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Neues aus der Forschung

Effizient, günstig und ästhetisch: Forscherteam baut Elektroden aus Laubblättern

Quelle: Leipniz IPHT, 03.07.2020

Aus Laubblättern könnten sich Elektroden mit hervorragenden optischen und elektronischen Eigenschaften bauen lassen. Zu diesem Schluss kommt ein Wissenschaftlerteam vom Leibniz-IPHT. Die Forschenden haben Blattadern mit Kupfer beschichtet und sie so in elektrisch leitfähige und optisch transparente Elektroden umgewandelt. Konstruiert nach dem Vorbild der Natur, könnten sich mit den Blattstruktur-Elektroden neuartige Solarzellen, LEDs oder Displays entwerfen lassen. (mehr …)

Leibniz-IPHT-Wissenschaftler Jonathan Plentz setzt sich im Vorstand des Vereins SolarInput dafür ein, das Thema Nachhaltigkeit in Thüringen voranzubringen

Quelle: Leipniz IPHT, 21.07.2021

Gemeinsam an den Stellschrauben drehen, mit denen Thüringen den klimaschädlichen CO2-Ausstoß reduzieren kann: So formuliert Jonathan Plentz das Ziel des Vereins SolarInput. Seit Dezember 2019 ist der Wissenschaftler vom Leibniz-IPHT im Vorstand des Vereins und Netzwerks, in dem sich mehr als 30 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Hochschulen und Kommunen dafür einsetzen, die Solarbranche im Freistaat zu stärken und das Thema Nachhaltigkeit voranzubringen. (mehr …)

Erneuerbare Energien aufgrund steigender CO2-Kosten den konventionellen Kraftwerken deutlich überlegen

Presseinformation Fraunhofer ISE, 22.06.2021

Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben heute die bereits fünfte Auflage ihrer Studie zu den Gestehungskosten für Strom aus erneuerbaren Energien vorgelegt. Darin analysieren sie die aktuellen Kosten und prognostizieren die weitere Entwicklung auf Basis von technologiespezifischen Lernraten und Marktszenarien bis zum Jahr 2040. »Windkraftwerke und Solarkraftwerke in Deutschland besitzen nun deutlich geringere Stromgestehungskosten als konventionelle Kraftwerke. Durch die steigenden Kosten für CO2-Zertifikate ist selbst der Betrieb von bestehenden konventionellen Anlagen, betrieben mit Kohle und Gas, in den kommenden Jahren immer weniger wettbewerbsfähig«, so Projektleiter Dr. Christoph Kost. (mehr …)

Europäischer Erfinderpreis für schwedische Farbstoffsolarzellen

Pressemitteilung Europäisches Patentamt, 17.6.2021

  • Europäisches Patentamt (EPA) zeichnet schwedische Erfinder für die Entwicklung von Farbstoffsolarzellen aus, die in fast jeder Form oder Farbe in Freiform gedruckt werden können
  • Die vielseitigen Zellen können in verschiedene Produkte integriert werden, um selbstaufladende elektronische Geräte zu schaffen, die Strom sowohl in Innenräumen als auch im Freien aus Licht erzeugen
  • Die Solarzellen sollen bald in Geräten wie Fahrradhelmen und kabellosen Kopfhörern auf den Markt kommen

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Neue Studie: 100% Erneuerbare Energien bis 2030 in Deutschland möglich

Pressemitteilung Energy Watch Group, 28.05.2021

Innerhalb von nur zehn Jahren kann Deutschland flächendeckend auf eine Energieversorgung umgestellt werden, die vollständig auf Erneuerbaren Energien beruht. Die aktuelle Studie der Energy Watch Group (EWG) zeigt, dass Deutschland bereits bis 2030 vollständig, zuverlässig und wirtschaftlich mit Energie versorgt werden kann und dabei sogar über ein ökonomisch vorteilhafteres Energiesystem verfügt.

Die Studie stellt das erste umfassende Energie-Szenario vor, das Deutschlands Weg zu 100 % Erneuerbaren Energien bis 2030 sektorenübergreifend, technologisch und ökonomisch umsetzbar und mit vollständiger Bedarfsdeckung auch in winterlichen Dunkelflauten stundengenau gewährleistet. Damit wäre Deutschland im Innovationswettbewerb um die Klimaneutralität als erstes Industrieland weltweit führend, noch vor den USA und China.

„Wir können uns angesichts des Klimanotstandes nicht aussuchen, ob wir handeln wollen oder nicht“, sagt Thure Traber, Leitautor der Studie. „Es sind insbesondere regulatorische, politische und infrastrukturelle Hindernisse, die den zügigen Aufbau eines emissionsfreien Energiesystems in Deutschland verhindern. Eine schnelle strukturpolitische Beseitigung dieser Hemmnisse würde den sofortigen Beginn der energetischen Umstrukturierung ermöglichen.“

Nord-Süd- Szenarien

Die Studie untersucht die Nutzung aller Formen Erneuerbarer Energien. Für Deutschland bieten Windkraft und Photovoltaik (PV) die quantitativ wichtigsten Potentiale der Erneuerbaren. Nach aktuellem Stand ist der Ausbau der Windkraft im Süden Deutschlands, strukturell bedingt, fast vollständig zum Erliegen gekommen. Daher muss Strom aus Windkraft von der Nordsee und aus dem Norden Deutschlands mittels teurer und energetisch intensiver langer Überlandleitungen nach Süddeutschland transportiert werden.

Als Lösung weist die EWG-Studie quantifiziert nach: Die Investitionen in den Jahren bis 2030 in PV, Windkraft, Bioenergien, Geothermie und Wasserkraft sowie in Speicher, Wärmepumpen im Wärmesektor und Elektrische Antriebe im Verkehr, sowie vieler weiterer Technologien müssen und können massiv ausgebaut werden. Wesentlich ist ein dezentraler Ausbau aller Technologien, insbesondere auch der Windkraft in den südlichen Bundesländern. Damit kann ein weiterer sehr teurer, langwieriger Ausbau von hohen Leitungskapazitäten von Nord nach Süd vermieden werden.

Die heutigen jährlichen Ausbauraten müssen dafür zum Teil um das bis zu 20-fache erhöht werden. Das erscheint als immens, ist aber durchaus machbar. Hans-Josef Fell, Präsident der EWG, weist auf den Man-to-the-Moon-Charakter der unausweichlich notwendigen Transformation hin: „Solche exponentiellen Wachstumsgeschwindigkeiten ähneln denen, wie sie in bisherigen Technik- Revolutionen der Weltgeschichte oftmals in nur einer Dekade realisiert wurden: Mondlandung, PC, Internet und Mobilfunk.“

Investitionen und Innovationen

Mit rund einem Prozent der Weltbevölkerung stellt Deutschland die global viertstärkste Wirtschaftsnation dar. Es sind Investitionen und der direkte Wissenstransfer aus der Forschung in Gesellschaft und Wirtschaft, auf denen unser Wohlstand beruht. Durch die politische Vernachlässigung der Erneuerbaren Energie im letzten Jahrzehnt verschwanden nach der im vorletzten Jahrzehnt errungenen globalen Technologieführerschaft in der Windkraft rund 40.000 Arbeitsplätze, die Photovoltaikproduktion zog nach China um und baute in Deutschland 100.000 Stellen ab. Die aktuelle Eröffnung der europaweit größten Produktionsstätte für Solartechnologie in Bitterfeld zeigt aber, dass auch die Unternehmen die Unausweichlichkeit und das wirtschaftliche Potential eines neuen Energiesystems verstanden haben.

Deutschland als Industrienation hat mit einem gestalteten Zusammenspiel von Machbarkeit, technologischer Weiterentwicklung, verbesserter Effizienz und wachsender Bereitschaft in Wirtschaft und Gesellschaft das Potential, zum führenden Industrieland mit UN-SDG-Standards zu werden, das ist die Aussage der EWG-Studie.

Download der Zusammenfassung und der Studie:

Energy Watch Group (2021): „100% Erneuerbare Energien für Deutschland bis 2030. Klimaschutz – Versorgungssicherheit – Wirtschaftlichkeit”

Zusammenfassung Deutsch | Zusammenfassung Englisch | Vollständige Studie Deutsch

Veolia testet mit Partnern vollständiges Photovoltaik-Recycling im industriellen Maßstab

Pressemitteilung Veolia,

Unter der Projektleitung von Veolia wird ein hocheffizientes und spezielles Verfahren für das Recycling von end-of-life Photovoltaik (PV)-Modulen entwickelt. Gemeinsam mit Partnerunternehmen aus dem öffentlichen und privaten Sektor, die entlang der Wertschöpfungskette des Recyclings von PV-Modulen agieren, werden erstmals alle Bestandteile der PV-Module vollständig rückgewonnen. So können unter anderem reines Silizium, Silber und Glas der verarbeitenden Industrie wieder zur Verfügung gestellt werden. Die EU fördert das Projekt ReProSolar mit insgesamt 4,8 Mio. Euro über EIT RawMaterials. (mehr …)

Drei Millionen Euro für Wasserstoffforschung in Sonneberg

Quelle: Pressemeldung Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, 12.05.2021

Thüringen will seine Kompetenzen in der Wasserstoffforschung in den kommenden Jahren kräftig ausbauen. Ein Baustein dieser Strategie ist das neue HySON-Institut für Angewandte Wasserstoffforschung in Sonneberg, an dessen Direktor Dr. Ulrich Palzer Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute einen Förderbescheid über gut drei Millionen Euro übergeben hat. Die Mittel fließen in die Durchführung von drei Forschungsprojekten sowie die Anschaffung von Laborgeräten und technischen Ausstattungen. „Wasserstoff wird eine zentrale Rolle im Energiesystem der Zukunft spielen“, sagte Tiefensee. Bis dahin seien allerdings noch erhebliche wissenschaftliche und technologische Vorarbeiten zu leisten – insbesondere um die Erzeugung und den Einsatz von Wasserstoff wirtschaftlich zu machen. „Mit dem Institut wollen wir die derzeit noch bestehende Lücke zwischen Erforschung und Anwendung der Wasserstofftechnologien schließen“, so der Minister. (mehr …)

Klimaschutzregion Ilmtal schließt die Konzeptphase mit Regionalforum ab

Das Team um Frau Prof. Kerstin Wydra (FH Erfurt, Vorstand SolarInput) erarbeitete in den vergangenen neun Monaten ein Konzept für die Klimaschutzregion Ilmtal. Die Konzeptphase wurde über das Programm WIR! – Wandel durch Innovation in der Region vom BMBF gefördert und bildet die erste dieses zwei-stufigen Programms. Bei positiver Bewertung kann das Bündnis aus sechs Hochschulen, 9 Forschungseinrichtungen, 21 Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und Städten und Kommunen ab Herbst 2021 in die Umsetzungsphase starten.

Am Samstag (29.05.2021) wurden im Rahmen des Regionalforums “Wissenschaft im Dialog” die Inhalte der Öffentlichkeit präsentiert. Nach einem Grußwort von Frau Siegesmund gab es eine Postersession, in der WIR!-Vorhaben mit ähnlicher Zielstellung vorgestellt wurden. Eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik bildete den Abschluss.

Im Rahmen des Projekts ‚Klimaschutzregion Ilmtal – Innovation, Partizipation, Zukunftsfähiges Wirtschaften‘ soll eine Modellregion aufgebaut werden, in der mit technologischen Innovationen in der Landwirtschaft, den erneuerbaren Energien, der Verwendung natürlicher Ressourcen im Bau und der regionalen Wirtschaft, verbunden mit sozialen Innovationen, der gesellschaftliche Wandel hin zu emissionsarmen und/oder kohlenstoffspeichernden Wertschöpfungskreisläufen geschaffen werden sollen.

Weitere Informationen unter Klimaschutzregion Ilmtal.

Abschlussworkshop zum Thema »Agri4Power – Nachhaltige Kombination von Erneuerbaren Energien, Landwirtschaft und Biodiversität«

Quelle: Fraunhofer IMW

Im Laufe des letzten Jahres hat das Projektteam das innovative Agri4Power-Landnutzungskonzept konkretisiert und dabei verschiedene Aspekte der Umsetzung des Konzepts näher untersucht. Dazu gehören rechtliche, wirtschaftliche, ökologische, landwirtschaftliche und akzeptanzbezogene Fragestellungen.

Der Workshop wird in zwei Veranstaltungsblöcke aufgeteilt. Im ersten Veranstaltungsblock (10.00 bis 12.30 Uhr) werden die im Projekt erzielten Ergebnisse präsentiert. Der zweite Veranstaltungsblock (13.30 bis 15.00 Uhr) wird in zwei parallel verlaufende Sessions gegliedert. In der ersten Parallelsession sollen spezielle anwendungsbezogene Fragen mit potentiellen Interessenten und weiteren Akteuren aus der Praxis diskutiert werden. In der zweiten Parallelsession sollen gemeinsam mit Vertetern aus Wissenschaft, Behörden, Ämtern und Politik weitere Forschungspotentiale und Förderbedarfe identifiziert werden.

Was? »Agri4Power – Nachhaltige Kombination von Erneuerbaren Energien,
Landwirtschaft und Biodiversität«
Wann? Dienstag, 8.6.2021, 10.00 bis 15.00 Uhr
Wo? Virtuelle Veranstaltung (via Cisco webex)

Weitere Informationen hier.

Für Rückfragen und die Registrierung zu dem Workshop schreiben Sie bitte eine kurze Email unter Angabe ihrer Kontaktdaten an die folgende Adresse: veranstaltungen@imw.fraunhofer.de.

Klimaschutz hat Verfassungsrang – Solaranlagen: ansteckend & enkelfähig

Pressemitteilung BSW Solar, 30.04.2021

Bundesnetzagentur registriert 28 Prozent mehr installierte Photovoltaik-Leistung zum Jahresauftakt – Studie des Potsdam Institut für Klimaforschung: Wo es viele gibt, werden noch mehr installiert – Solarwirtschaft appelliert an Politik: Karlsruher Klimaschutz-Urteil schnell umsetzen, solare Investitionsbereitschaft von Bürger/innen und Unternehmen stärker für konsequenten Klimaschutz nutzen und Gesetze enkelfähig machen

Solaranlagen gelten inzwischen allenthalben als generationsübergreifend sinnvolle und damit als enkelfähige Anschaffungen. Dass sie in der unmittelbaren Nachbarschaft auch ansteckend sein können, haben nun Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung herausgefunden. Gleichzeitig berichtet der Bundesverband Solarwirtschaft von einem weiteren Anziehen der Photovoltaik-Nachfrage. Von der Bundesregierung erwartet er, das jüngste Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts schnell umzusetzen und Marktbeschränkungen für Solartechnik zu beseitigen. Das Ausbautempo müsse kurzfristig mehr als verdreifacht werden. (mehr …)

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