Nationale Nachrichten
Vorerst kein CCS für die Zementindustrie
Die Zementindustrie ist enttäuscht über das Scheitern des Gesetzes zur CO2-Speicherung, das in der letzten Sitzungswoche des Bundestages nicht verabschiedet wurde. Dieses Gesetz war besonders für Branchen wie die Zementindustrie wichtig, da die CO2-Emissionen bei der Zementproduktion weitgehend unvermeidbar sind. Die Technologie der CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) hätte hier eine Möglichkeit geboten, die Emissionen zu reduzieren und den Klimazielen näherzukommen. Allerdings bleibt der rechtliche Rahmen in Deutschland nun zunächst unklar, was zu Verzögerungen beim Aufbau einer CO2-Infrastruktur führen könnte.
Im Gegensatz dazu setzt die Zementbranche außerhalb Deutschlands, insbesondere in Norwegen, bereits auf CCS-Technologie. Heidelberg Materials plant, in diesem Jahr das erste Zementwerk mit CO2-Abscheidung in Norwegen zu eröffnen. Dort wird CO2 in Zusammenarbeit mit dem norwegischen Partner Northern Lights gespeichert. In Deutschland jedoch ist die CO2-Speicherung aufgrund des fehlenden rechtlichen Rahmens noch nicht großtechnisch möglich, was für Unsicherheit sorgt.
Obwohl Umweltschützer das Scheitern des Gesetzes auch als eine Chance für eine bessere Lösung sehen, ist die Zementindustrie besorgt über die verlorene Zeit und die fehlende Planungs- und Investitionssicherheit. Experten wie Lea Nesselhauf vom Thinktank Agora Energiewende betonen, dass CCS für unvermeidbare Emissionen notwendig ist und dass der Staat eine stärkere Rolle bei der Planung und Förderung der Infrastruktur spielen muss, um die Technologie effektiv umzusetzen.
Die Frage bleibt also, wie Deutschland mit der CO2-Speicherung und der Klimawende insgesamt umgehen wird, um die Klimaziele zu erreichen.
(Quelle: wiwo.de vom 14.02.2025)
Mehr Beschäftigte in den Erneuerbaren Energien
Die Zahl der Arbeitsplätze in der Erneuerbaren-Energien-Branche ist auch im Jahr 2023 weiter gestiegen. Laut einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) wurden insgesamt 406.200 Brutto-Beschäftigte gezählt, was einem Anstieg von sieben Prozent entspricht. Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Schwäche des Jahres 2023 zeigt sich hier ein anhaltendes Wachstum.
Im Dezember 2024 wurden 1,4 Gigawatt an Photovoltaik-Leistung neu installiert
Uckermarkleitung in Betrieb genommen
Bundestag glättet Solarstrom-Spitzen
Der Bundestag hat heute einer Novellierung des Energiewirtschaftsrechts zur Vermeidung von temporären Erzeugungsüberschüssen verabschiedet. Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt, dass Union, SPD und Grüne noch vor der Bundestagswahl die Energierechtsnovelle zugestimmt haben. Die Interessenvertretung der Solar- und Speicherwirtschaft informiert, was sich in Zukunft für Betreiber:innen von Solarstromanlagen ändern wird:
100.000. Solaranlagen in Thüringen
Nach jüngsten Zahlen der Landesenergieagentur ThEGA geht noch in dieser Woche die 100.000 Solaranlage in Thüringen in Betrieb. Balkon-Anlagen haben den raschen Anstieg ermöglicht, neben dem Ausbau an Dach- und Freiflächenanlagen. Insgesamt beträgt die Leistung aller in Thüringen installierten Solaranlagen über 2.800 Megawatt und erreicht damit einen Anteil von mehr als 25 Prozent am Mix der Ökostromerzeugung im Land.
(mehr …)
Aktualisierter Leitfaden “PV in Kommunen”
Wie Kommunen Solarenergie sinnvoll nutzen können – und dabei finanziell profitieren: Das Photovoltaik-Netzwerk Baden-Württemberg informiert über gesetzliche Neuerungen, gibt praktische Tipps und präsentiert erfolgreiche Praxisbeispiele.
Kein Fortschritt, kein Rückschritt
Die Thüringer*innen sollen merken, dass ihr Staat funktioniert, sagte Mario Voigt (CDU) am Freitag bei der Vorstellung des Koalitionsvertrags zwischen CDU, BSW und SPD. „Uns geht es nicht um kurzfristige Effekthascherei, sondern langfristige Perspektiven für die Thüringerinnen und Thüringer“, kündigte er an. (mehr …)
