Neues aus der Forschung
Neue Methode misst Feuchtigkeit in Solarmodulen zerstörungsfrei
Eine aktuelle Studie stellt ein neuartiges Verfahren zur zerstörungsfreien Messung von Feuchtigkeit in Solarmodulen und polymeren Materialien vor. Mithilfe der Nahinfrarot-Absorptionsspektroskopie (NIRA) kann der Wassereintritt direkt im eingebauten Zustand analysiert werden. Kalibriert wurde die Methode über die Karl-Fischer-Titration (KFT), die den absoluten Wassergehalt bestimmt. Ziel der Forschenden war es, eine präzise und praxisnahe Methode zur Qualitätskontrolle und Zustandsbewertung von Photovoltaikmodulen zu entwickeln.
Agri-Photovoltaik und Bewässerung: Weniger Wasserverbrauch beim Tomatenanbau
Eine spanische Forschungsgruppe hat untersucht, wie sich Agri-Photovoltaik-Systeme in Kombination mit kontrollierter Defizitbewässerung auf den Tomatenanbau in Madrid und Sevilla auswirken. Ziel der Studie war es, Wasser effizienter zu nutzen und gleichzeitig landwirtschaftliche Produktion und Solarstromerzeugung auf derselben Fläche zu kombinieren.
Erneuerbare Energien als Schlüssel zur Energiesicherheit: IRENA zeigt Wege aus der Energiekrise
Der strategische Ausbau erneuerbarer Energien trägt in vielen Ländern zunehmend dazu bei, die Energieversorgung widerstandsfähiger gegenüber Krisen und Preisschwankungen zu machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue energiepolitische Analyse der International Renewable Energy Agency, die politische Handlungsempfehlungen für den Umgang mit den aktuellen Verwerfungen auf den internationalen Energiemärkten liefert.
Solarenergie treibt globalen Energiemarkt
Der weltweite Energiebedarf ist im Jahr 2025 trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen weiter gestiegen, allerdings deutlich langsamer als im Vorjahr. Gleichzeitig zeigt sich ein klarer struktureller Trend: Die Nachfrage nach Strom wächst deutlich schneller als der Gesamtenergieverbrauch und wird zunehmend zum zentralen Treiber der globalen Energiewende. Das geht aus dem aktuellen Bericht der International Energy Agency hervor, der die wichtigsten Entwicklungen im Energiesektor zusammenfasst.
Gleiche bis verbesserte Nährstoffqualität und Ertrag von Grünfutterpflanzen unter Agri-PV – Studienergebnisse der University of Minnesota
Eine Studie der University of Minnesota zeigt, dass Agri-Photovoltaik die Qualität von Futterpflanzen für Milchkühe nicht verschlechtert und teilweise sogar verbessern kann.
Untersucht wurden verschiedene Gras- und Leguminosenarten, die unter unterschiedlich konfigurierten Solaranlagen sowie auf Vergleichsflächen ohne PV angebaut wurden. Dabei analysierten die Forschenden sowohl Ertrag als auch Nährstoffgehalt der Pflanzen.
Neue Beschichtung steigert Effizienz von Solarmodulen
Mit dem wachsenden Ausbau der Photovoltaik rücken auch Effizienzverluste durch Umwelteinflüsse stärker in den Fokus. Verschmutzungen wie Staub, Vogelkot oder Wasserfilme können die Lichtdurchlässigkeit von Solarmodulen deutlich reduzieren und damit die Stromerzeugung beeinträchtigen.
Startup Better Sol: Bietet Zweites Leben für Solarmodule
Das Braunschweiger Startup Better Sol setzt auf Wiederverwendung statt Entsorgung: Laut Unternehmen ist etwa jedes zweite ausgemusterte Solarmodul noch für einen weiteren Einsatz geeignet. Mithilfe eines KI-gestützten Testverfahrens werden gebrauchte Photovoltaik-Module auf Leistungsfähigkeit und Sicherheit geprüft und für eine erneute Nutzung aufbereitet. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Projekt im Rahmen ihrer Green-Startup-Förderung mit rund 125.000 Euro.
Erstes Energyfish-Schwarmkraftwerk im Rhein genehmigt
Mit der Genehmigung für ein neuartiges Schwarmkraftwerk im Rhein bei Sankt Goar geht Rheinland-Pfalz einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung. Die Anlage nutzt die natürliche Strömung des Flusses, um klimafreundlichen Strom zu erzeugen, unabhängig von Tageszeit oder Wetterbedingungen. Künftig sollen 124 schwimmende Mini-Kraftwerke („Energyfishe“) mehr als 460 Haushalte versorgen.
Wasserstoffgasturbine ohne Kompressor in Karlsruhe entwickelt
Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben mit einer kompressorlosen Wasserstoffgasturbine einen neuen Laufzeitrekord aufgestellt. Der Brenner, der mit einer Verbrennungstechnologie mit Druckverstärkung ausgestattet ist, lief 303 Sekunden lang und übertraf damit den bisherigen Rekord der NASA von 250 Sekunden. „Diese Leistung setzt neue Maßstäbe für den Einsatz von Wasserstoff in der Energieversorgung“, erklärte das KIT und fügte hinzu, dass das Team Anfang dieses Jahres erstmals erfolgreich Strom mit einer Wasserstoff-Gasturbine ohne mechanischen Kompressor erzeugt habe.
Weitere Informationen hier.
Quelle: PV Magazin vom 27.02.26
„Solarbatterie“ liefert bei Bedarf Wasserstoff aus Sonnenenergie – Copolymer ermöglicht eine zeitlich flexible Energienutzung
Forscher aus Jena haben in Zusammenarbeit mit dem Institut für Anorganische Chemie I der Universität Ulm ein Material entwickelt, das Sonnenenergie mehrere Tage lang speichern und als Wasserstoff wieder abgeben kann. „Man kann sich das als eine Kombination aus Solarzelle und Batterie auf molekularer Ebene vorstellen“, sagte Sven Rau, der Leiter des deutschen Instituts. Die Forscher nutzten ein wasserlösliches, redoxaktives Copolymer zur temporären Speicherung von Energie bzw. Elektronen. Copolymere sind Makromoleküle, die aus verschiedenen organischen Bausteinen bestehen und ein stabiles Gerüst bilden, das mit funktionellen Einheiten mit verstärkter Redoxaktivität ausgestattet ist. Das System erreicht einen Ladewirkungsgrad von über 80 % und hält diesen Zustand mehrere Tage lang aufrecht. Durch Zugabe einer Säure und eines Wasserstoffentwicklungs-Katalysators verbinden sich die gespeicherten Elektronen mit Protonen, um bei Bedarf Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von 72 % zu erzeugen.
Weiter Informationen hier.
Quelle: PV Magazin vom 27.02.26
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