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Aktuelle Informationen

Agri-PV zwischen Landwirtschaft, Klimaanpassung und Standardisierung – Praxiseinblicke aus Steinhöfel

Wie müssen Agri-Photovoltaik-Anlagen gestaltet sein, damit neben der Stromproduktion tatsächlich eine leistungsfähige landwirtschaftliche Nutzung erhalten bleibt? Und welche technischen Anforderungen sind notwendig, ohne die weitere Entwicklung innovativer Anlagenkonzepte durch zu starre Vorgaben einzuschränken? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Besichtigung der Agri-PV-Anlage der SUNfarming GmbH in Steinhöfel am 5. August 2026. Im Folgenden werden neben den wichtigsten Eckdaten der Anlage auch die während des Vor-Ort-Termins geäußerten Einschätzungen, Kommentare und Standpunkte wiedergegeben. (mehr …)

KfW-Umfrage: Bereitschaft zu Investitionen in die Energiewende steigt deutlich

Die Bereitschaft deutscher Haushalte, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen, nimmt wieder zu. Laut dem aktuellen KfW-Energiewendebarometer wollen 66 Prozent der Haushalte persönlich zur Energiewende beitragen – gegenüber 59 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig halten 84 Prozent der Befragten Klimaschutz weiterhin für wichtig oder sehr wichtig.

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Studie warnt vor Biodiversitätsverlusten durch großflächigen PV-Ausbau

Der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien ist für den Klimaschutz unverzichtbar, kann jedoch mit erheblichen Eingriffen in natürliche Lebensräume verbunden sein. Eine neue Studie untersucht anhand von 2.344 chinesischen Landkreisen zwischen 2014 und 2023, wie sich politische Maßnahmen zur Förderung der Photovoltaik auf die lokale Vogelvielfalt ausgewirkt haben. (mehr …)

Semitransparente organische PV-Module mit industrienahem Fertigungsprozess entwickelt

Forschende der Universität Freiburg und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben semitransparente organische Photovoltaikmodule mit industriell skalierbaren Fertigungsverfahren entwickelt. Die 14,5 × 14,5 Zentimeter großen Module erreichen bei einer durchschnittlichen Lichtdurchlässigkeit von 43,2 Prozent einen Wirkungsgrad von bis zu 9,26 Prozent. (mehr …)

Heidelberg steigt mit Natrium-Ionen-Batterien in den Speichermarkt ein

Die Heidelberger Druckmaschinen AG erweitert ihr Geschäftsfeld um Energiespeicher und Natrium-Ionen-Batterien. Dafür kooperiert die Tochtergesellschaft HD Advanced Technologies GmbH mit dem Schweizer Batteriespezialisten Phenogy AG. Im ersten Schritt übernimmt Heidelberg die industrielle Fertigung kompletter Energiespeichersysteme – von Beschaffung und Produktion bis zu Installation, Service und Wartung. (mehr …)

Neue Datengrundlage für Ökobilanzen von Photovoltaikanlagen

Die IEA PVPS Task 12 hat ihre Datengrundlage für Lebenszyklusanalysen (LCA) von Photovoltaiksystemen umfassend aktualisiert. Der neue Bericht berücksichtigt moderne TOPCon- und PERC-Siliziumtechnologien, CdTe-Dünnschichtmodule, Wechselrichter, Montagesysteme sowie aktualisierte Referenzanlagen für private, gewerbliche und große Freiflächenanlagen. Damit steht eine deutlich aktuellere Grundlage für Ökobilanzen und Nachhaltigkeitsbewertungen von PV-Systemen zur Verfügung.

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Moor-PV: Ökologische Auswirkungen bislang kaum erforscht

Das Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende (KNE) hat zentrale Ergebnisse einer Studie des Bundesamtes für Naturschutz zu Moor-Photovoltaik zusammengefasst. Demnach kommen lediglich 28,6 Prozent der Moorbodenflächen in Deutschland potenziell für Moor-PV infrage. Von bundesweit 18.098 Quadratkilometern organischer Böden sind mehr als 60 Prozent aus fachrechtlichen Gründen grundsätzlich ausgeschlossen, weitere zehn Prozent nur eingeschränkt nutzbar. Das mögliche Stromerzeugungspotenzial wird auf 129 bis 311 GW geschätzt und fällt damit geringer aus als bislang angenommen.

Gleichzeitig bestehen erhebliche Forschungslücken hinsichtlich der ökologischen Auswirkungen. Von 132 identifizierten wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigen sich lediglich 30 direkt mit PV-Anlagen auf Moorböden. Insbesondere Vorher-Nachher-Vergleiche, die belastbare Aussagen über ökologische Veränderungen ermöglichen würden, fehlen weitgehend.

Auch beim rechtlichen Rahmen sieht die Studie Handlungsbedarf. Derzeit besteht kein grundsätzliches Verbot, PV-Anlagen auf entwässerten Moorböden ohne gleichzeitige Wiedervernässung zu errichten. Zudem sind die Vorgaben für Wiedervernässung und Mehrfachnutzung bislang nicht ausreichend geklärt. Raumordnungs-, Bau- und Naturschutzrecht müssten deshalb stärker aufeinander abgestimmt werden.

Die Autoren empfehlen, PV-Anlagen auf trockengelegten Moorböden künftig nur in Verbindung mit einer Wiedervernässung zuzulassen. Anlagen ohne Wiedervernässung sollten zudem von der EEG-Privilegierung ausgeschlossen werden. Vorrang- und Vorbehaltsgebiete könnten dazu beitragen, geeignete Flächen gezielter auszuweisen und Nutzungskonflikte zu reduzieren.

Moor-PV kann nach Einschätzung des KNE grundsätzlich dazu beitragen, Wiedervernässung wirtschaftlich attraktiver zu machen. Dafür seien jedoch klarere rechtliche Rahmenbedingungen sowie weitere Forschung zu den ökologischen Auswirkungen notwendig.

(Quelle 19.08.2026 BfN )

Agri-PV und Agroforst: Ackerpflanzen vertragen Beschattung besser als gedacht

Eine Feldstudie der Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich zeigt, dass sich klassische Ackerpflanzen deutlich besser an die Teilbeschattung in Agri-PV- und Agroforstsystemen anpassen können als bislang angenommen. Untersucht wurden Gerste, Mais, Kohl, Kartoffeln und Ackerbohnen an fünf Standorten in Deutschland in den Jahren 2023 und 2024. (mehr …)

Ausschreibung für PV-Freiflächenanlagen erneut deutlich überzeichnet

Die Ausschreibung der Bundesnetzagentur für PV-Freiflächenanlagen zum Gebotstermin am 1. Juli war erneut deutlich überzeichnet. Insgesamt wurden 401 Gebote mit einer Gesamtleistung von 3.170 MW eingereicht. Dem stand ein Ausschreibungsvolumen von 2.135 MW gegenüber. In die Ausschreibung waren auch Solaranlagen auf baulichen Anlagen einbezogen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind. 48 Gebote wurden vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen. (mehr …)

Japan: Kritik an geplanter 30-Prozent-Verschattungsgrenze für Agri-PV

Das japanische Renewable Energy Institute (REI) kritisiert Pläne des Landwirtschaftsministeriums, für Agri-PV-Anlagen eine einheitliche maximale Verschattungsrate von 30 Prozent einzuführen. Nach Einschätzung des Instituts ist es nicht sachgerecht, Ertrag und Qualität landwirtschaftlicher Kulturen allein anhand des Verschattungsgrades zu beurteilen. (mehr …)

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