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Nationale Nachrichten

Forschungsverbund warnt vor Kürzungen der Energieforschung

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) kritisiert die im Entwurf des Bundeshaushalts 2027 vorgesehenen Kürzungen der angewandten Energieforschung. Geplant ist, die Verpflichtungsermächtigungen für neue Forschungsprojekte im Klima- und Transformationsfonds um rund ein Drittel zu reduzieren. Nach Einschätzung des Verbunds gefährdet dies Innovationen, Fachkräfte und die Wettbewerbsfähigkeit des Energiesektors. (mehr …)

Pilotprojekt soll deutlich mehr Photovoltaik in bestehende Netze integrieren

In Hopfgarten bei Weimar startet ein Pilotprojekt, das die Aufnahmefähigkeit bestehender Stromnetze für Photovoltaik deutlich erhöhen soll. Erstmals kommt dabei ein neu entwickelter Kompakt-Mittelspannungslängsregler (MSLR) zum Einsatz, der von Thüga, TEN Thüringer Energienetze und Hitachi Energy entwickelt wurde.

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Bundestag verabschiedet Gebäudemodernisierungsgesetz – Kritik hält an

Der Bundestag hat das umstrittene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) verabschiedet, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzt. Künftig dürfen beim Heizungstausch wieder Öl- und Gasheizungen eingebaut werden. Gleichzeitig werden die Fördermittel für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizsysteme reduziert.

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MaxSolar und Sungrow realisieren netzdienliches Batteriespeicher-Cluster in Bayern

MaxSolar und Sungrow treiben gemeinsam den Ausbau netzdienlicher Batteriespeicher in Bayern voran. Mit dem Projekt Wutzldorf entsteht nach § 11a EnWG das erste netzdienliche Speicherprojekt Bayerns. Die Speicherlösung PowerTitan 2.0 von Sungrow für den 25-MWh-Großspeicher wurde bereits vollständig ausgeliefert, die Inbetriebnahme ist in den kommenden Wochen geplant. (mehr …)

Deutschland verfehlt EU-Klimaziele deutlich

Deutschland wird seine Vorgaben im Rahmen der Europäischen Lastenteilungsverordnung (Effort Sharing Regulation, ESR) bis 2030 voraussichtlich deutlich verfehlen. Nach aktuellen Projektionsdaten droht eine kumulierte Überschreitung von rund 255 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten, wie aus einem vom Bundeskabinett verabschiedeten Bericht hervorgeht.

Besonders betroffen sind die Bereiche Verkehr und Gebäude, die nicht unter den europäischen Emissionshandel (ETS I) fallen. Während im Verkehrssektor der Umstieg auf klimafreundliche Antriebe langsamer als erforderlich verläuft, bremsen im Gebäudebereich Verzögerungen bei energetischen Sanierungen und dem Heizungstausch den Emissionsrückgang. Zudem weisen Experten darauf hin, dass neu beschlossene Klimaschutzmaßnahmen ihre Wirkung häufig erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung entfalten.

Nach den EU-Vorgaben müsste Deutschland die überschrittenen Emissionsmengen grundsätzlich durch den Zukauf von Emissionsrechten aus anderen Mitgliedstaaten ausgleichen. Da jedoch zahlreiche EU-Länder ihre ESR-Ziele ebenfalls voraussichtlich nicht erreichen, könnte das Angebot entsprechender Zertifikate knapp werden. Fachleute sehen das bestehende System deshalb zunehmend unter finanziellem und politischem Druck.

Der Expertenrat für Klimafragen fordert Bund und Bundestag auf, zeitnah zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Nach dem reformierten Klimaschutzgesetz muss sich der Bundestag künftig regelmäßig mit der Einhaltung der europäischen Klimavorgaben befassen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen beschließen.

(Quelle: 23.07.2026 Tagesspiegel)

Branche kritisiert EEG-Novelle und Netzpaket

Die geplante EEG-Novelle und das neue Netzpaket aus dem Bundeswirtschaftsministerium stoßen bei der Erneuerbaren-Branche auf deutliche Kritik. Verbände wie der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) sehen die geplanten Regelungen als erhebliches Risiko für den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie.

Ein zentraler Kritikpunkt ist die vorgesehene Pflicht zur Direktvermarktung für kleinere Photovoltaikanlagen. Betreiber neuer Dachanlagen sollen nach einer Übergangsphase ihren Strom selbst vermarkten müssen. Nach Einschätzung der Branche fehlen dafür bislang geeignete Marktstrukturen und wirtschaftliche Anreize für Kleinanlagen.

Kritisch bewertet wird zudem die geplante Regelung für netzbedingte Abschaltungen neuer Wind- und Solarparks in Regionen mit Netzengpässen. Trotz bereits vorgenommener Anpassungen befürchten Investoren weiterhin erhebliche und schwer kalkulierbare Erlösausfälle. Die Verbände warnen, dass damit das Risiko unzureichender Netzkapazitäten einseitig auf die Anlagenbetreiber verlagert werde, anstatt den Netzausbau zu beschleunigen.

Auch das Gesetzgebungsverfahren selbst stößt auf Kritik. Die Verbändeanhörung erfolgte mit einer sehr kurzen Frist während der Sommerpause, was von mehreren Akteuren als unzureichend für eine sorgfältige Bewertung angesehen wird.

Nach Einschätzung des BSW-Solar könnten die geplanten Regelungen den Ausbau der Photovoltaik insbesondere in Regionen mit bereits bestehenden Netzengpässen deutlich bremsen. Die Branche fordert daher Nachbesserungen, um Investitionssicherheit zu gewährleisten und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien nicht zu gefährden.

(Quelle 22.07.2026 Tagesspiegel)

Analyse: Klimafonds verliert Fokus auf die Transformation

Eine aktuelle Analyse des Thinktanks Zukunft Klimasozial kommt zu dem Schluss, dass der Klima- und Transformationsfonds (KTF) seine ursprüngliche Funktion zunehmend verliert. Statt gezielt Investitionen in die Energiewende zu fördern, fließt ein wachsender Teil der Mittel in die Entlastung von Energiepreisen.

Mit 13,3 Milliarden Euro bildet die Senkung der Energiekosten den größten Ausgabenposten des aktuellen Wirtschaftsplans. Ein erheblicher Anteil entfällt auf die Stabilisierung der Übertragungsnetzentgelte sowie die Strompreiskompensation für die Industrie. Nach Einschätzung der Autoren verringert dies die unmittelbare Klimawirkung des Fonds, da weniger Mittel für CO₂-mindernde Investitionen zur Verfügung stehen.

Auch die Verteilung der Fördergelder verschiebt sich. Während die Industrie gegenüber dem Vorjahr zusätzliche Mittel erhält, soll die Förderung klimafreundlicher Heizungen in den kommenden Jahren zurückgehen. Positiv bewertet wird hingegen die Bereitstellung von 800 Millionen Euro zur Förderung der Elektromobilität für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen.

Verbände wie der BDEW und der VKU fordern deshalb eine stärkere Ausrichtung des KTF auf langfristige Transformationsinvestitionen. Neben höheren Investitionen in die Energieinfrastruktur seien vor allem verlässliche Finanzierungsbedingungen und ein effizienterer Mittelabfluss notwendig, um die Energiewende dauerhaft zu beschleunigen.

(Quelle 21.07.2026 Tagesspiegel)

Umweltminister Schneider ringt um Klima- und Naturschutzvorhaben

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sieht sich bei der Umsetzung klima- und umweltpolitischer Vorhaben innerhalb der Regierungskoalition mit erheblichem Widerstand konfrontiert. Besonders das geplante Gesetz zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur (NatIf) sorgt derzeit für Konflikte zwischen den beteiligten Ressorts.

Nach Medienberichten wird der Gesetzentwurf insbesondere von den unionsgeführten Ministerien für Wirtschaft und Verkehr blockiert. Die Ressortabstimmung gestaltet sich schwierig, da weitreichende inhaltliche Differenzen bestehen und zentrale Regelungen zwischen den Ministerien neu verhandelt werden müssen. Beobachter sprechen von langwierigen Verhandlungen, die den Gesetzgebungsprozess deutlich verzögern.

Bereits zuvor war es zu Meinungsverschiedenheiten in der Energiepolitik gekommen. Schneider hatte das von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgelegte Netzpaket kritisiert, da aus seiner Sicht die vorgesehenen Regelungen den Ausbau von Wind- und Solarenergie erschweren und Betreiber erneuerbarer Energieanlagen benachteiligen könnten.

Die aktuellen Auseinandersetzungen verdeutlichen die unterschiedlichen Prioritäten innerhalb der Bundesregierung. Während das Umweltministerium auf einen stärkeren Ausbau des Natur- und Klimaschutzes drängt, stehen wirtschafts- und verkehrspolitische Interessen häufig im Mittelpunkt der Diskussion. Für die Umsetzung zentraler Klima- und Umweltmaßnahmen bleibt damit die Einigung innerhalb der Koalition eine entscheidende Herausforderung.

(Quelle: 08.07.2026 Tagesspiegel)

Weltweit größter Höhenwindturm entsteht in Brandenburg

In der Lausitz entsteht derzeit ein besonderes Windenergieprojekt: Die Gicon-Großmann Ingenieur Consult GmbH errichtet in Schipkau eine Windenergieanlage mit einer geplanten Gesamthöhe von 360 Metern. Mit einer Nabenhöhe von 300 Metern soll der sogenannte Höhenwindturm nach Fertigstellung die höchste Windenergieanlage der Welt sein.

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Bundesregierung reformiert Nationalen Wasserstoffrat

Die Bundesregierung hat eine Reform des Nationalen Wasserstoffrats (NWR) beschlossen und passt das Gremium damit an die nächste Phase des Wasserstoffhochlaufs an. Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem technische und regulatorische Grundlagen geschaffen wurden, sollen künftig wirtschaftliche Aspekte stärker in den Mittelpunkt rücken. (mehr …)

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