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Neue Beschichtung steigert Effizienz von Solarmodulen

Neue Beschichtung steigert Effizienz von Solarmodulen

Mit dem wachsenden Ausbau der Photovoltaik rücken auch Effizienzverluste durch Umwelteinflüsse stärker in den Fokus. Verschmutzungen wie Staub, Vogelkot oder Wasserfilme können die Lichtdurchlässigkeit von Solarmodulen deutlich reduzieren und damit die Stromerzeugung beeinträchtigen.

Eine aktuelle Studie zeigt nun einen vielversprechenden Lösungsansatz: Forschende haben eine transparente, superhydrophobe Beschichtung entwickelt, die auf Glasoberflächen von Solarmodulen aufgebracht werden kann. Die zweischichtige Struktur basiert auf einem Sol-Gel-Verfahren und wird durch hydrophobe Siliziumdioxid-Nanopartikel ergänzt. Dadurch entsteht eine nanoskalige Oberflächenstruktur, die sowohl wasserabweisend als auch hoch lichtdurchlässig ist.

Die Ergebnisse sind beachtlich: Die Beschichtung erreicht einen Wasser-Kontaktwinkel von über 150° und sorgt dafür, dass Wasser nahezu rückstandslos abperlt. Gleichzeitig bleibt die Transparenz mit über 96 % nahezu vollständig erhalten. In der Praxis bedeutet das, dass Schmutzpartikel durch Regen effizient entfernt werden – ein sogenannter Selbstreinigungseffekt.

Auch in puncto Robustheit überzeugt die Technologie. Tests zeigen eine hohe Beständigkeit gegenüber mechanischer Abnutzung, chemischen Einflüssen sowie Witterungseinflüssen im Außenbereich. Selbst unter anspruchsvollen Bedingungen bleiben die funktionalen Eigenschaften der Beschichtung erhalten.

In Kombination mit Solarmodulen führt die Anwendung der Beschichtung zu einer messbaren Leistungssteigerung der Photovoltaikzellen. Damit bietet der Ansatz ein großes Potenzial, die Effizienz und Wartungsfreundlichkeit von Solaranlagen langfristig zu verbessern und Betriebskosten zu senken.

(Quelle: sciencedirect 20.03.2026 )

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