Internationale Nachrichten
Klimainvestitionen in Europa bleiben hinter dem Bedarf zurück
Eine aktuelle Studie zeigt, dass die EU ihre Investitionen in die Energiewende zwar leicht steigern konnte, weiterhin aber deutlich hinter den erforderlichen Werten zurückbleibt. Angesichts steigender Energiepreise und geopolitischer Unsicherheiten werden Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Elektrifizierung zunehmend auch zu einem zentralen Faktor für Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.
Im Jahr 2025 erreichten die Investitionen in Energie, Gebäude, Verkehr und Cleantech rund 534 Milliarden Euro – ein Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die Erreichung der EU-Klimaziele bis 2030 wären jedoch jährlich etwa 878 Milliarden Euro notwendig. Die Investitionslücke beträgt damit weiterhin rund 344 Milliarden Euro pro Jahr.
Positive Entwicklungen gab es vor allem bei der Elektromobilität. Die Investitionen in batterieelektrische Fahrzeuge stiegen um 23 Prozent. Gleichzeitig gingen die Investitionen in erneuerbare Energien und Kernenergie um neun Prozent zurück. Als Gründe nennt die Studie unter anderem langwierige Genehmigungsverfahren, fehlende Netzkapazitäten und eine schwächere Stromnachfrage. Auch die Investitionen in die Gebäudesanierung sanken aufgrund reduzierter Förderprogramme.
Während Solarenergie, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und Teile der Cleantech-Industrie bereits auf Kurs liegen, bleibt insbesondere die Windenergie deutlich zurück. Die Investitionen erreichen hier nur rund ein Viertel des erforderlichen Niveaus. Als zentrales Hemmnis gilt zudem der schleppende Ausbau der Stromnetze, der den Fortschritt in vielen Bereichen der Energiewende begrenzt.
Die Studie fordert daher langfristig verlässliche politische Rahmenbedingungen, eine stärkere Elektrifizierung von Verkehr und Gebäuden sowie höhere Investitionen in Netze und erneuerbare Energien. Nur so könne Europa seine Abhängigkeit von fossilen Energieimporten verringern und gleichzeitig Klimaziele, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sichern.
(Quelle: 05.07.2026 I4CE)
Klimainvestitionen in Europa bleiben hinter dem Bedarf zurück
Japans Energiewende zwischen Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit
Die jüngsten Spannungen im Nahen Osten und die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus haben erneut die Abhängigkeit Japans von Energieimporten verdeutlicht. Rund 90 bis 95 Prozent der japanischen Rohölimporte passieren die strategisch wichtige Meerenge. Vor diesem Hintergrund gewinnen der Ausbau erneuerbarer Energien, die Stärkung der heimischen Energieversorgung und die Dekarbonisierung der Industrie weiter an Bedeutung. (mehr …)
EU startet 25-Milliarden-Euro-Initiative für erneuerbare Energien im Mittelmeerraum
Die Europäische Union hat mit der neuen Initiative „Trans-Mediterranean Renewable Energy and Clean Tech Cooperation“ (T-MED) ein umfangreiches Programm zur Förderung erneuerbarer Energien und sauberer Technologien im Mittelmeerraum gestartet. Als Teil des „Pact for the Mediterranean“ sollen bis 2035 Investitionen von bis zu 25 Milliarden Euro mobilisiert werden, um den Ausbau erneuerbarer Energien, Wasserstofftechnologien, Stromnetze und die Produktion von Clean-Tech-Komponenten voranzutreiben.
Australische Landwirte fordern mehr Energieunabhängigkeit durch Elektrifizierung
Die australische Interessenvertretung Farmers for Climate Action (FCA) hat mit dem Bericht „Energy Sovereignty for Regional Australia“ einen Fahrplan für eine stärkere Energieunabhängigkeit der Landwirtschaft vorgestellt. Ziel ist es, die Abhängigkeit von importierten fossilen Kraftstoffen zu reduzieren und landwirtschaftliche Betriebe verstärkt mit lokal erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen. (mehr …)
Globale Photovoltaik wächst weiter, Integration wird zur größten Herausforderung
Die weltweite Photovoltaikbranche hat 2025 einen weiteren Meilenstein erreicht: Die global installierte PV-Leistung stieg laut dem Bericht „Snapshot of Global PV Markets“ des IEA Photovoltaic Power Systems Programme auf rund 2.974 Gigawatt. Allein im Jahr 2025 wurden weltweit etwa 698 Gigawatt neue PV-Leistung installiert. Damit wächst der Solarmarkt weiterhin stark, auch wenn sich die Dynamik im Vergleich zu den Rekordjahren 2023 und 2024 etwas abgeschwächt hat. (mehr …)
Solarenergie treibt globalen Energiemarkt
Der weltweite Energiebedarf ist im Jahr 2025 trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen weiter gestiegen, allerdings deutlich langsamer als im Vorjahr. Gleichzeitig zeigt sich ein klarer struktureller Trend: Die Nachfrage nach Strom wächst deutlich schneller als der Gesamtenergieverbrauch und wird zunehmend zum zentralen Treiber der globalen Energiewende. Das geht aus dem aktuellen Bericht der International Energy Agency hervor, der die wichtigsten Entwicklungen im Energiesektor zusammenfasst.
Mehr Strom aus Wind und Sonne: Großbritannien erwartet erste nahezu CO₂-freie Netzphasen
Großbritannien steht vor einem möglichen Rekordsommer bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Wind- und Solarenergie könnten zeitweise so viel Strom liefern, dass das Netz mehr Energie hat, als aktuell verbraucht wird – mit der Folge, dass es erstmals Phasen nahezu klimaneutraler Stromversorgung geben könnte.
The Hydrogen Stream: Das 220-MW-ACES-Projekt in Utah steht kurz vor der Fertigstellung
Laut HydrogenPro steht das 220-MW-ACES-Delta-Projekt in Utah kurz vor der Fertigstellung; alle Elektrolyseure laufen bereits unter Volllast, während der Hub Wasserstoff in Salzkavernen speichern wird, deren Energiekapazität zwei- bis dreimal so groß ist wie die aller netzgebundenen Batterien in den USA zusammen.
HydrogenPro teilte mit, dass das 220-MW-ACES-Projekt in Utah, USA, kurz vor der Fertigstellung steht. HydrogenPro ist der exklusive Lieferant der Elektrolyseure. „Dieses Projekt ist eines der weltweit größten Projekte für erneuerbaren Wasserstoff und wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Stromversorgung Kaliforniens haben“, erklärte das norwegische Unternehmen und fügte hinzu, dass alle 40 Elektrolyseure in allen Anlagen bereits unter Volllast laufen. Der Advanced Clean Energy Storage Hub (ACES Delta) wird gemeinsam von Chevron New Energies Company und Mitsubishi Power entwickelt, um täglich bis zu 100 Tonnen grünen Wasserstoff zu produzieren und zu speichern. Der Wasserstoff wird in zwei Salzkavernen mit einer Energiekapazität von jeweils 150 Gigawattstunden (GWh) gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist. „Der Energy Hub verfügt über eine Speicherkapazität, die zwei- bis dreimal so groß ist wie die aller netzgekoppelten Batteriespeicheranlagen in den gesamten Vereinigten Staaten zusammen“, so HydrogenPro.
Weitere Infos hier.
Quelle: PV Magazin vom 27.02.2026
Kosten und Nutzen des Wegs zu Netto-Null bis 2050 im Vereinigten Königreich
Der britische Klimarat (Climate Change Committee, CCC) hat einen Bericht veröffentlicht, der seine Empfehlungen zum siebten CO₂-Budget des Vereinigten Königreichs ergänzt. Darin untersucht die unabhängige Behörde die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Energiesicherheit beim Übergang zu Netto-Null-Emissionen bis 2050.
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