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Nationale Nachrichten

Startup Better Sol: Bietet Zweites Leben für Solarmodule

Das Braunschweiger Startup Better Sol setzt auf Wiederverwendung statt Entsorgung: Laut Unternehmen ist etwa jedes zweite ausgemusterte Solarmodul noch für einen weiteren Einsatz geeignet. Mithilfe eines KI-gestützten Testverfahrens werden gebrauchte Photovoltaik-Module auf Leistungsfähigkeit und Sicherheit geprüft und für eine erneute Nutzung aufbereitet. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Projekt im Rahmen ihrer Green-Startup-Förderung mit rund 125.000 Euro.

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Erstes Energyfish-Schwarmkraftwerk im Rhein genehmigt

Mit der Genehmigung für ein neuartiges Schwarmkraftwerk im Rhein bei Sankt Goar geht Rheinland-Pfalz einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung. Die Anlage nutzt die natürliche Strömung des Flusses, um klimafreundlichen Strom zu erzeugen, unabhängig von Tageszeit oder Wetterbedingungen. Künftig sollen 124 schwimmende Mini-Kraftwerke („Energyfishe“) mehr als 460 Haushalte versorgen.

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26 Maßnahmen für eine effiziente Energiewende

Die Branchenverbände aus den Bereichen Biogas, Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft und Wärmepumpen warnen gemeinsam vor möglichen Folgen der Reformpläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Ihrer Ansicht nach könnten dadurch Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien zurückgehen und Arbeitsplätze gefährdet werden. Als Gegenentwurf haben sie einen Katalog mit 26 Maßnahmen vorgelegt, der aufzeigen soll, wie sich der Ausbau effizienter und kostengünstiger gestalten lässt.

Hintergrund ist, dass Reiche das Energiesystem neu strukturieren möchte. Geplant ist unter anderem, die Förderung für Dachsolaranlagen abzuschaffen. Zudem sollen Betreiber von Anlagen in bestimmten Regionen künftig keine Entschädigung mehr erhalten, wenn ihre Anlagen wegen überlasteter Netze abgeschaltet werden müssen.

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Förderbescheide für Brennstoffzellenbusse

Das Bundesverkehrsministerium (BMV) hat Förderbescheide an Verkehrsunternehmen im ganzen Land überreicht, darunter auch an die Ruhrbahn, die rund 11,6 Millionen Euro (13,7 Millionen US-Dollar) für die Anschaffung von 52 modernen Brennstoffzellenbussen erhält. „Wasserstoff bietet große Reichweiten, kurze Betankungszeiten und große betriebliche Flexibilität, insbesondere in dicht vernetzten Regionen“, sagte Geschäftsführer Ahmet Avsar und kommentierte die Auswirkungen auf das Ruhrgebiet. Seit 2025 sind im Einsatzgebiet der Ruhrbahn 19 wasserstoffbetriebene Linienbusse im Einsatz, weitere sieben werden bis Ende 2026 erwartet.

 

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Quelle: PV Magazin vom 27.02.2026

 

Wasserstoffgasturbine ohne Kompressor in Karlsruhe entwickelt

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben mit einer kompressorlosen Wasserstoffgasturbine einen neuen Laufzeitrekord aufgestellt. Der Brenner, der mit einer Verbrennungstechnologie mit Druckverstärkung ausgestattet ist, lief 303 Sekunden lang und übertraf damit den bisherigen Rekord der NASA von 250 Sekunden. „Diese Leistung setzt neue Maßstäbe für den Einsatz von Wasserstoff in der Energieversorgung“, erklärte das KIT und fügte hinzu, dass das Team Anfang dieses Jahres erstmals erfolgreich Strom mit einer Wasserstoff-Gasturbine ohne mechanischen Kompressor erzeugt habe.

Weitere Informationen hier.

Quelle: PV Magazin vom 27.02.26

 

 

„Solarbatterie“ liefert bei Bedarf Wasserstoff aus Sonnenenergie – Copolymer ermöglicht eine zeitlich flexible Energienutzung

Forscher aus Jena haben in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anorganische Chemie I der Universität Ulm ein Material entwickelt, das Sonnenenergie mehrere Tage lang speichern und als Wasserstoff wieder abgeben kann. „Man kann sich das als eine Kombination aus Solarzelle und Batterie auf molekularer Ebene vorstellen“, sagte Sven Rau, der Leiter des deutschen Instituts. Die Forscher nutzten ein wasserlösliches, redoxaktives Copolymer zur temporären Speicherung von Energie bzw. Elektronen. Copolymere sind Makromoleküle, die aus verschiedenen organischen Bausteinen bestehen und ein stabiles Gerüst bilden, das mit funktionellen Einheiten mit verstärkter Redoxaktivität ausgestattet ist. Das System erreicht einen Ladewirkungsgrad von über 80 % und hält diesen Zustand mehrere Tage lang aufrecht. Durch Zugabe einer Säure und eines Wasserstoffentwicklungs-Katalysators verbinden sich die gespeicherten Elektronen mit Protonen, um bei Bedarf Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von 72 % zu erzeugen.

Weiter Informationen hier.

Quelle: PV Magazin vom 27.02.26

 

Wie gelingt Second-Life für das Solarmodul

Etwa jedes zweite ausgemusterte Solarmodul kann noch einmal genutzt werden. Das Braunschweiger Startup Better Sol hat ein KI-gestütztes Testsystem entwickelt, mit dem sich sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die elektrische Sicherheit gebrauchter Photovoltaik-Module präzise überprüfen lassen.

Das Unternehmen verfolgt das Ziel, funktionstüchtige Solarmodule vor einer vorzeitigen Entsorgung zu bewahren und so die Menge an Elektroschrott zu reduzieren. Für dieses Konzept wurde Better Sol von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Rahmen ihrer Green-Startup-Förderung mit rund 125.000 Euro unterstützt.

Zur Qualitätsprüfung der gebrauchten Module setzt Better Sol ein teilweise automatisiertes Testsystem ein, das durch eine eigens entwickelte KI-Software ergänzt wird. Zunächst erfolgt eine mehrstufige optische Kontrolle. Dabei werden sowohl sichtbare Schäden als auch jede einzelne Solarzelle genau untersucht. Anschließend wird die tatsächliche Leistung des Moduls getestet. Entscheidend ist dabei, wie viele Watt das Modul im Vergleich zu seiner ursprünglichen Leistung noch erzeugen kann. Zusätzlich wird auch die elektrische Sicherheit gründlich überprüft. (mehr …)

Arbeitsentwurf zum EEG 2027: Deutliche Änderungen für kleine Photovoltaikanlagen geplant

Ein aktueller Arbeitsentwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2027) vom 22. Januar 2026 gibt einen ersten Einblick in mögliche zukünftige Rahmenbedingungen für den Photovoltaik-Ausbau. Das rund 440 Seiten umfassende Dokument sieht insbesondere für kleinere PV-Anlagen, wie sie typischerweise auf Wohngebäuden installiert werden, erhebliche und potenziell weitreichende Änderungen vor.

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Veröffentlichung Wasserstoffleitfäden des h2-well Markthubs

Im Rahmen des Projekts h2-well Markthub wurden umfassende Wasserstoff-Leitfäden entwickelt. Diese stehen auf der Webseite des SolarInput e.V. sowie über die H2-Thek zum Download bereit.

Die Leitfäden entstanden im Projektzeitraum von März 2023 bis Dezember 2025 in enger Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern – der Bauhaus-Universität Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Ziel der Ausarbeitung ist die verständliche Aufbereitung und Vermittlung zentraler Ergebnisse sowie konkreter Empfehlungen für Thüringen und darüber hinaus.

Inhaltlich befassen sich die Leitfäden mit folgenden Sektoren: Grüner Kalk, Abwasserreinigung, Wärmeversorgung, Stahlindustrie sowie Schwerlastverkehr und Logistik.

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H2med: Kommerzielle Inbetriebnahme der Pipelines im Jahr 2032

Im Rahmen von H2med sind zwei Pipelines geplant, die die Wasserstoffinfrastruktur in Europa ausbauen sollen. Die Leitung CelZa (Celorico–Zamora) soll Portugal und Spanien verbinden, BarMar (Barcelona–Marseille) soll zwischen Spanien, Frankreich und Deutschland verlaufen. Im Jahr 2025 hat die Initiative diverse Förderungen erhalten. Für das Jahr 2026 sind die Unterzeichnung unverbindlicher Absichtserklärungen sowie eine kommerzielle Entwicklungsvereinbarung vorgesehen.

Die Initiative H2med hat den Ausbau eines europaweiten Wasserstoffkorridorszum Ziel. Der Korridor wird von fünf Unternehmen aus vier europäischen Ländern entwickelt, darunter der deutsche Energieversorger Open Grid Europe GmbH, der spanische Netzbetreiber Enagás SA, die französischen Gastransporteure Natran SA und Teréga SA sowie der portugiesische Fernleitungsnetzbetreiber Redes energéticas nacionais S.A.

Mittlerweile zählt die Initiative 49 Mitglieder aus der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette.

Abnehmer in Deutschland und Frankreich

Der Wasserstoffkorridor hat eine Länge von etwa 6.000 Kilometern, von denen 35 Prozent aus umgenutzten Pipelines bestehen. Er soll die Produktionszentren in Portugal und Spanien mit den Abnehmern in Deutschland verbinden. Frankreich will sowohl Produzent als auch Abnehmer sein.

Portugal und Spanien sollen durch die Leitung CelZa verbunden werden, die vom portugiesischen Celorico da Baeira bis zum spanischen Zamora verläuft. Die zweite Pipeline ist BarMar, die das spanische Barcelona und das französische Marseille verbinden werde. Sie soll sich bis zum Übergangspunkt in Medelsheim erstrecken, wo das französische Netz an das deutsche Wasserstoff-Kernnetzangeschlossen werde.

Die Unternehmen sehen eine Kapazität von zwei Millionen Tonnen Wasserstoff pro Jahr vor.

Teile des Korridors auf PCI-Liste

Gefördert wird H2med sowohl von den nationalen Regierungen als auch von der Europäischen Union. So wurden zum zweiten Mal Teile des Korridors in die PCI-Liste aufgenommen. PCI sollen zum Ausbau der Infrastruktur des europäischen Energienetzes beitragen und haben einen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nutzen für zwei oder Mitgliedstaaten.

Zudem wurden im Jahr 2025 CEF-E-Fördervereinbarungen unter anderem für BarMar und CelZa unterzeichnet (H2News berichtete). Insgesamt konnten mehr als ein Drittel der bereitgestellten Mittel für Projekte entlang des H2med-Korridors in Höhe von insgesamt 97,2 Millionen Euro vergeben werden.

Machbarkeitsstudien umgesetzt

Im Rahmen der Initiative wurden im November 2025 geophysikalische Prospektionskampagnen abgeschlossen. Dazu gehörten auch technische Analysen, die im Anschluss an geophysikalische Vermessungskampagnen durchgeführt wurden.

Insbesondere die Kampagnen aus den Jahren 2024 und 2025 haben laut Unternehmensangaben bestätigt, dass der geplante Korridor für die BarMar-Wasserstoffpipeline aus technischer Sicht realisierbar ist. Somit konnte das Datum der kommerziellen Inbetriebnahme von BarMar und CelZa auf das Jahr 2032 gelegt werden.

Marktanforderungen im Fokus

Um den Korridor entsprechend den Marktanforderungen zu bauen, wollen H2med und interessierte Unternehmen Anfang 2026 unverbindliche Absichtserklärungen unterzeichnen. Die Erklärungen sollen dabei helfen, die Bedürfnisse der Produzenten und Abnehmer besser einzuschätzen.

Im zweiten Quartal 2026 ist eine kommerzielle Entwicklungsvereinbarung vorgesehen, die den Weg für den kommerziellen Betrieb des Korridors ebnen soll. Zur Ausarbeitung der Vertragsbedingungen werde Ende 2026 eine Tarifschätzung veröffentlicht. Anfang 2027 ist die Allokierung der Kapazitäten und die Veröffentlichung des Term Sheets geplant.

 

Quelle: H2-News vom 25.02.2026

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