Internationale Nachrichten
The Hydrogen Stream: Das 220-MW-ACES-Projekt in Utah steht kurz vor der Fertigstellung
Laut HydrogenPro steht das 220-MW-ACES-Delta-Projekt in Utah kurz vor der Fertigstellung; alle Elektrolyseure laufen bereits unter Volllast, während der Hub Wasserstoff in Salzkavernen speichern wird, deren Energiekapazität zwei- bis dreimal so groß ist wie die aller netzgebundenen Batterien in den USA zusammen.
HydrogenPro teilte mit, dass das 220-MW-ACES-Projekt in Utah, USA, kurz vor der Fertigstellung steht. HydrogenPro ist der exklusive Lieferant der Elektrolyseure. „Dieses Projekt ist eines der weltweit größten Projekte für erneuerbaren Wasserstoff und wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Stromversorgung Kaliforniens haben“, erklärte das norwegische Unternehmen und fügte hinzu, dass alle 40 Elektrolyseure in allen Anlagen bereits unter Volllast laufen. Der Advanced Clean Energy Storage Hub (ACES Delta) wird gemeinsam von Chevron New Energies Company und Mitsubishi Power entwickelt, um täglich bis zu 100 Tonnen grünen Wasserstoff zu produzieren und zu speichern. Der Wasserstoff wird in zwei Salzkavernen mit einer Energiekapazität von jeweils 150 Gigawattstunden (GWh) gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist. „Der Energy Hub verfügt über eine Speicherkapazität, die zwei- bis dreimal so groß ist wie die aller netzgekoppelten Batteriespeicheranlagen in den gesamten Vereinigten Staaten zusammen“, so HydrogenPro.
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Quelle: PV Magazin vom 27.02.2026
Kosten und Nutzen des Wegs zu Netto-Null bis 2050 im Vereinigten Königreich
Der britische Klimarat (Climate Change Committee, CCC) hat einen Bericht veröffentlicht, der seine Empfehlungen zum siebten CO₂-Budget des Vereinigten Königreichs ergänzt. Darin untersucht die unabhängige Behörde die wirtschaftlichen Auswirkungen und die Energiesicherheit beim Übergang zu Netto-Null-Emissionen bis 2050.
Globales Stromnetz: Potenziale und Grenzen einer weltweiten Energievernetzung
Die Vision eines globalen Stromnetzes basiert auf der Idee, erneuerbare Energien weltweit miteinander zu verknüpfen und so eine jederzeit stabile und klimafreundliche Energieversorgung zu ermöglichen. Da Wind- und Solarenergie regional und zeitlich unterschiedlich verfügbar sind, könnten internationale Stromverbindungen diese Schwankungen ausgleichen. Während beispielsweise in einer Region Nacht oder Windflaute herrscht, könnte Strom aus sonnen- oder windreichen Gebieten anderer Kontinente bezogen werden. Ein solches System würde Dunkelflauten deutlich entschärfen, die Versorgungssicherheit erhöhen und die Nutzung erneuerbarer Energien insgesamt effizienter machen.
Globale Erwärmung muss unter 2°C bleiben, um Risiken von Kipppunkten zu begrenzen
Die globale Erwärmung muss unter 2°C begrenzt und anschließend so schnell wie möglich wieder unter 1,5°C gesenkt werden, um das Risiko zu verringern, dass Kipppunkte im Erdsystem ausgelöst werden. Langfristig müssten die globalen Temperaturen sogar auf etwa 1°C über dem vorindustriellen Niveau stabilisiert werden. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der Universität Exeter, und dem Zentrum für internationale Klimaforschung (CICERO) in einer jetzt veröffentlichten Studie.
Agri-PV schützt Salat vor extremer Hitze
Wissenschaftler haben in einem ungewöhnlich heißen kanadischen Sommer unter 13 verschiedenen Arten von PV-Modulen Bio-Römersalat angebaut. Ihre Analyse ergab, dass die Salaterträge im Vergleich zu unbeschatteten Kontrollpflanzen um über 400 % gestiegen sind.
Eine Forschungsgruppe der kanadischen Western University hat die Leistungsfähigkeit von Bio-Römersalat, einer hitzeempfindlichen Kulturpflanze, unter einer Vielzahl von agrivoltaischen Bedingungen untersucht. Der Test wurde im Sommer 2025 in London, Ontario, durchgeführt, wo an 18 Tagen Temperaturen über 30 °C herrschten.
16,6 Millionen Menschen weltweit beschäftigt im Feld der Erneuerbaren Energien
Aus einer Untersuchung für das Jahr 2024 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) und der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) sind Statistiken hervorgegangen, die Aufschluss über die internationale Beschäftigungverteilung im Bereich der Erneuerbaren Energien geben.
Energie-Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Saudi-Arabien – Absichtserklärung unterzeichnet.
Katherina Reiche, die Bundeswirtschaftsministerin, unterzeichente in Riad zusammen mit dem saudischen Energieminister Abdulasis bin Salman eine Absichtserklärung, nach welcher eine Zusammenarbeit in den Feldern Energie, künstliche Intelligenz, Wasserstoff, Innovation, industrielle Wertschöpfung und Chemikalien vorgesehen ist.
Studie ergibt 2,3 Terrawatt PV-Potenzial für europäische Dächer
Nach einer Studie des European Comission Joint Research Centre (JRC) schätzt die Europäische Union das Potenzial der über Geodaten lokalisierten 271 Millionen Gebäude in Europa für die Erzeugung solaren Stroms über Dach-PV auf 2,3 Terrawattstunden. Es wird dabei von einer durchschnittlichen Effizienz der Module von 22% ausgegangen und einem Output von 2,750 Terrawattstunden pro Jahr, entsprechend eines Deckungsgrades von 40% des Strombedarfs der europäischen Länder in einem Szenario einer vollständigen Energienutzung über Erneuerbare Energien bis 2050. (mehr …)
Wood Mackenzie sieht Wasserstoff in 2026 vor einem „Jahr der Entscheidung“
Wood Mackenzies Marktprognose für Wasserstoff für das Jahr 2026 geht davon aus, dass Wasserstoff nicht-biologischen Ursprungs an Bedeutung gewinnen und Ammoniak-Cracker kommerzielle Größenordnung erreichen werden, prognostiziert jedoch einen Rückgang des Marktes im Nahen Osten und die Aufgabe der industriellen Wasserstoffvorgaben durch die EU.
Wood Mackenzie hat fünf Prognosen für den globalen Wasserstoffmarkt im Jahr 2026 veröffentlicht.
Der Bericht „Wasserstoff: 5 Dinge, auf die man 2026 achten sollte” der Analysten besagt, dass nach dem Optimismus von 2024 und der ernüchternden Realität von 2025 das Jahr 2026 ein „Jahr der Abrechnung für den Wasserstoffsektor” sein wird, das von einer „grundlegenden Neubewertung der Triebkräfte der Projektwirtschaft” geprägt sein wird.
„Projekte kommen dort voran, wo Politik und Absatz übereinstimmen, und kommen dort zum Stillstand, wo eines von beiden ungewiss bleibt”, erklärte Murray Douglas, Vizepräsident für Wasserstoff- und Derivateforschung bei Wood Mackenzie. „2026 wird sich zeigen, welche Wasserstoffmärkte tragfähig sind und welche nur auf politischen Ambitionen beruhen.”
„Durchbruch des Jahres“ liegt im weltweiten Ausbau der Eneuerbaren Energien
Das Fachjournal Science hat den weltweiten Ausbau erneuerbarer Energien als „Durchbruch des Jahres“ ausgezeichnet. Ausschlaggebend ist, dass 2025 erstmals global mehr Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde als aus Kohle. Damit rückt der Zeitpunkt näher, an dem die Emissionen aus fossilen Energien ihren Höhepunkt erreichen und anschließend sinken könnten.
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