrogen Terminal mittels Elektrolyse aus erneuerbaren Energien erzeugt. Über eine bereits vorhandene Pipelineinfrastruktur wird der Wasserstoff anschließend zum Forschungszentrum transportiert und dort gespeichert. Die Kombination aus lokaler Produktion, Transport und Nutzung gilt als Beispiel für eine künftig integrierte Wasserstoffinfrastruktur.
Nach der Anlieferung wird der Metallhydrid-Speicher nun schrittweise in Betrieb genommen. Die Anlage soll künftig wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung effizienter und sicherer Wasserstoffspeicher liefern und damit einen Beitrag zum Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft leisten.
(Quelle: 29.05.2026 Uni Braunschweig)
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