Markt und Brancheninformationen
Startup Better Sol: Bietet Zweites Leben für Solarmodule
Das Braunschweiger Startup Better Sol setzt auf Wiederverwendung statt Entsorgung: Laut Unternehmen ist etwa jedes zweite ausgemusterte Solarmodul noch für einen weiteren Einsatz geeignet. Mithilfe eines KI-gestützten Testverfahrens werden gebrauchte Photovoltaik-Module auf Leistungsfähigkeit und Sicherheit geprüft und für eine erneute Nutzung aufbereitet. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Projekt im Rahmen ihrer Green-Startup-Förderung mit rund 125.000 Euro.
Bericht des Europäischen Rechnungshofs zum Ausbau von Energiegemeinschaften
Die EU kommt beim Ausbau von Energiegemeinschaften langsamer voran als erwartet. Das zeigt ein Bericht des Europäischen Rechnungshofs, der prüft, ob die bestehenden politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen ausreichen, um diese Initiativen auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050 wirksam einzubinden.
26 Maßnahmen für eine effiziente Energiewende
Die Branchenverbände aus den Bereichen Biogas, Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft und Wärmepumpen warnen gemeinsam vor möglichen Folgen der Reformpläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Ihrer Ansicht nach könnten dadurch Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien zurückgehen und Arbeitsplätze gefährdet werden. Als Gegenentwurf haben sie einen Katalog mit 26 Maßnahmen vorgelegt, der aufzeigen soll, wie sich der Ausbau effizienter und kostengünstiger gestalten lässt.
Hintergrund ist, dass Reiche das Energiesystem neu strukturieren möchte. Geplant ist unter anderem, die Förderung für Dachsolaranlagen abzuschaffen. Zudem sollen Betreiber von Anlagen in bestimmten Regionen künftig keine Entschädigung mehr erhalten, wenn ihre Anlagen wegen überlasteter Netze abgeschaltet werden müssen.
Förderbescheide für Brennstoffzellenbusse
Das Bundesverkehrsministerium (BMV) hat Förderbescheide an Verkehrsunternehmen im ganzen Land überreicht, darunter auch an die Ruhrbahn, die rund 11,6 Millionen Euro (13,7 Millionen US-Dollar) für die Anschaffung von 52 modernen Brennstoffzellenbussen erhält. „Wasserstoff bietet große Reichweiten, kurze Betankungszeiten und große betriebliche Flexibilität, insbesondere in dicht vernetzten Regionen“, sagte Geschäftsführer Ahmet Avsar und kommentierte die Auswirkungen auf das Ruhrgebiet. Seit 2025 sind im Einsatzgebiet der Ruhrbahn 19 wasserstoffbetriebene Linienbusse im Einsatz, weitere sieben werden bis Ende 2026 erwartet.
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Quelle: PV Magazin vom 27.02.2026
Wie gelingt Second-Life für das Solarmodul
Etwa jedes zweite ausgemusterte Solarmodul kann noch einmal genutzt werden. Das Braunschweiger Startup Better Sol hat ein KI-gestütztes Testsystem entwickelt, mit dem sich sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die elektrische Sicherheit gebrauchter Photovoltaik-Module präzise überprüfen lassen.
Das Unternehmen verfolgt das Ziel, funktionstüchtige Solarmodule vor einer vorzeitigen Entsorgung zu bewahren und so die Menge an Elektroschrott zu reduzieren. Für dieses Konzept wurde Better Sol von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Rahmen ihrer Green-Startup-Förderung mit rund 125.000 Euro unterstützt.
Zur Qualitätsprüfung der gebrauchten Module setzt Better Sol ein teilweise automatisiertes Testsystem ein, das durch eine eigens entwickelte KI-Software ergänzt wird. Zunächst erfolgt eine mehrstufige optische Kontrolle. Dabei werden sowohl sichtbare Schäden als auch jede einzelne Solarzelle genau untersucht. Anschließend wird die tatsächliche Leistung des Moduls getestet. Entscheidend ist dabei, wie viele Watt das Modul im Vergleich zu seiner ursprünglichen Leistung noch erzeugen kann. Zusätzlich wird auch die elektrische Sicherheit gründlich überprüft. (mehr …)
Schiebefenster mit integrierten PV-Modulen bieten Architektur neue Gestaltungsmöglichkeiten
Ehret, ein deutscher Fassadenhersteller, hat ein Schiebefenster-System mit dem Namen SolarSlide mit integrierten PV-Modulen zur optischen und energetischen Aufwertung von Häuserfassaden auf den Markt gebracht.
Elektrifizierung industrieller Prozesswärme: Kostenvorteile und politische Voraussetzungen
Eine aktuelle Analyse von Agora Industry und Agora Energiewende zeigt, dass die Elektrifizierung industrieller Prozesswärme in Europa bereits heute wirtschaftlich sein kann, insbesondere bei Anwendungen im niedrigen und mittleren Temperaturbereich. Diese Prozesse machen rund die Hälfte des industriellen Wärmebedarfs aus und bieten damit ein erhebliches kurzfristiges Dekarbonisierungspotenzial. (mehr …)
Fertigstellung H2-well Markthub
Am 01. März 2023 startete das Projektvorhaben „h2-well Markthub“ in der zweiten Förderphase des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten WIR!-Projekts h2-well – Wasserstoffquell- und Wertschöpfungsregion Main-Elbe-Link. Das Projekt lief bis zum 31. Dezember 2025.
Die SolarInput übernahm die Rolle des Projektkoordinators im Verbund mit der Bauhaus-Universität Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Ziel des h2-well Markthubs war der Aufbau eines zentralen Knotenpunktes für eine dezentrale, grüne Wasserstoffwirtschaft. Hierzu wurde eine digitale und analoge Plattform geschaffen, die als Informations-, Austausch- und Diskussionsraum für regionale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft dient.
Im Rahmen der Projektlaufzeit wurden zahlreiche inhaltliche und organisatorische Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählten unter anderem Expertenpanels in Form von Interviews, umfangreiche Deskrecherchen zu Marktregularien auf europäischer, Bundes- und Landesebene sowie die Erstellung einer Akteurslandkarte, die in den digitalen Markthub integriert wurde. Die digitale Plattform wurde kontinuierlich mit Inhalten befüllt und weiterentwickelt.
Darüber hinaus wurden verschiedene Veranstaltungsformate realisiert, darunter ein Runder Tisch zur Wärmewende mit Wasserstoff in Nordhausen sowie die Veröffentlichung erster Projektergebnisse beim Bürgerenergieforum in Jenaund an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der digitale Markthub wurde im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 11. September in der IHK offiziell vorgestellt. Ergänzend wirkte das Projekt an der Woche des Wasserstoffs mit.
Mit dem h2-well Markthub wurde damit eine nachhaltige Grundlage für Vernetzung, Wissenstransfer und zukünftige Aktivitäten im regionalen Wasserstoffökosystem geschaffen.
Auf der H2-Thek kann sich ein Eindruck über die Erkenntnisse und Ergebnisse verschafft werden.
Besondere Aufmerksamkeit sollte den Akteurslandkarten und die Leitfäden gewidmet werden.
Zugang zur H2-Thek finden Sie hier.
Viel Spaß beim durchstöbern,
Ihr SolarInput-Team
Wasserstoff-Wirtschaft in Thüringen: Globale Hemmnisse, nationale Potentiale und regionale Handlungsempfehlungen
Unter dem Titel „Wasserstoff-Wirtschaft in Thüringen: Globale Hemmnisse, nationale Potentiale und regionale Handlungsempfehlungen“ präsentieren Fabian Pflügler, Anna Mehlis und Stephan Humbert vom h2-well Markthub aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Projekt im öffentlichen Forschungskolloquium des Arbeitsbereichs Arbeits- und Wirtschaftssoziologie am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Der Vortrag beleuchtet die komplexen Zusammenhänge zwischen globalen Entwicklungen, nationalen Rahmenbedingungen und den spezifischen Möglichkeiten für dezentrale Wasserstoffstrukturen in unserer Region. Weitere Informationen finden Sie in der H2Thek.
Datum: Donnerstag, 5. Februar 2026, 18:00–20:00 Uhr
Ort: Fürstengraben 1, Video-Aufnahmeraum im 2.OG, 07743 Jena
Onlineteilnahme: https://uni-jena-de.zoom-x.de/j/69068010723
(Meeting-ID: 690 6801 0723| Kenncode: 486293)

Deutschland erweitert seine Batteriespeicherkapazität im Jahr 2025 um 6,57 GWh
Deutschland hat im Jahr 2025 schätzungsweise 6,57 GWh an stationärer Batteriespeicherkapazität hinzugewonnen, was einem Anstieg von etwa 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und die installierte Gesamtkapazität auf rund 24 GWh erhöht. Das Wachstum wurde von industriellen und großtechnischen Anlagen getragen, während die Installation von Speichersystemen in Privathaushalten aufgrund der schwächeren Nachfrage nach Dachsolaranlagen zurückging.
In Deutschland wurden rund 530.000 neue Batteriespeichersysteme mit einer Gesamtleistung von etwa 5,84 GWh in Betrieb genommen und registriert, wobei verspätete Registrierungen die zusätzliche Kapazität voraussichtlich auf 6,57 GWh erhöhen werden. Dies würde einen Anstieg von rund 500 MWh oder 8 % gegenüber 2024 bedeuten und nach dem Rückgang im letzten Jahr eine Rückkehr zum Wachstum signalisieren.
Ein Vergleich der 2024 registrierten und in Betrieb genommenen Batteriespeichersysteme (ohne verspätete Registrierungen) mit den aktuellen Zahlen für 2025 zeigt unterschiedliche Trends in den verschiedenen Marktsegmenten. Während die Expansion im Segment der Heimspeicher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen ist, wächst das Segment der Industriespeicher weiterhin stetig, und das Segment der Großspeicher verzeichnet ein dynamisches Wachstum.
Das Segment der Heimspeicher verzeichnete 2025 einen Zuwachs von 4,19 GWh, was einem Rückgang von 6,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Quelle: PV Magazin vom 12.02.26
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