Aktuelle Informationen
Energie AG startet Bau ihrer größten Agri-PV-Anlage in Oberösterreich
Mit dem Spatenstich in Pennewang hat die Energie AG den Bau ihrer bislang größten Agri-Photovoltaikanlage begonnen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Das Projekt verbindet die Erzeugung erneuerbarer Energie mit der landwirtschaftlichen Nutzung und soll einen weiteren Beitrag zur Energiewende in Oberösterreich leisten. (mehr …)
MaxSolar und Sungrow realisieren netzdienliches Batteriespeicher-Cluster in Bayern
MaxSolar und Sungrow treiben gemeinsam den Ausbau netzdienlicher Batteriespeicher in Bayern voran. Mit dem Projekt Wutzldorf entsteht nach § 11a EnWG das erste netzdienliche Speicherprojekt Bayerns. Die Speicherlösung PowerTitan 2.0 von Sungrow für den 25-MWh-Großspeicher wurde bereits vollständig ausgeliefert, die Inbetriebnahme ist in den kommenden Wochen geplant. (mehr …)
ÖBB und Burgenland Energie nehmen innovative Agri-PV-Anlage für Bahnstrom in Betrieb
Die ÖBB und Burgenland Energie haben in Donnerskirchen die nach eigenen Angaben weltweit erste Agri-Photovoltaikanlage mit Trackersystem zur Erzeugung von 16,7-Hertz-Bahnstrom in Betrieb genommen. Die Anlage verbindet die Produktion erneuerbarer Energie mit landwirtschaftlicher Nutzung und soll einen Beitrag zu einer klimafreundlichen Mobilität leisten.
Deutschland verfehlt EU-Klimaziele deutlich
Deutschland wird seine Vorgaben im Rahmen der Europäischen Lastenteilungsverordnung (Effort Sharing Regulation, ESR) bis 2030 voraussichtlich deutlich verfehlen. Nach aktuellen Projektionsdaten droht eine kumulierte Überschreitung von rund 255 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten, wie aus einem vom Bundeskabinett verabschiedeten Bericht hervorgeht.
Besonders betroffen sind die Bereiche Verkehr und Gebäude, die nicht unter den europäischen Emissionshandel (ETS I) fallen. Während im Verkehrssektor der Umstieg auf klimafreundliche Antriebe langsamer als erforderlich verläuft, bremsen im Gebäudebereich Verzögerungen bei energetischen Sanierungen und dem Heizungstausch den Emissionsrückgang. Zudem weisen Experten darauf hin, dass neu beschlossene Klimaschutzmaßnahmen ihre Wirkung häufig erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung entfalten.
Nach den EU-Vorgaben müsste Deutschland die überschrittenen Emissionsmengen grundsätzlich durch den Zukauf von Emissionsrechten aus anderen Mitgliedstaaten ausgleichen. Da jedoch zahlreiche EU-Länder ihre ESR-Ziele ebenfalls voraussichtlich nicht erreichen, könnte das Angebot entsprechender Zertifikate knapp werden. Fachleute sehen das bestehende System deshalb zunehmend unter finanziellem und politischem Druck.
Der Expertenrat für Klimafragen fordert Bund und Bundestag auf, zeitnah zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Nach dem reformierten Klimaschutzgesetz muss sich der Bundestag künftig regelmäßig mit der Einhaltung der europäischen Klimavorgaben befassen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen beschließen.
(Quelle: 23.07.2026 Tagesspiegel)
Branche kritisiert EEG-Novelle und Netzpaket
Die geplante EEG-Novelle und das neue Netzpaket aus dem Bundeswirtschaftsministerium stoßen bei der Erneuerbaren-Branche auf deutliche Kritik. Verbände wie der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) sehen die geplanten Regelungen als erhebliches Risiko für den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie.
Ein zentraler Kritikpunkt ist die vorgesehene Pflicht zur Direktvermarktung für kleinere Photovoltaikanlagen. Betreiber neuer Dachanlagen sollen nach einer Übergangsphase ihren Strom selbst vermarkten müssen. Nach Einschätzung der Branche fehlen dafür bislang geeignete Marktstrukturen und wirtschaftliche Anreize für Kleinanlagen.
Kritisch bewertet wird zudem die geplante Regelung für netzbedingte Abschaltungen neuer Wind- und Solarparks in Regionen mit Netzengpässen. Trotz bereits vorgenommener Anpassungen befürchten Investoren weiterhin erhebliche und schwer kalkulierbare Erlösausfälle. Die Verbände warnen, dass damit das Risiko unzureichender Netzkapazitäten einseitig auf die Anlagenbetreiber verlagert werde, anstatt den Netzausbau zu beschleunigen.
Auch das Gesetzgebungsverfahren selbst stößt auf Kritik. Die Verbändeanhörung erfolgte mit einer sehr kurzen Frist während der Sommerpause, was von mehreren Akteuren als unzureichend für eine sorgfältige Bewertung angesehen wird.
Nach Einschätzung des BSW-Solar könnten die geplanten Regelungen den Ausbau der Photovoltaik insbesondere in Regionen mit bereits bestehenden Netzengpässen deutlich bremsen. Die Branche fordert daher Nachbesserungen, um Investitionssicherheit zu gewährleisten und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien nicht zu gefährden.
(Quelle 22.07.2026 Tagesspiegel)
Analyse: Klimafonds verliert Fokus auf die Transformation
Eine aktuelle Analyse des Thinktanks Zukunft Klimasozial kommt zu dem Schluss, dass der Klima- und Transformationsfonds (KTF) seine ursprüngliche Funktion zunehmend verliert. Statt gezielt Investitionen in die Energiewende zu fördern, fließt ein wachsender Teil der Mittel in die Entlastung von Energiepreisen.
Mit 13,3 Milliarden Euro bildet die Senkung der Energiekosten den größten Ausgabenposten des aktuellen Wirtschaftsplans. Ein erheblicher Anteil entfällt auf die Stabilisierung der Übertragungsnetzentgelte sowie die Strompreiskompensation für die Industrie. Nach Einschätzung der Autoren verringert dies die unmittelbare Klimawirkung des Fonds, da weniger Mittel für CO₂-mindernde Investitionen zur Verfügung stehen.
Auch die Verteilung der Fördergelder verschiebt sich. Während die Industrie gegenüber dem Vorjahr zusätzliche Mittel erhält, soll die Förderung klimafreundlicher Heizungen in den kommenden Jahren zurückgehen. Positiv bewertet wird hingegen die Bereitstellung von 800 Millionen Euro zur Förderung der Elektromobilität für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen.
Verbände wie der BDEW und der VKU fordern deshalb eine stärkere Ausrichtung des KTF auf langfristige Transformationsinvestitionen. Neben höheren Investitionen in die Energieinfrastruktur seien vor allem verlässliche Finanzierungsbedingungen und ein effizienterer Mittelabfluss notwendig, um die Energiewende dauerhaft zu beschleunigen.
(Quelle 21.07.2026 Tagesspiegel)
Umweltminister Schneider ringt um Klima- und Naturschutzvorhaben
Größte Agri-PV-Anlage in Nordrhein-Westfalen schützt Heidelbeeren
In Wadersloh ist auf einer 17 Hektar großen Heidelbeerplantage eine der größten Agri-Photovoltaikanlagen Deutschlands in Betrieb gegangen. Rund 40.000 Solarmodule verbinden den Anbau von Heidelbeeren mit der Erzeugung von Solarstrom.
Die Energiewende in Unterfranken schreitet voran: erste Agri-PV-Anlage speist Strom ins Netz
In der Ortschaft Hainert bei Knetzgau wurde die erste Agri-PV-Anlage in der Region installiert. Die Agri-PV-Anlage erbringt mit 19,9 Megawattpeak ausreichend Leistung um 7.000 Haushalten in der Region Strom zu liefern. Die Anlage ist mit der sogenannten lichten Höhe von 2,10 Metern eine hochaufgeständerte Agri-PV-Anlage und mit 38.000 Solarmodulen ausgestattet. Um den Stromerzeugung möglichst gleichmässig zu gestalten, sind die Module in jeder Himmelsrichtung ausgerichtet.
Weltweit größter Höhenwindturm entsteht in Brandenburg
In der Lausitz entsteht derzeit ein besonderes Windenergieprojekt: Die Gicon-Großmann Ingenieur Consult GmbH errichtet in Schipkau eine Windenergieanlage mit einer geplanten Gesamthöhe von 360 Metern. Mit einer Nabenhöhe von 300 Metern soll der sogenannte Höhenwindturm nach Fertigstellung die höchste Windenergieanlage der Welt sein.
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