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Pilotprojekt soll deutlich mehr Photovoltaik in bestehende Netze integrieren

Pilotprojekt soll deutlich mehr Photovoltaik in bestehende Netze integrieren

In Hopfgarten bei Weimar startet ein Pilotprojekt, das die Aufnahmefähigkeit bestehender Stromnetze für Photovoltaik deutlich erhöhen soll. Erstmals kommt dabei ein neu entwickelter Kompakt-Mittelspannungslängsregler (MSLR) zum Einsatz, der von Thüga, TEN Thüringer Energienetze und Hitachi Energy entwickelt wurde.

Der MSLR regelt gezielt die Spannung im Mittelspannungsnetz und erhöht dadurch die Auslastung bestehender Leitungen. Nach Berechnungen in einem Beispielnetz könnten so bis zu 260 Prozent mehr Photovoltaikleistung integriert werden, ohne dass neue Leitungen gebaut werden müssen. Allein im Pilotgebiet könnten dadurch rund 2.750 zusätzliche Balkonkraftwerke angeschlossen werden.

Die kompakte Anlage lässt sich ohne größere Baumaßnahmen in bestehende Trafostationen integrieren und ergänzt bestehende Maßnahmen wie regelbare Ortsnetztransformatoren, Batteriespeicher oder Redispatch. Ziel ist es, kurzfristig zusätzliche Netzkapazitäten bereitzustellen und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen.

Nach Angaben der Thüga könnte der Einsatz der Technologie bei einzelnen Netzbetreibern bis 2035 Netzausbaukosten in dreistelliger Millionenhöhe einsparen. Die Serienfertigung des Mittelspannungslängsreglers soll künftig durch Hitachi Energy im polnischen Łódź erfolgen.

(Quelle: 03.07.2026 THÜGA)

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