Aktuelle Informationen
Europa prognostiziert bis 2040 Investitionen in Höhe von 240 Milliarden Euro für Wasserstoffnetze
Die Europäische Kommission gab bei der Vorstellung ihres Europäischen Netzpakets bekannt, dass bis 2040 1,2 Billionen Euro für die Stromnetze der EU benötigt werden, darunter 240 Milliarden Euro für Wasserstoffnetze. Das Paket enthält Pläne zur Stärkung der grenzüberschreitenden Infrastrukturplanung, zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren, zur Verbesserung der Kosten- und Nutzenverteilung sowie zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Sicherheit. Darüber hinaus kündigte die Kommission eine vereinfachte Genehmigung für 100 Wasserstoff- und Elektrolyseurprojekte in ganz Europa an. Unabhängig davon genehmigte die Kommission auch ein italienisches staatliches Beihilfeprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zur Erweiterung der Produktionskapazitäten für saubere Technologien, einschließlich der Unterstützung der industriellen Dekarbonisierung durch Elektrifizierung, Energieeffizienz und erneuerbaren oder strombasierten Wasserstoff. „Dies kann durch Elektrifizierung, Energieeffizienz und die Umstellung auf erneuerbaren und strombasierten Wasserstoff geschehen, der bestimmte Bedingungen erfüllt, mit erweiterten Möglichkeiten zur Unterstützung der Dekarbonisierung industrieller Prozesse, die auf aus Wasserstoff gewonnene Brennstoffe umgestellt werden“, erklärte die europäische Exekutive.
Quelle PV Magazin vom 12.12.25
Mehr erneuerbare Energien senken die Kosten des Stromsystems
Eine Studie von WindEurope kommt zu dem Ergebnis, dass die Transformation des europäischen Stromsystems umso kostengünstiger ausfällt, je stärker erneuerbare Energien ausgebaut werden. Die Untersuchung wurde vom europäischen Windenergieverband in Zusammenarbeit mit Hitachi Energy durchgeführt und analysiert die Kosten von Netzausbau und Elektrifizierung – einschließlich der notwendigen Investitionen in Speichertechnologien.
Untersucht wurden fünf unterschiedliche Szenarien: ein ambitionierter Ausbau aller erneuerbaren Energien, ein verstärkter Einsatz von Kernenergie, ein umfassender Ausbau der Wasserstoff-Elektrolyse, ein Szenario mit intensivem Wasserstoffeinsatz in Kombination mit CCS sowie die Fortführung konventioneller Energieträger bei einem langsamen Ausbau der Erneuerbaren. In vier dieser Szenarien kann Europa seine Energie- und Klimaziele erreichen, während sie im letztgenannten Szenario verfehlt werden.
Die Analyse zeigt deutlich, dass alle Varianten mit einem geringeren Ausbau erneuerbarer Energien zu höheren Gesamtkosten führen. Bis 2050 entstehen in Europa dadurch zusätzliche Kosten in Höhe von 487 bis 860 Milliarden Euro.
Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie, bringt das Ergebnis auf den Punkt: Trotz der erforderlichen Investitionen ist klar, dass ein Verzicht auf den Ausbau erneuerbarer Energien langfristig deutlich teurer wäre.
Quelle: Solarthemen 594 vom 11.12.25
Schmutzwasser für die Wasserstoffproduktion
Abwasser kann sauberes Wasser als Quelle für die Wasserstoffproduktion ersetzen, wodurch ein großer Nachteil von Wasserstoff als Kraftstoff beseitigt und die Kosten für die Wasseraufbereitung um bis zu 47 % gesenkt werden können, wie neue Forschungsergebnisse von Princeton Engineering zeigen.
Die Ergebnisse, die in der Fachzeitschrift Water Research veröffentlicht wurden, sind ein Schritt in Richtung der praktischen Nutzung von Wasserstoff zur Dekarbonisierung von Industrien, die schwer zu elektrifizieren sind, wie beispielsweise die Stahl- und Düngemittelproduktion.
Z. Jason Ren, der leitende Autor der Studie, erklärte, dass die derzeitige elektrolytische Wasserstoffproduktion große Mengen an sauberem Wasser erfordert, was die Kosten erhöht und die lokalen Wasservorräte belastet. Sein Forschungsteam wollte herausfinden, ob aufbereitetes Wasser aus Kläranlagen als Ersatz dienen könnte.
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Jugendumfrage: Sachsens Jugend denkt nachhaltig
Das Interesse an Umwelt- und Klimathemen junger Menschen wird oft als gering dargestellt. In einer Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut INSA gefragt, was die Jugend in Sachsen wirklich denkt. Das Ergebnis zeigt: Junge Menschen interessieren und sorgen sich um die Klimakrise. Vor allem begreifen sie Klimaschutz als Querschnittsaufgabe, nicht als Spezialinteresse der bündnisgrünen Partei.
Eine klare Mehrheit der Jugendlichen in Sachsen ist bereit, sich klimafreundlicher zu verhalten. Besonders hohe Zustimmung gibt es für Maßnahmen, die klimafreundliches Verhalten einfacher und erschwinglicher machen. Allerdings schätzen die jungen Menschen die Bereitschaft zum Klimaschutz bei der restlichen Bevölkerung deutlich geringer ein. Das bedeutet: Die Mehrheiten für Klimaschutz sind da. Aber nachhaltiges Verhalten muss für Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher und günstiger werden. Insbesondere der europäische Binnenmarkt kann einen wichtigen Beitrag leisten nachhaltige Produkte zur Norm zu machen.
Jugendliche sehen Klimapolitik als Hebel für mehr geopolitische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Verantwortung. Sie unterstützen den Ausbau der erneuerbaren Energie, weil dieser Deutschland unabhängiger vom Ausland macht und fordern mehr Verantwortung der Hersteller für die Lebensdauer der Produkte.
Junge Menschen in Sachsen haben beim Klimaschutz eine hohe Erwartungshaltung gegenüber der EU und der Wirtschaft. Für junge Menschen ist die EU die wichtigste Akteurin beim Klimaschutz. Sie muss deshalb Green Deal umsetzen, ambitionierte Klimaziele festlegen und international Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen.
Quelle: Annacavazzini.eu vom 5.11.25
Der weltweit erste Solarpark mit wasserstoffproduzierenden PV-Modulen entsteht in Belgien
Ein 2-MW-Solarpark in Wallonien, Belgien, wird auf 50 kW wasserstofferzeugende Solarmodule setzen, die von Solhyd – einem Spin-off der KU Leuven – entwickelt wurden. Die Anlage wird die erste Demonstration der Solhyd-Technologie in einem kommerziell relevanten Maßstab sein.
Ein Konsortium belgischer Unternehmen hat eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um in Wallonien, Belgien, ein Energiesystem mit wasserstoffproduzierenden Solarmodulen zu errichten.Die Anlage, die als weltweit erster Solar-Wasserstoff-Park bezeichnet wird, wird 50 kW wasserstoffproduzierende Solarmodule von Solyhd in einen traditionellen 2-MW-Solarpark integrieren, der an einen Batteriespeicher angeschlossen ist.Die Anlage, die im nächsten Jahr in Betrieb genommen wird, kann sowohl Strom als auch Wasserstoff aus Sonnenenergie erzeugen. Sie soll fünf Jahre lang betrieben werden.Gemäß den Bedingungen der Absichtserklärung ist das in Brüssel ansässige Unternehmen Ether Energy Eigentümer und Betreiber des Projekts, während Solhyd die Wasserstoffmodule liefern und warten wird.
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Könnte Erderwärmung durch KI-gesteuertes, PV-betriebenes Satellitennetzwerk abgewendet werden?
Elon Musk hat auf Twitter vorgestellt, wie nach seiner Ansicht große, solarbetriebene KI-Satelliten in einem Netzwerk die Erwärmung des Planeten verhindern könnten, in dem kleine Regulierungen der solaren Einstrahlungsenergie vorgenommen würde.
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Falsches PV-Förderprogramm führt zu 80 Millionen Euro Betrug
Das Investment-Portal www.voltaiko.com wurde von der italienischen Finanzpolizei, Guardia die Finanza, beschlagnahmt. Das Vergehen: 95 Bankkonten wurden eingefroren, die im Zusammenhang mit einem Betrug in der PV-Branche stehen, der die 6000 italienischen Investoren 80 Millionen Euro gekostet hat.
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EnBW eröffnet Schnellladepark mit integriertem Photovoltaik-System in Klipphausen
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat in Klipphausen, Sachsen, einen neuen Schnellladepark eröffnet, der direkt an einen Solarpark mit über 1,7 MW Leistung angeschlossen ist. Die Photovoltaikanlagen befinden sich auf den Dächern von fünf lokalen Fabrikhallen.
Der Ladepark bietet derzeit 20 Ladepunkte mit Leistungen von bis zu 400 kW, die E-Fahrzeuge in rund 15 Minuten auf bis zu 400 Kilometer Reichweite bringen können. Die Anlage ist auf eine Erweiterung auf bis zu 40 Ladepunkte ausgelegt, um steigender Nachfrage gerecht zu werden. Überschüssiger Solarstrom wird ins Netz eingespeist, während bei Mehrbedarf Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen wird.
Der Standort in Klipphausen ist bereits der vierzehnte EnBW-Ladepark in ostdeutschen Bundesländern. EnBW plant, künftig weitere Ladeparks direkt an Photovoltaik- und andere nachhaltige Stromerzeugungsanlagen anzuschließen und so das größte Schnellladenetz Deutschlands weiter auszubauen – von aktuell über 7.000 Ladepunkten auf mehr als 20.000 bis 2030.
(Quelle EnBW 24.10.2025)
Fossile Industrie plant 2.300 neue Mega-Projekte
Fossile Energieunternehmen und staatliche Energiegesellschaften weltweit planen derzeit rund 2.300 neue Öl- und Gasförderprojekte sowie 119 zusätzliche LNG-Terminals. Diese Projekte würden laut dem „Carbon Bombs“-Projekt zusammen mehr als das Zehnfache des verbleibenden globalen CO₂-Budgets für das 1,5-Grad-Ziel freisetzen. Die Analyse dokumentiert damit die fortgesetzte Expansion fossiler Energien, obwohl die Internationale Energieagentur (IEA) bereits 2021 einen Stopp der fossilen Ausbauprojekte empfohlen hatte, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise zu vermeiden.
Die größten Pipelines für neue Projekte haben TotalEnergies, die China National Offshore Oil Corporation (CNOOC), Eni, BP und Shell. Geografische Schwerpunkte liegen in China und dem Nahen Osten, während Nordamerika, Australien, Subsahara-Afrika und Europa vergleichsweise weniger neue Projekte planen. Banken bereiten Finanzierungen in Höhe von insgesamt rund 1,6 Billionen US-Dollar für diese Vorhaben vor.
Die Studie verdeutlicht die massiven Klimarisiken der aktuellen Expansionspläne: Jede Überschreitung des 1,5-Grad-Limits destabilisiert globale Systeme, gefährdet die Versorgungssicherheit und bedroht Lebensgrundlagen weltweit. Das Forschungsteam weist darauf hin, dass die fossile Industrie und ihre Investoren den Fortschritt bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens erheblich verzögern, da wirtschaftliche Interessen weiterhin über den Schutz des Klimas gestellt werden. Die Veröffentlichung fällt kurz vor der UN-Klimakonferenz COP30 in Brasilien und unterstreicht die Dringlichkeit, alternative Energiepfade und die Reduktion von CO₂-Emissionen deutlich zu beschleunigen.
(Quelle: Carbon Bombs 27.10.2025)
Inbetriebnahme neuer 17,4 MW Agri-PV-Anlage am Flughafen Frankfurt
Am Flughafen Frankfurt hat Fraport an der Startbahn West eine Photovoltaikanlage mit senkrecht stehenden Modulen in Betrieb genommen. Die Anlage verfügt über eine Leistung von 17,4 Megawatt und soll nach Angaben des Installationsunternehmens Next2Sun rund 17,4 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Die erzeugte Solarenergie wird vorrangig für die Terminalklimatisierung und die Versorgung der wachsenden Flotte an Elektrofahrzeugen am Flughafen genutzt.
Die bifacialen Module ermöglichen eine besonders effiziente Stromproduktion, da sie sowohl direktes als auch reflektiertes Licht nutzen. Fraport plant, den Flughafen Frankfurt bis 2045 CO₂-neutral zu betreiben, wobei der Ausbau erneuerbarer Energien einen zentralen Hebel darstellt. Bereits heute stammen etwa 90 Prozent des Strombedarfs aus Grünstrom, unter anderem durch kleinere Windstromkontingente. Ab Mitte 2026 wird ein Power-Purchase-Agreement mit EnBW für 85 Megawatt grüne Leistung greifen, womit der gesamte Strombedarf des Konzerns am Standort Frankfurt vollständig aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden soll.
Die senkrecht installierten Module wurden zuvor in einer Demonstrationsanlage getestet, um Wartung, Grünflächenpflege und Leistungsfähigkeit der Technologie zu prüfen, was positive Ergebnisse erbrachte.
(Quelle: Fraport 24.10.2025)
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