Aktuelle Informationen
Der Norden will seine Chancen für den Wasserstoffhochlauf nutzen
Wie steht es um den Wasserstoffhochlauf in Deutschland? Was treibt die Wasserstoffwirtschaft voran und wie kann der Norden seine Standortvorteile nutzen? Darüber diskutierten Fachleute aus Industrie, Wissenschaft und Politik bei der Wasserstoff Regionalkonferenz Nord in Hamburg. Debatten über aktuelle Hindernisse trafen auf innovative Lösungsideen.
Grüner Wasserstoff spielt eine Schlüsselrolle auf dem Weg in eine klimaneutrale Energieversorgung. Er kann in verschiedenen Sektoren – von Industrie, über Verkehr bis hin zur Wärmeversorgung – eingesetzt werden und Strom aus erneuerbarer Energie in gas- und flüssiger Form speicherbar machen. Vor allem Norddeutschland hat die Möglichkeit, seine einzigartigen Standortvorteile für den Wasserstoffhochlauf zu nutzen: Hohe Erzeugungskapazitäten bei Windstrom, unterirdische Speichermöglichkeiten, Seehäfen als Logistik- und Wirtschaftszentren, Industriezweige mit langer Erfahrung und wissenschaftliche Expertise.
Über 90 % der Erneuerbare Energien sind kostengünstigster als fossile Alternativen
Erneuerbare Energien bleiben kostengünstigste Stromquelle – IRENA warnt vor Integrations- und Finanzierungshemmnissen
Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) bestätigt in ihrem aktuellen Bericht zu den Stromgestehungskosten im Jahr 2024 erneut die wirtschaftliche Überlegenheit erneuerbarer Energien gegenüber fossilen Kraftwerken. Diese Kostenvorteile sind auf technologische Innovationen, optimierte Lieferketten und Skaleneffekte zurückzuführen.
Normierung als Grundlagen für Agrivoltaik: Bedarf und Perspektiven
Matthew Berwind, Projektkoordinator für Agri‑PV‑Simulationen am Fraunhofer‑Institut für Solare Energiesysteme (ISE), erläuterte in einem Interview mit dem PV Magazine vom 9. Juli 2025 die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Technologie. Zentrale Punkte seiner Ausführungen waren die Substitution herkömmlicher Wetterschutzsysteme durch PV‑Module, die Rolle präziser Strahlungssensorik für Hochwertkulturen sowie der Bedarf an normierten Fahr‑ und Sicherheitszonen für landwirtschaftliche Maschinen innerhalb von PV‑Arrays. Der nachfolgende Beitrag greift diese Aussagen auf und ordnet sie in den breiteren Kontext der internationalen Standardisierung ein.
Die Kombination von Photovoltaik‑Anlagen mit landwirtschaftlicher Produktion – Agri‑Photovoltaik (Agri‑PV) – bietet die Möglichkeit, Nahrungsmittel und erneuerbaren Strom auf derselben Fläche zu erzeugen und damit Landnutzungskonflikte zu minimieren. Weltweit werden erste Großprojekte umgesetzt; insbesondere China treibt den Markt voran. Auf normativer Ebene existieren umfangreiche IEC‑Standards für herkömmliche PV‑Systeme. Ob diese Leitlinien für Agri‑PV ausreichen oder ergänzt werden müssen, ist Gegenstand aktueller Debatten.
Studie des Fraunhofer ISE: Agri-Photovoltaik in Deutschland mit Potenzial von bis zu 500 GW
Laut einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) könnte Deutschland bis zu 500 Gigawatt (GW) Photovoltaikleistung auf landwirtschaftlich geeigneten Flächen installieren – und damit das offizielle Ausbauziel von 400 GW bis 2040 deutlich übertreffen. Als wesentliches Hemmnis identifiziert die Studie allerdings den derzeit unzureichenden Netzausbau.
Förderprogramme sollen Entwicklung von grünem Wasserstoff Aufschwung verleihen
Nach Umwelt- und Energieminister Armin Willingmann von der SPD in Sachsen-Anhalt stocke der Aufbau der grünen Wasserstoffwirtschaft bundesweit und in so auch in Sachsen-Anhalt. In diesem Bundesland stoppte das Energieunternehmen Mibrag am Produktionsstandort Profen beispielsweise den Bau eines Elektrolyseurs.
Anmeldung zum 5. Mitteldeutschen Wasserstoffkongress am 21. August 2025
Zur zentralen Wasserstoffveranstaltung der Region erwartet die rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein spannendes Programm rund um die Themenkomplexe Infrastruktur, Leuchtturmprojekte sowie Förderung und Finanzierung von grünem Wasserstoff. Freuen Sie sich auf hochkarätig besetzte Sessions und Podiumsdiskussionen.
Datum & Ort
21. August 2025 (10:00-17:00 Uhr)
Volkspark | Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Jetzt anmelden!
Die Anmeldung zum 5. Mitteldeutschen Wasserstoffkongress ist ab sofort über die Ticket-Plattform Eveeno möglich. Dort finden Sie alle weiteren Informationen zur Veranstaltung.
Partnerschaftliche Zusammenarbeit als entscheidendes Kriterium für die Realisierung von Agri-Photovoltaik – Erkenntnisse aus einem Interview
In einem Interview mit einem Vertreter von CAV Partners, einem Beratungs- und assetmanagement-Unternehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien, wird erörtert, welche Voraussetzungen eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Investoren ausmacht.
Agrivoltaics World Conference: kritische Diskussionen um Studienergebnisse
Die Doppelnutzung der landwirtschaftlichen Fläche zur Erzeugung von solarer Energie wirft immer wieder die Frage auf, mit welchen Erträgen, sowohl landwirtschaftlich als auch energiewirtschaftlich zu rechnen ist.
Auf der Agrivoltaics World Conference, die heute endet, werden in einem Rahmen von 450 Teilnehmenden aus Industrie, Landwirtschaft und Forschung diese und weitere Fragen zu neuesten Entwicklungen der Agriphotovoltaik diskutiert. Dieses Jahr findet die Konferenz in Freiburg statt und wird erneut von Connexio-PSE organisiert.
Mitgliedschaft im Verbund des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW)
Der Bundesverband Solarwirtschaft e. V. bietet über eine Mitgliedschaft mehrere Vorteile und Leistungen für seine Mitglieder an.
Zum Hintergrund des BSW: Seit über 40 Jahren bringen sie in enger Abstimmung mit Mitgliedern die Verbreitung der Solarenergie in Deutschland und in wichtigen Auslands-Zielmärkten maßgeblich voran. Unternehmen aller Wertschöpfungsstufen der Solartechnik- und Speicherbranche lassen sich durch dieses Unternehmensnetzwerk vertreten.
Bei Interesse an einer Mitgliedschaft und weiteren Informationen zu einer Mitgliedschaft und den Vorteilen, die diese hat, finden Sie unter folgendem Link weitere Informationen:
Gescheitert: französischer Gesetzesentwurf zur Unterbrechung des Ausbaus Erneuerbarer Energien in Frankreich
377 von 142 Stimmen der französischen Nationalversammlung wurden am 24.06. entgegen eines Gesetzesentwurfes abgegeben, der den Ausbau erneuerbarer Energien stoppen sollte. In einem Änderungsantrag für den Energie- und Gesetzesentwurf wurde mit Stimmen der Republikaner und Rechtspopulisten (Rassemblement National) ein Moratorium zum Bau neuer Solar- und Windparks verabschiedet. Nach Bewertung des französischen Solarverbandes Enerplan habe die Darstellung der Medien gezeigt, dass eine breite Stärkung der Solarenergie und der Windenergie in Frankreich vorherrscht. Akteure aus zahlreichen Gebieten, wie NGOs, landwirtschaftliche Vertreter, Verbände, Industrielle oder die Zivilgesellschaft repräsentieren das Votum aus der Praxis, welches nun erneut vom Senat verhandelt werden muss.
(Quelle: Photon, 26.06.2025)
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