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Solarausschreibung 2026 erneut deutlich überzeichnet

Solarausschreibung 2026 erneut deutlich überzeichnet

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der Solarausschreibung zum Gebotstermin am 1. März 2026 veröffentlicht. Die Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen sowie Solaranlagen auf sonstigen baulichen Anlagen war erneut deutlich überzeichnet. Damit setzt sich der hohe Wettbewerbsdruck im deutschen PV-Markt fort.

Ausgeschrieben waren insgesamt 2.295 Megawatt (MW). Eingereicht wurden jedoch 532 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 4.622 MW, also mehr als doppelt so viel wie verfügbar war. Am Ende erhielten 268 Projekte mit zusammen 2.299 MW einen Zuschlag. 39 Gebote wurden vom Verfahren ausgeschlossen.

Die Zuschlagswerte lagen zwischen 3,99 und 5,10 Cent pro Kilowattstunde. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert sank leicht auf 4,94 Cent pro Kilowattstunde und lag damit unter dem Niveau der Vorrunde mit 5,00 Cent pro Kilowattstunde. Laut Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, zeigt die erneut starke Überzeichnung das anhaltend hohe Interesse am Ausbau der Solarenergie in Deutschland.

Regional entfiel das größte Zuschlagsvolumen erneut auf Bayern mit 693 MW aus 106 erfolgreichen Geboten. Dahinter folgen Niedersachsen mit 340 MW sowie Baden-Württemberg mit 333 MW.

Besonders stark vertreten waren Projekte entlang von Autobahnen und Schienenwegen. Auf diese Flächen entfielen 123 Zuschläge mit insgesamt 1.026 MW. Weitere 760 MW gingen an Projekte auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten.

Auffällig war zudem der starke Anstieg sogenannter besonderer Solaranlagen. Diese Projekte kombinieren die Stromerzeugung mit einer zusätzlichen Nutzung der Fläche, etwa für Landwirtschaft im Rahmen von Agri-Photovoltaik. Insgesamt erhielten 59 dieser Projekte mit zusammen 439 MW einen Zuschlag, ein neuer Höchstwert und ein deutliches Wachstum gegenüber den vorherigen Ausschreibungsrunden.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Ausbau großer Solarprojekte in Deutschland weiter an Dynamik gewinnt. Gleichzeitig steigt die Bedeutung innovativer Flächenkonzepte, die erneuerbare Energieerzeugung mit anderen Nutzungen kombinieren und damit zur effizienteren Nutzung verfügbarer Flächen beitragen.

(Quelle:  Bundesnetzagentur  12.05.2026)

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