Startup Better Sol: Bietet Zweites Leben für Solarmodule
Startup Better Sol: Bietet Zweites Leben für Solarmodule
Das Braunschweiger Startup Better Sol setzt auf Wiederverwendung statt Entsorgung: Laut Unternehmen ist etwa jedes zweite ausgemusterte Solarmodul noch für einen weiteren Einsatz geeignet. Mithilfe eines KI-gestützten Testverfahrens werden gebrauchte Photovoltaik-Module auf Leistungsfähigkeit und Sicherheit geprüft und für eine erneute Nutzung aufbereitet. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Projekt im Rahmen ihrer Green-Startup-Förderung mit rund 125.000 Euro.
Kern der Technologie ist ein teilautomatisiertes Prüfsystem mit eigens entwickelter Software. Zunächst erfolgt eine detaillierte optische Analyse, bei der sowohl sichtbare Schäden als auch einzelne Solarzellen untersucht werden. Anschließend wird die tatsächliche Leistung des Moduls im Vergleich zum Ursprungswert gemessen und die elektrische Sicherheit überprüft. Alle Ergebnisse fließen in eine KI-basierte Auswertung ein, die eine präzise Leistungsprognose ermöglicht.
Funktionsfähige Module erhalten ein Label mit Leistungsangabe und Prüfprotokoll, wodurch Transparenz und Vergleichbarkeit für Kundinnen und Kunden geschaffen werden. Nur nicht mehr geeignete Module werden dem Recycling zugeführt.
Ein Großteil der gebrauchten Module stammt aus Solarparks, in denen Anlagen oft frühzeitig durch leistungsstärkere Technik ersetzt werden. Dadurch entsteht zwar mehr Strom, gleichzeitig werden jedoch viele noch funktionstüchtige Module ausgemustert. Better Sol will diese Ressourcen effizienter nutzen und so Abfall reduzieren sowie zusätzliche erneuerbare Energie erschließen.
Die aufbereiteten Module richten sich an eine breite Zielgruppe, von Privathaushalten bis hin zu Gewerbebetrieben. Auch kompakte Lösungen wie Balkonkraftwerke sind Teil des Angebots. Perspektivisch plant das Unternehmen mobile Testsysteme, um Module direkt vor Ort zu prüfen, sowie eine stärkere Automatisierung, um größere Mengen effizient verarbeiten zu können.
(Quelle: Solarserver 05.03.2026)
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