Aktuelle Informationen
Wasserstoffgasturbine ohne Kompressor in Karlsruhe entwickelt
Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben mit einer kompressorlosen Wasserstoffgasturbine einen neuen Laufzeitrekord aufgestellt. Der Brenner, der mit einer Verbrennungstechnologie mit Druckverstärkung ausgestattet ist, lief 303 Sekunden lang und übertraf damit den bisherigen Rekord der NASA von 250 Sekunden. „Diese Leistung setzt neue Maßstäbe für den Einsatz von Wasserstoff in der Energieversorgung“, erklärte das KIT und fügte hinzu, dass das Team Anfang dieses Jahres erstmals erfolgreich Strom mit einer Wasserstoff-Gasturbine ohne mechanischen Kompressor erzeugt habe.
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Quelle: PV Magazin vom 27.02.26
„Solarbatterie“ liefert bei Bedarf Wasserstoff aus Sonnenenergie – Copolymer ermöglicht eine zeitlich flexible Energienutzung
Forscher aus Jena haben in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anorganische Chemie I der Universität Ulm ein Material entwickelt, das Sonnenenergie mehrere Tage lang speichern und als Wasserstoff wieder abgeben kann. „Man kann sich das als eine Kombination aus Solarzelle und Batterie auf molekularer Ebene vorstellen“, sagte Sven Rau, der Leiter des deutschen Instituts. Die Forscher nutzten ein wasserlösliches, redoxaktives Copolymer zur temporären Speicherung von Energie bzw. Elektronen. Copolymere sind Makromoleküle, die aus verschiedenen organischen Bausteinen bestehen und ein stabiles Gerüst bilden, das mit funktionellen Einheiten mit verstärkter Redoxaktivität ausgestattet ist. Das System erreicht einen Ladewirkungsgrad von über 80 % und hält diesen Zustand mehrere Tage lang aufrecht. Durch Zugabe einer Säure und eines Wasserstoffentwicklungs-Katalysators verbinden sich die gespeicherten Elektronen mit Protonen, um bei Bedarf Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von 72 % zu erzeugen.
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Quelle: PV Magazin vom 27.02.26
The Hydrogen Stream: Das 220-MW-ACES-Projekt in Utah steht kurz vor der Fertigstellung
Laut HydrogenPro steht das 220-MW-ACES-Delta-Projekt in Utah kurz vor der Fertigstellung; alle Elektrolyseure laufen bereits unter Volllast, während der Hub Wasserstoff in Salzkavernen speichern wird, deren Energiekapazität zwei- bis dreimal so groß ist wie die aller netzgebundenen Batterien in den USA zusammen.
HydrogenPro teilte mit, dass das 220-MW-ACES-Projekt in Utah, USA, kurz vor der Fertigstellung steht. HydrogenPro ist der exklusive Lieferant der Elektrolyseure. „Dieses Projekt ist eines der weltweit größten Projekte für erneuerbaren Wasserstoff und wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Stromversorgung Kaliforniens haben“, erklärte das norwegische Unternehmen und fügte hinzu, dass alle 40 Elektrolyseure in allen Anlagen bereits unter Volllast laufen. Der Advanced Clean Energy Storage Hub (ACES Delta) wird gemeinsam von Chevron New Energies Company und Mitsubishi Power entwickelt, um täglich bis zu 100 Tonnen grünen Wasserstoff zu produzieren und zu speichern. Der Wasserstoff wird in zwei Salzkavernen mit einer Energiekapazität von jeweils 150 Gigawattstunden (GWh) gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist. „Der Energy Hub verfügt über eine Speicherkapazität, die zwei- bis dreimal so groß ist wie die aller netzgekoppelten Batteriespeicheranlagen in den gesamten Vereinigten Staaten zusammen“, so HydrogenPro.
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Quelle: PV Magazin vom 27.02.2026
Wie gelingt Second-Life für das Solarmodul
Etwa jedes zweite ausgemusterte Solarmodul kann noch einmal genutzt werden. Das Braunschweiger Startup Better Sol hat ein KI-gestütztes Testsystem entwickelt, mit dem sich sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die elektrische Sicherheit gebrauchter Photovoltaik-Module präzise überprüfen lassen.
Das Unternehmen verfolgt das Ziel, funktionstüchtige Solarmodule vor einer vorzeitigen Entsorgung zu bewahren und so die Menge an Elektroschrott zu reduzieren. Für dieses Konzept wurde Better Sol von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Rahmen ihrer Green-Startup-Förderung mit rund 125.000 Euro unterstützt.
Zur Qualitätsprüfung der gebrauchten Module setzt Better Sol ein teilweise automatisiertes Testsystem ein, das durch eine eigens entwickelte KI-Software ergänzt wird. Zunächst erfolgt eine mehrstufige optische Kontrolle. Dabei werden sowohl sichtbare Schäden als auch jede einzelne Solarzelle genau untersucht. Anschließend wird die tatsächliche Leistung des Moduls getestet. Entscheidend ist dabei, wie viele Watt das Modul im Vergleich zu seiner ursprünglichen Leistung noch erzeugen kann. Zusätzlich wird auch die elektrische Sicherheit gründlich überprüft. (mehr …)
Kosten und Nutzen des Wegs zu Netto-Null bis 2050 im Vereinigten Königreich
Der britische Klimarat (Climate Change Committee, CCC) hat einen Bericht veröffentlicht, der seine Empfehlungen zum siebten CO₂-Budget des Vereinigten Königreichs ergänzt. Darin untersucht die unabhängige Behörde die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Energiesicherheit beim Übergang zu Netto-Null-Emissionen bis 2050.
Schiebefenster mit integrierten PV-Modulen bieten Architektur neue Gestaltungsmöglichkeiten
Ehret, ein deutscher Fassadenhersteller, hat ein Schiebefenster-System mit dem Namen SolarSlide mit integrierten PV-Modulen zur optischen und energetischen Aufwertung von Häuserfassaden auf den Markt gebracht.
Arbeitsentwurf zum EEG 2027: Deutliche Änderungen für kleine Photovoltaikanlagen geplant
Ein aktueller Arbeitsentwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2027) vom 22. Januar 2026 gibt einen ersten Einblick in mögliche zukünftige Rahmenbedingungen für den Photovoltaik-Ausbau. Das rund 440 Seiten umfassende Dokument sieht insbesondere für kleinere PV-Anlagen, wie sie typischerweise auf Wohngebäuden installiert werden, erhebliche und potenziell weitreichende Änderungen vor.
Veröffentlichung Wasserstoffleitfäden des h2-well Markthubs
Im Rahmen des Projekts h2-well Markthub wurden umfassende Wasserstoff-Leitfäden entwickelt. Diese stehen auf der Webseite des SolarInput e.V. sowie über die H2-Thek zum Download bereit.
Die Leitfäden entstanden im Projektzeitraum von März 2023 bis Dezember 2025 in enger Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern – der Bauhaus-Universität Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Ziel der Ausarbeitung ist die verständliche Aufbereitung und Vermittlung zentraler Ergebnisse sowie konkreter Empfehlungen für Thüringen und darüber hinaus.
Inhaltlich befassen sich die Leitfäden mit folgenden Sektoren: Grüner Kalk, Abwasserreinigung, Wärmeversorgung, Stahlindustrie sowie Schwerlastverkehr und Logistik.
Masterarbeit: Ökobilanzierung von Agri-Photovoltaik in Kombination mit Energiespeichersystemen
Im Rahmen des Abschlusses seines Masterstudiums im Studiengang Erneuerbare Energien Management hat unser Mitarbeiter Leon Bruno Hoffmann im Februar 2026 seine Masterarbeit erfolgreich fertiggestellt. Der Titel der Arbeit lautet: Ökobilanzierung von Agri-Photovoltaik in Kombination mit Energiespeichersystemen – Eine modellhafte Analyse des Umweltfußabdrucks von Agri-Photovoltaik- und Freiflächenanlagen mit Energiespeicherung und Wasserstoffnutzung in Thüringen.
Battery Business & Development Forum (BBDF) in Frankfurt am Main
Bereits zum zweiten Mal findet in diesem Jahr vom 31. März bis 1. April 2026 das Battery Business & Development Forum (BBDF) in Frankfurt am Main statt. Die englischsprachige Fachveranstaltung organisiert von Conexio-PSE, pv magazine und SolarPower Europe hat sich binnen eines Jahres zum wichtigen Treffpunkt für führende Köpfe der europäischen Batteriespeicherbranche entwickelt. Nach der erfolgreichen Premiere 2025 zählt BBDF zu einem der wichtigsten Termine für Projektentwickler, Investoren, Projektträger, Banken und viele weitere Akteure. Nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten zum Networking während der Konferenz.
Über 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich in Frankfurt, um über die zentralen Herausforderungen der Branche zu diskutieren. Aufgrund des positiven Echos 2025 weiten die Veranstalter das Event 2026 auf zwei Konferenztage aus und erwarten erneut über 450 Teilnehmende.
Unter dem Motto „Investing in Power: Accelerating Europe’s Battery Storage Momentum“ sprechen 70 Referentinnen und Referenten über die Dynamik des Batteriespeichermarkts in Europa. Wie die Branche mit diesen Herausforderungen umgeht und welche Chancen bestehen, stehen im Fokus. Bei der Debatte soll unter anderem ein Blick auf die führenden und für Investoren attraktivsten Märkte in Europa wie jene in Großbritannien, Italien oder Bulgarien geworfen werden. Auf dem Programm: Die Zukunft hybrider Power Purchase Agreements (PPAs) sowie Fragen nach sicheren und transparenten Lieferketten.
Hinweis: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt
Weiterführende Informationen finden Sie hier oder unter https://www.battery-business-forum.com/
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