Aktuelle Informationen
41. PV-Symposium | 03.-05. März 2026 | Kloster Banz, Bad Staffelstein

Das PV-Symposium ist seit Jahren das Austauschforum der angewandten PV-Forschung mit Blick auf das System. Mit dem Motto: Energieversorgung neu denken: PV, Netze, Speicher und Sektorenkopplung stehen vom 03.-05. März 2026 die aktuellen technischen Entwicklungen, regulatorische Weichenstellungen sowie praxisnahe Lösungen für Planung, Montage und Anwendung im Mittelpunkt. Abgerundet wird das Programm durch BIPV, Energiemeteorologie und Qualitätsthemen.
Deutschland erweitert seine Batteriespeicherkapazität im Jahr 2025 um 6,57 GWh
Deutschland hat im Jahr 2025 schätzungsweise 6,57 GWh an stationärer Batteriespeicherkapazität hinzugewonnen, was einem Anstieg von etwa 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die installierte Gesamtkapazität auf rund 24 GWh erhöht. Das Wachstum wurde von industriellen und großtechnischen Anlagen getragen, während die Installation von Speichersystemen in Privathaushalten aufgrund der schwächeren Nachfrage nach Dachsolaranlagen zurückging.
In Deutschland wurden rund 530.000 neue Batteriespeichersysteme mit einer Gesamtleistung von etwa 5,84 GWh in Betrieb genommen und registriert, wobei verspätete Registrierungen die zusätzliche Kapazität voraussichtlich auf 6,57 GWh erhöhen werden. Dies würde einen Anstieg von rund 500 MWh oder 8 % gegenüber 2024 bedeuten und nach dem Rückgang im letzten Jahr eine Rückkehr zum Wachstum signalisieren.
Ein Vergleich der 2024 registrierten und in Betrieb genommenen Batteriespeichersysteme (ohne verspätete Registrierungen) mit den aktuellen Zahlen für 2025 zeigt unterschiedliche Trends in den verschiedenen Marktsegmenten. Während die Expansion im Segment der Heimspeicher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist, wächst das Segment der Industriespeicher weiterhin stetig, und das Segment der Großspeicher verzeichnet ein dynamisches Wachstum.
Das Segment der Heimspeicher verzeichnete 2025 einen Zuwachs von 4,19 GWh, was einem Rückgang von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Quelle: PV Magazin vom 12.02.26
Wood Mackenzie sieht Wasserstoff in 2026 vor einem „Jahr der Entscheidung“
Wood Mackenzies Marktprognose für Wasserstoff für das Jahr 2026 geht davon aus, dass Wasserstoff nicht-biologischen Ursprungs an Bedeutung gewinnen und Ammoniak-Cracker kommerzielle Größenordnung erreichen werden, prognostiziert jedoch einen Rückgang des Marktes im Nahen Osten und die Aufgabe der industriellen Wasserstoffvorgaben durch die EU.
Wood Mackenzie hat fünf Prognosen für den globalen Wasserstoffmarkt im Jahr 2026 veröffentlicht.
Der Bericht „Wasserstoff: 5 Dinge, auf die man 2026 achten sollte” der Analysten besagt, dass nach dem Optimismus von 2024 und der ernüchternden Realität von 2025 das Jahr 2026 ein „Jahr der Abrechnung für den Wasserstoffsektor” sein wird, das von einer „grundlegenden Neubewertung der Triebkräfte der Projektwirtschaft” geprägt sein wird.
„Projekte kommen dort voran, wo Politik und Absatz übereinstimmen, und kommen dort zum Stillstand, wo eines von beiden ungewiss bleibt”, erklärte Murray Douglas, Vizepräsident für Wasserstoff- und Derivateforschung bei Wood Mackenzie. „2026 wird sich zeigen, welche Wasserstoffmärkte tragfähig sind und welche nur auf politischen Ambitionen beruhen.”
„Black Out“ Reserve gefordert
Nach dem mehrtägigen Stromausfall in Berlin ist die Energieversorgung inzwischen wieder stabil. Als Reaktion auf den Vorfall fordert der Deutsche Städtetag von der Bundesregierung den Aufbau einer bundesweiten Notfallreserve mit mobilen Kraftwerken, die im Ernstfall ganze Stadtteile mit Strom und Wärme versorgen können. Das Bundesinnenministerium verweist hingegen auf bereits geplante Maßnahmen für den Krisen- und Verteidigungsfall, sieht die Hauptverantwortung jedoch bei Ländern und Kommunen.
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Christian Schuchardt, erklärte gegenüber der „Rheinischen Post“, großflächige und länger andauernde Stromausfälle erforderten ein Umdenken. Es reiche nicht aus, lediglich einzelne kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Pflegeheime mit Notstromaggregaten abzusichern. Sinnvoller sei es, mit mobilen Kraftwerken komplette Quartiere temporär mit Energie zu versorgen. Dafür brauche es eine nationale Blackout-Reserve.
Auslöser der Debatte war ein Brandanschlag im Südwesten Berlins, der mutmaßlich linksextremistisch motiviert war. Dadurch waren rund 45.000 Haushalte sowie etwa 2.200 Unternehmen über mehrere Tage ohne Strom. Die Wiederherstellung der Versorgung gestaltete sich aufgrund der winterlichen Witterung schwierig und zog sich hin. In vielen Wohnungen fiel neben dem Strom auch die Heizung aus. Erst bis Mitte der Woche konnten alle Betroffenen – teils über provisorische Lösungen – wieder an das Netz angeschlossen werden. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sprach sich dafür aus, dass eine nationale Blackout-Reserve vom Bund vorgehalten werden müsse.
Das Bundesinnenministerium teilte dazu mit, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in den kommenden Jahren den Aufbau einer nationalen Blackout-Reserve plane. Diese solle dazu dienen, im Krisen- oder Kriegsfall ausgefallene Strom- und Notstromkapazitäten zumindest teilweise durch mobile Netzersatzanlagen zu kompensieren. Die operative Zuständigkeit liege jedoch weiterhin bei den Ländern, während das BBK unterstützend tätig werde.
Quelle: Tagesspiegel Background vom 12.01.26
Wie der Umstieg aufs Elektroauto gelingt
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) rät Verbraucherinnen und Verbrauchern beim Autokauf zu vollelektrischen und besonders effizienten Kleinwagen. Nach Einschätzung der Organisation sind reine Elektrofahrzeuge sowohl für das Klima als auch für die Umwelt deutlich vorteilhafter als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – unabhängig davon, ob diese mit oder ohne Hybridtechnik ausgestattet sind. In einem neuen Verbraucherleitfaden gibt die DUH konkrete Hinweise für eine umweltgerechte Fahrzeugauswahl sowie für die Nutzung von Elektroautos.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH, erklärt dazu: Während auf politischer Ebene noch über die Zukunft des Verbrennungsmotors diskutiert werde, hätten viele Menschen bereits erkannt, dass Elektromobilität die zukunftsfähige Lösung sei. Reine Elektroautos seien klar umweltfreundlicher als alle Varianten von Verbrennerfahrzeugen. Allerdings gebe es auch bei Elektroautos Unterschiede: Empfohlen würden sparsame, kompakte Modelle. Von Plug-in-Hybriden rät die DUH ausdrücklich ab, da deren reale Kraftstoffverbräuche häufig deutlich über den Herstellerangaben lägen und sie in der Praxis teilweise sogar umweltschädlicher seien als klassische Verbrenner. (mehr …)
Klimaschutz geht in die richtige Richtung, aber zu langsam – Studie präsentiert neue Daten
Die nach eigenen Angaben unabhängige Organisation Agora Energiewende präsentiert neue Zahlen zum Klimaschutz in Deutschland.
640 Millionen Tonnen CO2 wurden im zurückliegenden Jahr 2025 emittiert. Dies entspricht einer Verbesserung um 1,5%, beziehungsweise neun Millionen Tonnen CO2 verglichen mit 2024. Seit 1990 halbierten sich die Emissionen ingesamt, wie ein Graph der Agora Energiewende zeigt.
Die Weichen für die Wasserstoffproduktion gestellt
Lubmin soll sich zu einem zentralen Drehkreuz für Wasserstoff entwickeln und damit eine wichtige Rolle für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland spielen. Eine ehemalige Nord-Stream-Pipeline soll künftig Wasserstoff bis in den Raum Berlin transportieren.
Am 11. Dezember im Industriehafen von Lubmin (Landkreis Vorpommern-Greifswald) lodert noch eine große Flamme über dem Gelände. Mithilfe einer meterhohen Heißgasfackel werden die letzten Reste Erdgas aus der OPAL-Pipeline verbrannt. Diese Leitung war früher Teil des Nord-Stream-Projekts, soll jedoch künftig Wasserstoff in Richtung Berlin transportieren und dort in das geplante bundesweite Wasserstoffkernnetz eingespeist werden. Dieses Netz soll mit einer Gesamtlänge von mehr als 9.000 Kilometern Wasserstoff durch ganz Deutschland leiten.
Nahe der Fackel haben sich an diesem Morgen mehrere Mitarbeiter des Pipeline-Betreibers Gascade versammelt. In neongelben Jacken und weißen Schutzhelmen beobachten sie gespannt den Moment, in dem der Wasserstoff das verbleibende Erdgas aus der Leitung verdrängt. Rund 140 Kilometer entfernt, im brandenburgischen Schönermark bei Schwedt, wird der Wasserstoff in die Pipeline eingespeist. Schrittweise vermischt er sich mit dem Erdgas, bis dieses vollständig aus der Leitung gedrückt ist. In Lubmin wird die Flamme dann unsichtbar – denn Wasserstoff verbrennt farblos und ist nur noch mit einer Wärmebildkamera erkennbar. (mehr …)
Der „digitale Zwilling“ der Erde ermöglicht hochauflösende Klimamodellierung
Forschende des Max-Planck-Instituts für Meteorologie haben einen bedeutenden Fortschritt in der Klimamodellierung erzielt, indem sie erstmals eine globale Simulation des gesamten Erdsystems mit einer sehr hohen Auflösung von 1,25 Kilometern durchgeführt haben. Dieser „digitale Zwilling“ der Erde ermöglicht es, Wetter- und Klimaprozesse extrem detailliert und gleichzeitig weltweit abzubilden und große Zeiträume in sehr kurzer Rechenzeit zu simulieren. Die Leistung gilt als Meilenstein und wurde für einen renommierten Wissenschaftspreis nominiert. (mehr …)
„Durchbruch des Jahres“ liegt im weltweiten Ausbau der Eneuerbaren Energien
Das Fachjournal Science hat den weltweiten Ausbau erneuerbarer Energien als „Durchbruch des Jahres“ ausgezeichnet. Ausschlaggebend ist, dass 2025 erstmals global mehr Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde als aus Kohle. Damit rückt der Zeitpunkt näher, an dem die Emissionen aus fossilen Energien ihren Höhepunkt erreichen und anschließend sinken könnten.
Solarprojektierer Solarmotion realisiert ohne Förderung den Bau drei Agri-Photovoltaikanlagen
Der Solarprojektierer Solarmotion hat in Süddeutschland mit dem Bau von drei Agri-Photovoltaikanlagen begonnen, obwohl viele vergleichbare Projekte derzeit wegen fehlender EU-Genehmigungen ins Stocken geraten sind. Die Anlagen werden ohne zusätzliche staatliche Förderung realisiert und erreichen zusammen eine Leistung von über 15 Megawatt. Sie entstehen auf Ackerflächen in Baden-Württemberg und liefern jährlich große Mengen Solarstrom.
Möglich wird dies durch eine besonders effiziente Projektplanung, moderne Technik und eine durchdachte Vermarktungsstrategie. Zentrale Elemente sind integrierte Batteriespeicher, die eine flexible Einspeisung des Stroms ermöglichen und höhere Erlöse am Strommarkt erlauben. Zusätzlich steigern nachgeführte Modulträger und bifaziale Module den Energieertrag und erleichtern gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen.
Durch diesen Ansatz macht sich das Unternehmen unabhängig von politischen Förderentscheidungen und setzt weiterhin auf Agri-Photovoltaik als Zukunftslösung. Solarmotion verfügt inzwischen über eine umfangreiche Projektpipeline und bietet Beratungen an, um auch scheinbar unwirtschaftliche Projekte neu zu bewerten, weist jedoch darauf hin, dass insbesondere sehr kleine Anlagen wirtschaftlich oft nicht tragfähig sind.
(Quelle: ErneuerbareEnergien, 19.12.2025)
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