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Kostensenkung und mehr Unabhängigkeit: Kupfer ersetzt Silber in der Photovoltaik

Forschende des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme haben einen bedeutenden Fortschritt bei der Herstellung von Solarzellen erzielt: Durch den Einsatz galvanisierter Kupfer-Kontakte konnte der Silberbedarf von sogenannten TOPCon-Solarzellen um rund 90 % reduziert werden. Statt bislang etwa 10 bis 12 Milligramm Silber pro Watt Spitzenleistung benötigen die Zellen nun nur noch rund 1,1 Milligramm, ein entscheidender Schritt zur Senkung von Kosten und Materialabhängigkeiten.

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Studie ergibt 2,3 Terrawatt PV-Potenzial für europäische Dächer

Nach einer Studie des European Comission Joint Research Centre (JRC) schätzt die Europäische Union das Potenzial der über Geodaten lokalisierten 271 Millionen Gebäude in Europa für die Erzeugung solaren Stroms über Dach-PV auf 2,3 Terrawattstunden. Es wird dabei von einer durchschnittlichen Effizienz der Module von 22% ausgegangen und einem Output von 2,750 Terrawattstunden pro Jahr, entsprechend eines Deckungsgrades von 40% des Strombedarfs der europäischen Länder in einem Szenario einer vollständigen Energienutzung über Erneuerbare Energien bis 2050. (mehr …)

E-Auto-Förderprogramm für Privatpersonen nun mit klaren Vorgaben

Das E-Auto-Förderprogramm der Bundesregierung bietet jetzt klare Kriterien für eine Unterstützung beim Kauf eines Elektroautos für Privatpersonen. Seit dem 1. Januar diesen Jahres kann abhängig von Einkommen, Fahrzeugtyp und Familiengrösse der Kauf oder Leasing eines Elektroautos oder Plug-in-Hybrids finanziell gefördert werden. Gebrauchte Fahrzeuge können durch das Förderinstrument nicht gefördert werden.

Insgesamt stehen Mittel in Höhe von 3 Milliarden Euro zur Verfügung und es können bis zu 800.000 Elektroautos in dem Zeitraum 2026 bis 2029 gefördert werden. Eine rückwirkende Antragsstellung kann über ein Online-Portal laut aktuellen Angaben ab Mai 2026 erfolgen.

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Klimaschutz geht in die richtige Richtung, aber zu langsam – Studie präsentiert neue Daten

Die nach eigenen Angaben unabhängige Organisation Agora Energiewende präsentiert neue Zahlen zum Klimaschutz in Deutschland.

640 Millionen Tonnen CO2 wurden im zurückliegenden Jahr 2025 emittiert. Dies entspricht einer Verbesserung um 1,5%, beziehungsweise neun Millionen Tonnen CO2 verglichen mit 2024. Seit 1990 halbierten sich die Emissionen ingesamt, wie ein Graph der Agora Energiewende zeigt.

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Südkorea bereitet gesetzliche Grundlage für großflächige Agri-PV-Nutzung vor

Die südkoreanische Regierung plant bis 2026 ein Gesetz zur Förderung der Agri-Photovoltaik, um den Einsatz von Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Flächen deutlich auszuweiten. Das Landwirtschaftsministerium will damit erstmals eine rechtliche Grundlage für den Ausbau schaffen.

Landwirtschaftsministerin Song Mi-ryung diskutierte im Oktober 2025 mit Landwirten und Solarunternehmen über die geplante Regelung. Der Entwurf soll noch in diesem Jahr vorliegen und in der ersten Hälfte des kommenden Jahres verabschiedet werden. Ziel ist es, Überentwicklung zu verhindern, die Ernährungssicherheit zu sichern und Gewinne stärker an Landwirte und Gemeinden zurückzugeben.

Das Ministerium setzt dabei auf räumliche Entwicklungspläne zur Festlegung geeigneter Standorte. Bereits 2024 hatte Südkorea erste Maßnahmen ergriffen, etwa die Verlängerung von Nutzungsrechten für ungenutzte Ackerflächen von acht auf 23 Jahre.

Aktuelle Studien zeigen, dass Solarenergie bis 2030–2035 zur kostengünstigsten Energiequelle des Landes wird, ein wichtiger Treiber für die großflächige Einführung von Agri-PV und ein bedeutender Schritt zur nachhaltigen Energie- und Landwirtschaftstransformation.

(Quelle: PV-Mag 27.10.2025)

Neue Fördermöglichkeiten für Privatpersonen und Unternehmen durch das BMWE

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) bietet neue Fördermöglichkeiten zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz – sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen. Besonders im Unternehmensbereich bestehen erhebliche Potenziale: von der Einführung hocheffizienter Technologien und Anlagen über die Optimierung betrieblicher Prozesse und Organisationsstrukturen bis hin zum Aufbau systematischer Energieaudits sowie von Energie- und Umweltmanagementsystemen. (mehr …)

Rechenzentren treiben den Energieverbrauch – KI verstärkt den Trend

Der weltweite Energiebedarf von Rechenzentren könnte sich bis 2030 mehr als verdoppeln – darauf weist die Internationale Energieagentur (IEA) hin. Hauptursache: Rechenintensive Anwendungen wie Künstliche Intelligenz (KI) und Kryptowährungen. Große Sprachmodelle wie ChatGPT benötigen zum Training inzwischen so viel Strom wie ganze Großstädte. Der Stromverbrauch entsteht durch riesige Datenmengen, die mit Hochleistungs-Grafikprozessoren verarbeitet werden.

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Umfrage: Deutsche fordern gleichbleibenden oder stärkeren Einsatz für Erneuerbare

Eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zeigt: 83 Prozent der Deutschen wünschen sich von der aktuellen Bundesregierung mindestens so viel Einsatz für Erneuerbare Energien wie von der Vorgängerregierung. Mehr als die Hälfte fordert sogar ein stärkeres Engagement. Trotz kontroverser Debatten – etwa über das Heizungsgesetz oder steigende Energiekosten – bleibt die Zustimmung zur Energiewende in der Bevölkerung hoch.

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Über 90 % der Erneuerbare Energien sind kostengünstigster als fossile Alternativen

Erneuerbare Energien bleiben kostengünstigste Stromquelle – IRENA warnt vor Integrations- und Finanzierungshemmnissen

Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) bestätigt in ihrem aktuellen Bericht zu den Stromgestehungskosten im Jahr 2024 erneut die wirtschaftliche Überlegenheit erneuerbarer Energien gegenüber fossilen Kraftwerken. Diese Kostenvorteile sind auf technologische Innovationen, optimierte Lieferketten und Skaleneffekte zurückzuführen.

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Normierung als Grundlagen für Agrivoltaik: Bedarf und Perspektiven

Matthew Berwind, Projektkoordinator für Agri‑PV‑Simulationen am Fraunhofer‑Institut für Solare Energiesysteme (ISE), erläuterte in einem Interview mit dem PV Magazine vom 9. Juli 2025 die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Technologie. Zentrale Punkte seiner Ausführungen waren die Substitution herkömmlicher Wetterschutzsysteme durch PV‑Module, die Rolle präziser Strahlungssensorik für Hochwertkulturen sowie der Bedarf an normierten Fahr‑ und Sicherheitszonen für landwirtschaftliche Maschinen innerhalb von PV‑Arrays. Der nachfolgende Beitrag greift diese Aussagen auf und ordnet sie in den breiteren Kontext der internationalen Standardisierung ein.


Die Kombination von Photovoltaik‑Anlagen mit landwirtschaftlicher Produktion – Agri‑Photovoltaik (Agri‑PV) – bietet die Möglichkeit, Nahrungsmittel und erneuerbaren Strom auf derselben Fläche zu erzeugen und damit Landnutzungskonflikte zu minimieren. Weltweit werden erste Großprojekte umgesetzt; insbesondere China treibt den Markt voran. Auf normativer Ebene existieren umfangreiche IEC‑Standards für herkömmliche PV‑Systeme. Ob diese Leitlinien für Agri‑PV ausreichen oder ergänzt werden müssen, ist Gegenstand aktueller Debatten.

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